Luke
Hi, du hörst mal wieder letztens mitbekommen, den Podcast, in dem wir Technik-Istos kritisch beleuchten und uns immer fragen, was bedeuten die ganzen Innovationen für dich, die Gesellschaft und die Wirtschaft. Und heute sitzen wir hier mal wirklich als Neuerung, nicht zu zweit, sondern wir sitzen zu dritt. Ich sitze wie immer mit Emra zusammen.
Luke
Noch jemanden dabei. Und zwar haben wir in der Episode, in der wir uns über Digitalisierung ausgelassen haben, irgendwo zwischendrin mal den Lutz erwähnt. Und dann hat er mir irgendwann ein paar Tage später, nachdem ich ihm mal den Podcast-Episoden-Link geschickt habe, eine WhatsApp-Nachricht geschrieben. Um 17.29 Uhr möchte ich nochmal festhalten, weil da hat er es dann fertig gehört gehabt. Und zwar mit der ganz einfachen Ansage, da gibt es aber viel nachzubesprechen, mein Lieber. Herzlich willkommen, Lutz.
Em
Ja, hallo Lukas, hallo Emre. Schienen Dank.
Lutz
Ja, du bist der erste Gast, den wir in unserer Sendung haben. Freut uns sehr, dass du es geschafft hast.
Lutz
Und wir sind neugierig auf deinen Input. Und gleichzeitig sind wir auch stolz darauf, dich hier begrüßen zu können. Für mich ist es ganz besonders interessant, weil wir uns seit 17 Jahren nicht gesehen und gehört haben.
Em
So lange ist das leer. Wahnsinn. Verrückt, ne? Das ist echt crazy. Also kann ich ja so nicht ganz zurückgeben, weil ich habe dich ja, Lukas, wann war es? 25. Februar?
Luke
Ich habe das letzte Mal gesehen und gehört.
Em
Ich habe mir nämlich auch den Videostream damit angeschaut.
Luke
Ach, der Videostream.
Em
Ich weiß auch noch, wo es war, nämlich auf der Stadtautobahn,
Em
Ja, insofern habe ich, aber das ist dann echt 17 Jahre, das hätte ich nicht geschätzt. Wahnsinn.
Lutz
Schön, wie geht es dir? Danke, gut. Also es ist natürlich eine lange Zeit vergangen. Wir haben das kurz mal nachgerechnet. Es muss 2009 oder 2010 gewesen sein. Und da waren Luke und ich Bestandteil, wie kann man es am besten ausdrücken, einer Firma, wo wir als Studenten und später dann kurz nach dem Studium noch ein bisschen zusammengearbeitet haben. Und zwar für dich unter anderem. Kannst du dich daran erinnern, wie lange das gewesen sein muss oder wann das ungefähr war oder wie wir zusammengekommen sind das erste Mal?
Em
Na, ich kann mich erinnern, also mit Lukas, das kriege ich schon noch hin und dann würde ich eigentlich sagen, dass Lukas dich mitgebracht hat irgendwann. Also jetzt in ganz groben Abständen und dann, aber woran ich mich erinnern kann, wie ihr beide eure Diplomarbeit vorgestellt habt.
Lutz
Genau, ja, das hatte ich mir auch noch gemerkt.
Em
Ihr habt irgendwas in Java programmiert,
Luke
Glaube ich. Ja, genau.
Em
Das war Und da muss es gewesen sein, so in dem Zeitpunkt.
Lutz
Da standen wir dann irgendwie vor euch und haben das präsentiert, so ganz klassisch. Genau, wie lange das schon her ist.
Luke
Das ist echt lange her.
Lutz
Und heute sitzen wir hier.
Em
Ja, schön, dass wir alle gesund sind nach den verrückten Zeiten und in den verrückten Zeiten. Jawohl.
Luke
Da haben wir uns öfter in Lichterfelde getroffen, das weiß ich noch. Da bin ich letztens tatsächlich vorbeispaziert an dem Haus. Also, dann lasst uns doch mal direkt hier reinspringen in das, was wir bei der Digitalisierungsfolge uns besprochen haben. Und zwar hatten wir uns ja diesen Newsartikel vorgenommen, der von Asbach Uralt in Anführungsstrichen war, den wir dann eben nur noch über die Wayback Machine gefunden haben. Und da waren fünf Dinge drin, die eigentlich verschwunden sein sollten. Den Link zu der Episode findet ihr natürlich in den Shownotes hier von der Folge. Also, falls ihr da nochmal reinhören wollt.
Lutz
Ja, lass mich da aber bitte noch mal ganz kurz reingrätschen, Luke. Klar. Weil das ist einfach crazy. Du hast mir damals vorgeschlagen, lass uns doch diesen Artikel im Terminkalender eintragen und dann werden wir noch mal fünf Jahre später daran erinnert und reden dann über diesen Text.
Em
Das haben wir, glaube ich,
Lutz
Nicht so ganz hinbekommen.
Lutz
Es jetzt ein paar Jahre später geworden. Und ich wäre nicht auf die Idee gekommen. Tatsächlich haben wir es genauso gemacht, haben den Artikel dann auch nicht mehr gefunden, wo er sein sollte. Das ist jetzt die kurze Zusammenfassung der letzten längeren Folge. Und sind dann über Umwege auf die Wayback Machine und auf einen mehr oder weniger fragmentierten Überbleibsel dieses Blogs gekommen. Genau. Und an dieser Stelle kommt Lutz ins Spiel. Der hat uns nämlich gehört. Ja.
Em
Und da will ich jetzt gerne schon mal gleich reingrätschen, weil ich finde, also die erste Frage wäre, habt ihr was über sie noch rausgefunden seitdem? Weil ihr meintet ja, dass ihr irgendwie nochmal versuchen werdet, was über die erfahren zu haben.
Lutz
Wir haben Detektiven angesetzt. Wir wollen unbedingt ein Meeting mit ihr. Eine Einladung in den Podcast.
Em
Aber habt ihr sie gefunden erst mal?
Luke
Also es war nicht ganz so schwierig, wie man sich vorstellt. Ich habe einfach den Namen eingegeben und da kam sie dann doch bei Google und bei LinkedIn. Und ich erinnere mich damals, als ich den Artikel, es hat irgendwie dann so Klick gemacht, die war bei der Deutschen Bahn. Chief Marketing Officer und vorher Leitung PR und so. Und genau, also wir haben sie hier gefunden und wir haben letztens gerade noch darüber gesprochen, dass wir sie eigentlich tatsächlich nochmal anschreiben wollen und ihr schreiben wollen. Guck mal, liebe Antje, wir haben hier das gefunden und haben uns die Sachen notiert und dachten, vielleicht hast du ja Lust, dass wir dazu nochmal einen weiteren Nachklapp machen.
Em
Mhm, weil ich muss tatsächlich erstmal für Sie, also wenn ich als Zuhörer das Fazit eures Podcasts schiehe, dann... Hat sie ja nicht irgendwie 50% geschafft mit ihrer Prognose? Oder habe ich euch da fehlinterpretiert?
Lutz
Das ist eine interessante Aussage,
Em
Ja. Also worauf ich eigentlich hinaus will, ist, dass der Titel ja ganz konkret heißt, die in fünf Jahren verschwinden werden und nicht, die in fünf Jahren verschwunden sein werden. Insofern finde ich, dass diese Prognose durchaus, wenn man den Titel ernst nimmt, so interpretiert werden darf, dass es auch völlig okay ist, wenn sie in fünf Jahren weniger werden. Und sozusagen der Descent halt dann über einen längeren Zeitraum stattfindet. Guter Punkt, finde ich gut. Was finde ich so ein bisschen die Sache relativiert an der einen oder anderen Stelle.
Lutz
Ja, ja, zum Beispiel.
Em
Aber wer weiß, ob sie sich das, also zum einen, das ist schon zitiert, also ihr habt ja schon noch was gefunden, das hieß schon verschwinden werden und nicht verschwunden werden.
Luke
Genau, ja, aber du hast voll den guten Punkt, ja, und das war uns auch wichtig, das war mir auch wichtig, das nochmal zu sagen am Ende auf jeden Fall, dass wir hier wollten sie auf gar keinen Fall an den Pranger stellen oder so. Es war so ein total interessanter Aspekt. Aber das ist voll der gute Hinweis, dass es nicht Verschwundene sein werden, sondern verschwinden werden. Und verschwinden heißt ja per se erstmal nicht, dass es sofort komplett weg ist.
Em
Ein Schlag weg ist, genau.
Lutz
Ja, und ich finde es auch mutig, ehrlich gesagt. Fünf Jahre heutzutage oder auch schon vor fünf oder sechs Jahren etwas voraussagen zu wollen, ist super schwer. Ich würde mir nicht mal zutrauen, die nächsten zwei, drei Jahre voraussagen zu können. Gerade bei so Technikgeschichten.
Em
Ja, vor allen Dingen, weil es doch auch noch sehr emotionsbesteuert von dem Konsum. Es kommt ein bisschen darauf an, ob die Sache halt so ein B2B- oder ein B2C-Ding ist. Aber bei B2C ist es ja oft auch so ein Emotionsding. Und wenn die Leute es einfach nicht wollen, dann kann es die beste Lösung sein. Aber es dauert einfach länger.
Lutz
Oder wenn sie es wollen. Und daher meine Frage, hast du noch USB-Sticks und kaufst du dir welche? Hast du dir zu Weihnachten einen gewünscht?
Em
Ne, kauf natürlich keine mehr. Aber ich habe einen Kollegen, den ich tatsächlich hin und wieder mal anhauen muss und der immer noch welche in der Schublade hat. Aber ich finde, ein Aspekt zum Thema USB-Stick, da war mir nämlich auch was hochgekommen, was, finde ich, berücksichtigt werden muss. Und zwar, warum haben wir überhaupt so viel und heftig USB-Sticks eingesetzt? Beziehungsweise, warum macht man das heute nicht mehr? Und für mich ist die klare Antwort, weil wir breitbandigeres Internet haben, als es noch vor 10 oder 15, 20 Jahren der Fall war. Weil sonst hätten wir die Sachen immer schon auch Peer-to-Peer übertragen. Und jetzt kommt es. Ich weiß nicht, ob ihr da schon alt genug für seid, wenn ihr mir diese kleine Spitze erlaubt, wenn es nicht sogar ein Kompliment ist. Aber warum wir so lange kein breitbandiges Internet in Deutschland haben, das hat ja einen ganz bestimmten Grund. Und damit sind wir ja ziemlich weltweit isoliert.
Lutz
Ist es diese Kugelgeschichte mit dem Kupferdraht?
Em
Kohl und Schwarzschilling und Kupfer besser als Glasfaser, ganz genau. Und jetzt habe ich mich nämlich in dem Zusammenhang gefragt, man müsste eigentlich mal die Verkaufszahlen von USB-Sticks in Ländern, in denen es diese Problematik nie gab, also weiß ich, Südkorea, Taiwan, Japan, auch USA, ja. Und ich könnte mir vorstellen, dass es da ganz häufig höchstens als reines Giveaway so, aber der eigentliche Nutzen so war sekundär. Oft hat man ja auch als Giveaway was Dicks bekommen, auf denen erstmal irgendwas drauf ist, also eine eigene Präsentation oder ein Filmvideo oder sowas. Damals auch aufpasste, ja. Voll. Aber da habe ich mich gefragt, ob man von dem deutschen Markt, ob man da über die Technik-USB-Stick an sich urteilen darf, ob das reicht.
Luke
Das ist auch ein sehr guter Punkt. Wir haben ja damals die Verkaufszahlen für Deutschland gefunden, so bei Statista. Und also ja, ich denke, da die Antje ja jetzt auch sozusagen aus Deutschland gedacht hat, würde ich mal annehmen wollen, könnte man das schon sozusagen auch aus deutscher Perspektive oder sagen wir mal, europäischer, deutschsprachiger europäischer Perspektive denken. Also ich meine, ich erinnere mich früher auch schon so, als wir hier noch irgendwie für eine Minute Handy telefonieren, irgendwie 50 Cent bezahlt haben, wie, dass es irgendwie in Österreich schon 1 Cent oder 2 Cent pro Minute damals war und perfekter Ausbau auf den Bergen hat es so. Also deswegen weiß ich nicht genau, wie repräsentativ das mit dem Kupferinternet für Österreich auch ist. Aber ich denke, aus so einer aus so einer deutschsprachigen Perspektive ist das schon ein sehr, sehr guter Punkt. Ich erinnere mich tatsächlich auch so bei mir noch dran, mit den USB-Sticks war immer so eine Sache auch, also USB-Sticks an sich hatte ich, glaube ich, gar nicht ganz so viele. Ich hatte eher dann mal so Festplatten, so externe Festplatten, mit denen man sich so Sachen übertragen hat. Oder vielleicht sehe ich das auch, sage ich mal in Anführungsstrichen, zu, habe ich diese Erinnerung an einzelne USB-Sticks auch schon verdrängt in Anführungsstrichen oder bin in Anführungsstrichen auch zu jung, nein, zu alt für USB-Sticks, weil ich dann doch eher eine externe Festplatte durch die Gegend getragen habe, zu einem Freund oder die mir ausgeliehen habe oder irgendwie so, als dass man sich so leicht USB-Sticks hin und her gegeben hat.
Lutz
Bro, du hattest doch auch 100 USB-Sticks damals. Ja, doch alle irgendwie kleine Dinger am Schlüssel hängen, wie ein Lego-Stein aussehen, wie so ein Loppenstein, muss man ja heutzutage sagen.
Lutz
Klemmbaustein, in der Schublade liegen, hinterhergeschmissen bekommen, an den Rücken geklebt. Jeder hatte irgendwie gefühlt 20, 30 USB-Sticks, mit denen nichts anfallen konnte.
Luke
Ja, das ist wohl schon richtig, da hast du recht.
Em
Ja, good point. Naja, aber ich meine, ich hätte jetzt auch gedacht, wobei damals war es vielleicht der grafische... Also es kommt ja ein bisschen darauf an, Lukas und ich kennen uns ja aus dem Kontext des Desktop-Publishings, wie es früher hieß. Und da war halt ein USB-Stick wirklich viele, viele Jahre das Mittel der Wahl nach der gebrannten CD, als die dann ausgedient hatte und auch ja manchmal für die Datenmengen nicht mehr ausreichte, war der USB-Stick der Mittel der Wahl, um über Kurzdistanz Daten zu übermitteln. Und da gibt es auch einen ganz interessanten, da kannst du gleich mal bügelenken, als ob du das findest, da gab es so einen SASU-Aufbau und zwar in Afrika über eine längere Distanz eine bestimmte Datenmenge in einer bestimmten Zeit zu transferieren und angetreten war so ein Funk-Internet versus Brieftaube mit USB-Stick. Und da hat die Brieftaube mit USB-Stick meines Erachtens mit Abstand gewonnen, weil sozusagen die Sticks waren schon groß genug und die Taube noch schnell genug und irgendwie so, ja.
Luke
Okay, das ist ja großartig.
Lutz
Herzlichen Glückwunsch. Das ist ja geil. Aber ich weiß nicht, ob ihr es rausgehört habt. Also Luke hat mich ja sozusagen auch gesehen. Ich weiß nicht, ob du es rausgehört hast, Lutz. Ich war super überrascht, dass im letzten Jahr noch über 10 Millionen USB-Sticks in Deutschland verkauft worden sein sollen. Das geht mir nicht so richtig in den Kopf rein, weil ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer kauft die, wer sind die Kunden.
Em
Ja. Ich habe keinen Plan. Also ich könnte mir schon vorstellen, dass es immer noch viele Giveaway-USB-Sticks gibt. Und dann... Ja, ich habe es gefunden mit der Brieftaube.
Luke
Da kommen wir gleich nochmal zurück dazu. Aber lass uns mal kurz bei dem anderen bleiben.
Lutz
Das war etwa so das Niveau von 2011, glaube ich, was wir jetzt letztes Jahr hatten. Ja, also eine Sache,
Em
Die man ja in den Kontext setzen muss, ist auch der Preis dazu. Also wie hat sich der Preis entwickelt? Wahrscheinlich waren die nicht sehr preisstabil. Mhm. Stimmt. Ich weiß gar nicht,
Lutz
Was so ein USB-Stick kostet und was die aktuellen Kapazitäten sind, um ehrlich zu sein.
Luke
Ja, wir haben ja letztes Mal geguckt mit den Kapazitäten und so.
Em
Es gibt schon Terabyte.
Luke
Genau, ja, ja, es gibt Terabyte. Die sind aber eher noch selten. Seltener, also nein, selten sind die natürlich nicht, sondern deutlich teurer. Ich habe halt letztens irgendwie einen 256 GB USB-Stick gekauft für meine Musikwelt. Und dann kostet halt so ein recht guter, der irgendwie schnell lesen und schnell schreiben kann. für das kostet dann, keine Ahnung, wenn du jetzt den High-End holen willst, irgendwie 50 Euro oder sowas, irgendwie so, plus minus. Aber jetzt, wer braucht auch schon einen 256-Gigabyte USB-Stick in Zeiten von, wo wir ja jetzt angekommen sind, man schiebt die Sachen irgendwie per Cloud hin und her. Also da verstehe ich das schon. Die Preisentwicklung, die ist auch spannend. Das müsste man mal vielleicht an quasi Preisentwicklung pro Gigabyte irgendwie... Das müsste man mal gucken. Vielleicht auch noch als kurzer Nachklapp, als Info an alle, die zuhören, ist, ich habe auch den Artikel, einen Artikel zu Helmut Kohl und dem Kupferkabel, beziehungsweise Kabelfernsehen noch gefunden, den habe ich auch in die Shownotes gepackt. Da könnt ihr auch nochmal drauf gucken, ist von Netzpolitik.org, also jetzt nichts, was irgendwie dahergelaufen ist, sondern Netzpolitik ist ja immer recht gut tief recherchiert und so.
Lutz
Finde ich richtig gut. Das ist echt eine Story, die werde ich mir auch nochmal durchlesen. Ich hatte davon nur am Rande gehört und auch dieses Thema Datenübertragung mit der Brieftaube. Das ist auf jeden Fall cool. Das sind eigentlich schon zwei super Links von Lutz heute. Danke.
Em
Das vereint nochmal so ein bisschen mein Einwand mit der Problematik langsames Internet und Datensberechtigung von USB-Stick. Ja, ich muss gestehen beim Thema Passwörter. Da... Also damit haben wir ja viel zu tun. Also ich habe auch beruflich viel mit Passwörtern zu tun. Und meine Kolleginnen auch.
Lutz
Wie sind denn die Tendenzen?
Em
Naja, das Ding ist halt, die haben halt sehr viel damit zu tun, dass andere sich ihre Passwörter nicht nacken könnten. Tja. Und ich weiß nicht, ihr kennt das bestimmt auch aus dem familiären Umfeld, so die ältere Generation. Also sich jetzt ein Passwort-Safe anzuschaffen, wo man ordentlich seine Passwörter hat, das ist eine Komplexität zu hoch, also zumindest für mein Umfeld so. Voll. Und die Zettel und ich schreibe mir das irgendwo hin und so weiter, dieses System ist halt irgendwie endlich. Und dann kommt ein neuer Internetanschluss und dann sind Zugangsdaten dafür irgendwie und dann schickt man ihnen Textdateien von den Sachen, die man selber gemacht hat und was man denn für Passwort angeguckt hat. Und das hat aber alles irgendwie keine Persistenz und das ist alles problematisch. Insofern... Sucht die Technik halt nach Lösungen, wo die Leute da weniger in der Verantwortung sind. Und das macht es dann aber auch für eine Übergangszeit diese ältere Generation auch noch überfordert. Und man muss ja dann immer sagen, ich werde daran erinnert an so ein Zitat von einer Geschichtslärin, die ich hatte, in der Oberstunde, die irgendwann mal den Spruch meinte, solange es Leute gibt, die Saves herstellen, wird es auch Leute geben, die Saves klacken. Und wenn man im Kontext hier so auf Passwörter ich meine, warum ist das Ganze so kompliziert und zwei Faktor und noch irgendwas naja, weil es halt zu oft ausgenutzt wurde und irgendwann, gerade wenn es so um Geldsachen geht dann sind es ja auch die Banken, die auf den Schäden sitzen bleiben und die sagen dann, ey Techniker, mach das mal einfach nochmal sicherer das kann nicht sein Ja, so, weil wir müssen jedes Mal zahlen, also zahlen wir lieber einmal hier in die Entwicklung noch und, naja, so.
Lutz
Kalle, mach mal. Ja, voll. Deshalb Biometrie und diese ganzen zusammenfassenden Lösungsmöglichkeiten, mit denen wir jetzt konfrontiert sind.
Em
Nein, das Misstrauen zum Beispiel gegenüber biometrischen, so, also ich meine, zum einen, als würde man irgendwie seine Biometrie sonst die ganze Zeit schützen, also mit dem Helm rumrennen, ist ja auch Quatsch, oder? Und zum anderen dient ja die Biometrie nur dazu, irgendeinen Verschließungswert zu erstellen. Ich glaube, das ist den Leuten auch immer nicht so bewusst. Die denken, glaube ich, immer, dann haben die da irgendwo ein Foto von mir an der Wand und können mich jederzeit sehen.
Lutz
Haben die auch, aber das ist ein anderes Thema für eine andere Folge.
Luke
Ja, aber das ist, finde ich, wirklich ein super spannender Punkt, dass das eigentlich ja kein, ich habe das Bild des Menschen gescannt und erzeuge daraus ein, in Anführungsstrichen, Passwort, was dann gilt, sondern dass das diesen zweiten Schritt eben immer erfordert. Das ist, glaube ich, wie du schon gesagt hast, glaube ich wirklich kaum jemanden so richtig klar.
Em
Ist ja auch in Kombination mit der individuellen Hardware verschlüsselt, also das ist
Luke
Also das heißt, ihr habt schon immer noch damit oder viel ja sozusagen damit zu tun. Also was ich mich gefragt habe ist, gibt es diesen Moment, also ein ganz einfaches System ist ja theoretisch, also jetzt aus jemand aus Laienperspektive, der nicht ständig irgendwie Serveradministration und Benutzerkontenverwaltung und sowas macht, wäre ja die einfachste Variante. Es muss halt jeden, jede 30 Tage oder weiß ich nicht was, immer dein Passwort ändern. Und da denke ich mir immer, das ist doch eigentlich voll die gute Idee, das ist eine super Idee, weil du die Leute dazu zwingst, ein neues Passwort zu machen, aber dann fangen die vielleicht an mit 1, 2, 3 geheim, dann machen sie das nächste Mal 1, 2, 3 geheim wieder und dann sagt das System, nee, nee, du müsst ein neues Passwort nehmen und dann machen sie 1, da machen sie 4, 5, 6 geheim.
Em
So einfach ist es nicht. Also man macht das über sogenannte Gruppenrichtlinien halt, solche Regeln über Leute, die ein Netzwerk betreten, also Benutzerinnen und Benutzer, die jetzt nicht an einem Einzel-PC oder Rechner sitzen, sondern die halt dann einen Netzwerke teilhaben wollen, denen gibt man halt solche Regeln über sogenannte Group Policies mit. Und da gibt es so ganz viele auch zum Thema Kennwort, Parameter, Kennwort-Komplexität, Kennwort-Historie. Und damit werden solche Sachen ausgeschlossen, dass du also immer nur vorne irgendwas ranhängst und hinten irgendwas änderst oder so. Das wird also nicht zugelassen. Und den Andeuerungszyklus gibst du auch fest. Und tatsächlich sind das auch Sachen, die man... Wenn man eine professionelle Tierumgebung betreibt, die man schriftlich fixiert, wie diese Regeln aussehen.
Lutz
Das ist super interessant.
Em
Aber das macht es nicht einfacher.
Luke
Das wollte ich gerade sagen.
Em
Das macht sicherer, aber es macht es nicht einfacher.
Luke
Das ist doch prädestiniert dafür zu dem, was du am Eingang zu dem Passwort gesagt hast, nämlich dass die Leute ständig sagen, ich habe mein Passwort vergessen, oder?
Em
Ja, aber jetzt muss man sagen, das ist ja hier, wovon ich da spreche, ist schon so der Arbeitskontext. Und da ist es oft auch so oder tatsächlich immer so, dass das auch schützenswerte Informationen sind und dass es dann auch wichtig ist, dass die Sachen passwortgeschützt sind. Ja, ja, das ist klar. Glaubst du denn,
Lutz
Dass in den letzten 20 Jahren die Situation, wie Passwörter abgespeichert werden, sich tendenziell verbessert hat oder siehst du da keine Verbesserung?
Em
Also das Know-how beim User,
Lutz
Der Umgang damit und überhaupt das ganze Problem. Einfach zusammengefasst.
Em
Tja, da wünschte ich, also meine Kinder sind zum Glück noch zu klein, um mit der Thema, also dass ich sozusagen aus jüngster Generation da berichten könnte. Und ich selber bin sozusagen auch nur aus beruflichen Gründen dazu gezwungen worden, irgendwann einen professionellen Umgang mit Kennwörtern zu, also auch im Team tatsächlich Kennwörter nutzen, verwalten und all so eine Dinge für Dritte auch und so. Insofern, ich weiß nicht inwiefern das so, also ich glaube, dass das ganz viele noch ganz schlampig machen, auch mit immer das gleiche Kennwort überall und nur eine sehr geringe Anzahl von Kennwörtern. Safe. Ich meine, wenn man sich ein komplexes Kennwort für sein Kennwort-Safe ausdenkt, also ich könnte mittlerweile, ich kann nur noch ganz wenige Kennworte, die meisten können ich, selbst wenn ich mir fünf Minuten angucke, dann an sich wiederholen, weil sie generiert sind und ja. Aber ich weiß nicht, ob das nicht eher auch eine Frage ist, so wie, also vielleicht sogar, wenn man ein gebranntes Kind ist, dass man dann einmal anfängt, um zu denken oder so. Das ist true.
Luke
Das wäre auch meine Vermutung. Also ich beobachte das auch tatsächlich jetzt in unserem professionellen Kontext, beobachte ich das schon auch, dass die Leute, würde ich behaupten wollen, recht sichere Passwörter haben um uns herum, so unsere Kunden und Kundinnen, für die Sachen, wo wir dann mal Passwörter von denen bekommen, um uns irgendwo einzuloggen für irgendeinen Service, den die halt irgendwie gebucht haben, wo wir irgendwie was machen sollen können für die.
Luke
Ist es nicht irgendwie 1, 2, 3 geheim, ja.
Em
Aber ich habe so das Gefühl,
Luke
Dass tatsächlich die Leute privat um mich herum dann doch eher auch häufig das gleiche Passwort haben, bin ich auch nicht vorgefeilt. Also in meinem privaten Kontext habe ich schon auch Passwörter, die jetzt nicht besonders stark sind, aber natürlich nicht für die Services, die besonders schützenswert sind. Also mein Google-Account und mein E-Mail-Account und so weiter und so fort und mein PayPal-Account und mein Bank-Account, die haben schon gute Passwörter, aber dann für so irgendwelche Wegwerf-Services oder für so Services, wo ich mir denke, okay, gut, wenn jetzt hier irgendjemand mein Soundcloud-Profil finden würde, ja, na gut, okay.
Luke
Aber ich habe die Erfahrung eher, dass die Leute, die um mich herum sind, so im privaten Kontext, das auch nicht ganz so gut machen, in Anführungsstrichen. Und die spannende Frage... Das verstehe ich nicht.
Em
Weil ich finde, dass man tatsächlich auch jetzt dem Google Passwort Manager vertrauen kann. Oder Apple Passwort oder wie es jetzt nennt so. Ich glaube, dass das sicherer ist als der Zettel unter der Schreibsunterlage. Da bin ich total bei dir.
Luke
Ich glaube, das Problem ist einfach, dass es zu convenient ist, sich einfach ein Passwort überall zu merken. Also ich rede jetzt hier auch nicht mehr von den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite in dem Kontext. Also von meinen Kollegen und Kolleginnen so. Die machen das alles schon recht gut, würde ich sagen. Aber wenn ich jetzt so, keine Ahnung, einfach mal mich abends mit irgendwelchen Freunden treffe und die Frage, wie viele gleiche Passwörter hast du denn, würde ich behaupten wollen, dass 80, 70 Prozent der Leute sowas sagen. Ja, ja, für meinen Bankaccount habe ich eins und für alle anderen habe ich noch ein anderes oder sowas. Das ist so mein Empfinden.
Em
Und Em, du hattest ja vorhin auch die spannende Frage gestellt,
Luke
Sozusagen aus der, also das ist ja jetzt die Perspektive der Benutzerinnen und Benutzer, die ihr Passwort sich irgendwie, ob die jetzt in einem privaten oder in einem beruflichen Kontext sind. Also wir als Menschen, die Passwörter behalten und auswählen und anwenden müssen. Und jetzt aber die andere Sache, die du Em vorhin aufgemacht hast, so wie die Passwörter gespeichert werden auf Seiten der Services. es so. Da erinnere ich mich früher noch dran, dass ich irgendwelche Sachen gebaut habe, wo einfach das Passwort im Klartext in der MySQL-Datenbank drin war. Das war aber, keine Ahnung, vor 20 Jahren oder was. Also das wäre die Frage so, ob du da eine Erkenntnis hast, wie sich das weiterentwickelt hat. Also ich glaube auch vor 20 Jahren war das schon nicht schlau, ein Passwort in der MySQL-Datenbank im Klartext zu speichern.
Em
Zum einen vor allen Dingen, wenn dann das Passwort zu dem SQL Server auch SQL Admin war, aber ja doch, also auf der Seite glaube ich, hat sich schon einiges getan, auch die großen Hacks, die da weiß ich, Sony, Nintendo glaube ich, es waren ja so ein paar Multimillionen Hacks irgendwie und ich vermute auch die kleinen Entwickler haben irgendwann ja auf die großen Frameworks gewechselt, wo dann sich schon auch eine größere Community darum ich glaube, jetzt bei einem WordPress wird auch ordentlich dafür gesorgt, dass da die Kennwörter ordentlich gespeichert sind. Also ich glaube, da hat sich schon was getan. Ich weiß aber nicht, ob man diese ganze Sache jetzt auch, also auch da glaube ich, ist ein großer Unterschied, ob B2B oder B2C, wenn man jetzt mal so im Unternehmenskontext, also so Netzwerke, dann finde ich ganz interessant, dass die Tendenz ja, also wir hatten Kennwörter, das war irgendwann personalisierte Kennwörter, das war oft auch schon ein Evolutionsschritt, nicht mehr alles das Gleiche und eigene Benutzeraccounts und dann kamen Applikationen dazu, die wieder ein eigenes Login erforderten. Dann wurde sozusagen so eine Art Single Sign-On gefordert, dass man also möglichst wenig Kennworteingaben noch hatte. Dann kamen irgendwie Zwei-Faktor-Authentifizierung oder ist ja jetzt quasi so State-of-the-Art. Und ich weiß nicht, es gibt ja so einen Ansatz, der nennt sich Zero Trust, ob ihr davon schon mal gehört habt?
Em
Da geht es im Prinzip so um Mikrosegmentierung von großen Netzen und Applikationen, also das heißt wieder keinem Vertrauen minimalste Wirksamkeit eines Kennwortes, sodass also im Angriffsfall der Schaden klein gehalten wird. Und das alles willst du noch mit einer guten User- Experience unter einen Hut bringen, ist irgendwie auch eine schwierige Aufgabe, finde ich, für die Technik, das jetzt so elegant alles umzusetzen.
Luke
Vielleicht können wir noch einmal ganz kurz, erklären, Lutz, Single Sign-On ist diese Geschichte, wenn ich mich irgendwo anmelde bei irgendeinem neuen Service und das wird mir dann vorgeschlagen, melde dich mit deinem Google-Account an, melde dich mit deinem Apple-Account an oder melde dich mit deinem Microsoft-Account an?
Em
Nee, nee, das ist ja auch tatsächlich so ein Consumer-Ding eigentlich, dass du angeboten bekommst, sich mit deinem Google oder Facebook oder Apple-Account oder sowas anzumelden. Die machen ja aber nichts weiter als für diesen einen Dienst einen E-Mail-Alias zu erstellen und für dich sozusagen den Login zu managen. Also das ist ja nochmal was anderes. Single Sign-On bedeutet jetzt, wenn du in einem Unternehmensnetzwerk arbeitest, dann meldest du dich an deinen Rechner an und dann meldest du dich an eine Applikation an, mit der du beispielsweise Rechnung schreibst oder so und dann meldest du dich an eine andere Applikation an, dass dein Kennwort, was für deinen Rechner ist, auch in dieser Applikation weitergereicht wird. Das ist Single Sign-On.
Luke
Das heißt also, du musst dich dann in der Applikation gar nicht mehr erst anmelden?
Em
Ganz genau, ja. Sondern da sind auch die Credentials von deinem Benutzer genommen. Mhm. Ist mir doch gar nicht begegnet. Und, Anna, sicherlich ist dir das schon begegnet. Aber wo?
Lutz
Ich überlege die ganze Zeit lang.
Em
Dann weiß ich ja nicht, an was für Systeme du dich heutzutage so anmeldest, aber...
Lutz
Insta, Facebook, MySpace.
Em
Nochmal. MySpace. Also nochmal, das sind so Sachen, die halt in Unternehmensnetzwerken eine Rolle spielen. Jetzt nicht im privaten Sektor. Da hat man damit jetzt, glaube ich, weniger zu tun.
Luke
Ja, wir arbeiten ja alle in Unternehmen. Und ich habe kein Single Sign-On bisher. Außer, ich dachte immer, das, was man Single Sign-On nennt, ist dieser Microsoft und Apple und Google ID und so weiter und so fort. Ist das vielleicht einfach nur eine, ja, also wir arbeiten offensichtlich nicht mit.
Em
Naja, ihr habt keine SQL-Applikationen und so, ihr arbeitet mit ganz fanzigen Web-Anwendungen und.
Luke
Ja, genau, genau. Block.
Luke
Papierblock meinst du, ja? Kein Internetblock.
Em
Wenn das reicht und du besser. Ja, ja, ja. So, und in dem Kontext ist es, die Aussage, finde ich, also auch gerade jetzt mit dem Wissen, dass die da zu der Zeitpunkt in so einem, also die Deutsche Bahn war jetzt, glaube ich, irgendwie in dem, als sie den Artikel verfasste irgendwie, in ihrer Vita da.
Em
Ich glaube, dass so eine Aussage dann auch durchaus so diesen Mikrokosmos Deutsche Bahn mit vielleicht, keine Ahnung, 200.000 Usern oder so, ja, ist schon ein fettes Netzwerk. Und da die Aussage, Kennwörter werden keine so große Bedeutung mehr spielen, das kann einen großen Effekt haben. Ich weiß ja nicht, ob es irgendwie so eine Art Prolog oder was zu ihrem Artikel da gab, in dem sie gesagt hat, ob das jetzt so eine gesellschaftliche oder eine einfach technische Entwicklung ist, weil wenn man jetzt mal sagt, dass jemand im beruflichen Kontext an seinem Arbeitsplatz früher vier Kennwörter eingeben musste, um überall da zu sein, wo er ist. Und wenn er dann zur Pause geht und so, sagen wir mal, zehn Kennworteingaben am Tag und das kann irgendwie und jetzt klappt das nicht und jetzt wird der Helpdesk angerufen und jetzt stellt euch das bei 100.000 Usern vor und dann ist mal wieder was durcheinandergebracht und nach drei Fehlversuchen gesperrt. Wenn du da sagen kannst, ich schaffe das Kennwort ab, dann hast du eine ganze Menge Aufmerksamkeit. Voll. Im Vorstandsmeeting und so. Also deshalb ist immer die Frage, in welchem Kontext, man das sieht.
Lutz
Ja, unser Fazit bleibt aber dennoch, dass wir um die Passwörter nicht rumkommen.
Em
There's work to be done, ja. Ja, wir haben das ja dann so ein bisschen aufgeteilt,
Luke
Weil Passwörter und Schlüssel in einem Zuge genannt wurden. Und vielleicht nochmal da der Kontext, den du gerade angesprochen hast. Also der Artikel ist schon eher aus einer, würde ich sagen, es ist jetzt keine B2B-Perspektive, hundertprozentig per se. Ich glaube, das schwingt da mit. Aber da wird dann auch, sie erwähnt dann auch sowas wie Fingerabdrücke und so weiter und so fort.
Luke
Genau, also das heißt, es ist schon so ein bisschen, ich glaube, sie hat versucht, damals vielleicht auch einfach beide Welten miteinander so da reinzusetzen. Also, dass man einfach sozusagen gesellschaftlich ist.
Em
DVD-Player ist ja ein hundertprozentiger Treffer, oder?
Luke
Ja, lass uns mal, wir kommen gleich zu dem Thema Fernbedienung und so. Dazwischendrin müssen wir uns noch dem Thema Schlüssel widmen.
Em
Ja, da gab es auch einen Schlüssel.
Luke
Genau, es gab einen schlimmen Schlüssel. Und da hätte ich jetzt gedacht, also ich meine du und, also wir hier alle drei, die hier sitzen, sind ja Leute, die gerne Technik benutzen und Technik mögen und das irgendwie alles gut finden und so. Und ich hatte ja da die anekdotische Evidenz erzählt, dass ich bei Freunden, bei denen wir in München waren, wie gesagt, die eben einen Fingerabdruck haben, um ihre Wohnungstür zu öffnen. Und da hätte ich jetzt gedacht, dass das bei euch, dir, Lutz, auch was ist, wo du sagst, das ist voll cool. Vor allen Dingen, weil ihr das ja auch teilweise, wie ich das richtig im Kopf habe, auch in der beruflichen Perspektive ja doch durchaus auch anwendet, weil Leute das von euch wollen.
Em
Ja, also ich benutze eigentlich keinen Schlüssel.
Lutz
Ich bin voll das Schlüsselkind.
Em
Allerdings geht alles auch noch mit einem Schlüssel. Das hat Embraer auch ganz richtig hinzugefügt noch. Und es gibt auch da natürlich ganz unterschiedliche Arten, wie sowas umgesetzt werden kann. Und ich sag mal, ihr habt jetzt da so diese üblichen Verdächtigen angesprochen, ohne dabei zu erwähnen, dass zum Beispiel einer davon Amazon ist, also der dahinter steckt.
Luke
Ring, muss man sagen. Ring, ja.
Em
Das ist halt was, da muss man schon sich fragen, okay, da kriege ich diese Technik für verdammt wenig Geld und diese Geschichte irgendwas für ganz wenig oder sogar für laut zu bekommen, das sollten jetzt ja schon alle verstanden haben, dass die auf der anderen Seite wissen, das sind wahre Münze, um zu wandeln. Also irgendwas gibst du schon im Preis. Und jetzt muss man sagen, man kann das Ganze natürlich auch technisch so umsetzen, dass da kein Dritt davon partizipiert. Aber dann kostet es halt mehr. Und dann ist es aber auch jetzt, sag ich mal, immun gegen den Stromausfall zum Beispiel. Und wann wird sowas auch smart? Also es ist kein Türschloss, es ist smart, nur weil man keine Schlüssel mehr umdrehen muss, sondern einen Finger drauflegt. Das macht ein Türschloss nicht smart. Aber smart macht zum Beispiel, wenn du sagen kannst, bestimmte Zeitfenster, bestimmte Zonen für bestimmte Leute und solche Dinge. Also von daher, auch hier finde ich, ist es wieder, oder nee, nicht wieder, sondern hier haben wir das erste Mal vielleicht auch so einen Punkt, wo es wirklich so völlig unterschiedliche Ligen gibt, der Art der Umsetzung. Ich meine, aus Hotelzimmern kennen wir es ja schon sehr lange eigentlich, dass man nicht mehr unbedingt einen Schlüssel hat. Und ich muss sagen, wenn man heute noch irgendwo hinkommt, wo man so einen Schlüssel mit so einem dicken Bucker die andere Zeit mit den Kuchen kleben muss.
Lutz
So einen Holzklotz dran.
Em
Ich war jetzt irgendwie in den letzten Jahren ein paar Mal auf so irgendwelche alten Schlösser, die umgewandelt wurden, so zu Tagungsstätten. Und dann hast du in der Sakko fast die ganze Zeit diese 300 Gramm irgendwie. Nee, nee, die Hotelschlüssel.
Lutz
Das ist so ein Holzklotz und der kommt dann in so ein Regal rein, wo so Schlitze sind für die Holzklotze.
Lutz
Meine tatsächlich so ein
Em
Messing-Anhänger mit so einem Gummiring, damit er, wenn er an der Tür nicht so laut ist,
Lutz
Gibt es auch nicht Schlüsselanhänger. Das ist schon V2.0 dann mit Gumminoppen.
Em
Ja, da hast du den zweiten zum Beispiel oder und die zweite Reihe ging es. Ja, ja, genau, das ist so. Also für die Zuhörer? In den 80ern waren sie dicker noch.
Lutz
Wir schauen gerade wieder ein bisschen im Netz rum.
Em
Ach, der hat sogar, hat der was? Nee, ach, das sind zwölf Stück, okay.
Lutz
Der sieht vorne so ein bisschen aus wie ein Totschläger, finde ich. Naja, egal. Das ist halt, also hoffentlich lässt sich das vermeiden natürlich, dass man nicht so einen fetten Schlüssel mit sich rumschleppen muss. Allerdings wäre ich jetzt schon neugierig, welchen Anbieter nutzt ihr? Dann hast du ein Referral-Link, Können wir uns die Einnahmen teilen oder so?
Em
Naja, also das sind mehrere Sachen. Das eine ist ja, welche Sicherheitsanforderungen man an das Schloss an sich hat. Und da habt ihr ja auch einige Buzzwords genannt. Also Zeiss Icon wurde genannt. Die gehören allerdings schon eine ganze Weile zu Assa Abloy. Und das ist tatsächlich der größte Schießanlagenhersteller der Welt und Sicherheitstechnikhersteller der Welt. Und die stellen zum Beispiel Motorschlösser her. Also als Beispiel um eine Haustür sicher zu machen Installiert man ein Motorschloss in Kombination mit selbst schließenden Fallen. Also mehrere Riegel, die immer, wenn die Tür zugeht, wird die automatisch verschlossen. Man muss nie wieder abschließen. Und um zu öffnen, muss ein Motor angetrieben werden, der die Verriegelung öffnet. Womit man den Motor jetzt ansteuert, ist eben selbst überlassen. Theoretisch kannst du dir da einfach ein einfaches Relais bauen, was auf irgendeinen Schlüssel oder Fingerabdruck oder was auch immer den Stromkreis schließt, sozusagen reagieren lässt. Wir integrieren sowas in Hausautomationen. Der Firma Loxone ist ein österreichischer Hersteller. Und da ist, glaube ich, ein Hauptaugenmerk, neben ganz viel smarten Zeug, was die können und so weiter, aber es hat eine komplette Offline-Fähigkeit. Also man braucht für diesen Betrieb kein Internet. Und Strom? Strom brauchst du natürlich schon, aber auch da gibt es interessante USV-Konzepte, wie die lebenswichtigen Funktionen deines Hauses dann auch während des Stromausfalls lange am Leben erhalten kannst.
Luke
Aber du brauchst wahrscheinlich dann schon ein, in Anführungsstrichen, Internet innerhalb deines Hauses, also ein Netzwerk meine ich damit.
Em
Ja, du brauchst ein Netzwerk, ja, aber das ist ja natürlich ja,
Luke
Ja, das ist kein Internet, ich weiß, ich weiß, aber du brauchst halt irgendeine Verbindung zwischen Tür und irgendeinem Computers, in Anführungsstrichen, der irgendwo steht im Keller, der dann halt weiß, ah, Fingerabdrück, richtig geschehnt oder was auch immer, Näherungssensor mit dem und dem NFC-Ding nah genug und hier gleiche ich das ab mit meiner Datenbank, die ich hier abgespeichert habe und öffne Tür jetzt.
Em
Ihr habt das ja auch angesprochen, dass sowas gehört, finde ich, auch zu einem Smart Home. Ist ja nicht der Lichtschalter, der alle Lichter ausmacht oder gehört ja ein bisschen mehr zu. Unter anderem natürlich auch ist es konsequent so zu Ende gedacht, dass halt so eine Sachen wie Jalousien, ja, auch Notfallhalten, Batteriebetrieben wenigstens einmal hochgemacht werden können, um wieder aus dem Fenster gucken zu können. Und nicht im Zweifel irgendwie eine Woche hinter verschlossenen Jalousien zu sitzen.
Em
Naja, aber insofern, Schlüssel ist immer noch der finale Opener. Und es ist auch tatsächlich so, dass ich am Ende des Tages ist auch irgendwo noch ein Schlüssel versteckt. Wenn alle Stricke reißen, aber ansonsten im Alltag komme ich ohne Aussehen.
Lutz
Hattet ihr denn jemals so eine Situation, wo die Technik versagt hat und ihr dann quasi auf den analogen Schlüssel zurückgreifen musstest?
Em
Ja, ich habe so ein vermalerdeites 24 Volt Netzteil. Das hat mal den Geist aufgegeben und das habe ich erst, also das Telefon rangehalten, dann habe ich so ein Chip da rangehalten, dann habe ich den Code eingegeben und ich wollte es nicht schneiden, dass einfach der Antrieb fährt. Also es gab schon mal einen technischen Defekt und dann war es der Schlüssel. Es gibt ja auch, also Oma und Opa haben auch Schlüssel und so ein Chip und eigentlich wollte ich ihn den Schlüssel irgendwann mal wegnehmen, weil wenn der Chip verloren ist, dann ist es halt einfach auch schneller entzogen sozusagen. Sagen, aber der Schüttel ist schon noch besser.
Lutz
Auch mein Gefühl. Der Schlüssel ist so die letzte Rettungsinstanz, die man haben muss, wenn alle Strecke reißen.
Em
Aber ich würde nur sagen, auf der anderen Seite gibt es auch viel Komfortgewinn. Also ich kann auch jedes Tor und jede Tür aus der Ferne öffnen. So Strom und Internet da ist. Jetzt braucht man dann schon irgendwann Internet. Und das kann auch ganz interessant sein, um irgendjemanden reinzulassen, wo man vorher nicht wusste, dass der kommen würde. Oder schon vor einem da ist oder so.
Luke
Ja, oder Freunde oder irgendwas, Familie oder irgendwie so, ne?
Luke
Der Einbrecher ruft an und dann fragt er dreimal freundlich und dann lässt er Lutz ihn doch rein.
Lutz
Natürlich, komm rein.
Luke
Nee, was ich mich interessiert an der Stelle ist, also weil das ist etwas, was ich mit dem ich bisher gar nicht konfrontiert war und Em, du hast das letztes Mal auch erzählt, ihr habt diese Schlüssel gehabt, die so irgendwie gechippt sind und so, aber mir gibt noch ein Stückchen weiter darum, hast du, Lutz, irgendwann mal so eine Situation gehabt, also wie gesagt, ich hatte es nicht, aber wo du einen Kontext hattest, wo gar nichts mehr mit physischem Schlüssel ging, also bist du mit sowas schon mal konfrontiert gewesen oder habt ihr irgendwie sowas auch schon mal machen müssen, umsetzen müssen, weil die Leute wollten, nee, nee, da will ich gar nicht mehr, dass ein Schlüssel da ist und so.
Em
Ja? Ja, ja, ja, wobei, selbst da gibt es Notfallschlüssel, da ja die Türen und so weiter, die sehen ja, die sehen ja irgendeine Fließung vor auch. Also du hast ja eh die ganze Mechanik und so weiter hast du da und deshalb am Ende des Tages dann auch einen Zylinder reinzustecken für den Fall der Fälle, aber ansonsten ja in mehreren Konstellationen. Also in Sicherheitsumgebungen ist das in der Regel der Fall und ich kenne es auch aus Vereinzelungsschläuben für Zugang zu Rechenzentrum, also auch zu unserem Rechenzentrum ist es so, dass du Handvenenscanner und Zutrittskarte und Code brauchst, also drei Faktor und einen Schlüssel gibt es halt nicht mehr.
Luke
Und das heißt also, wenn es dann doch noch irgendwie, also bei den Stellen, wo es dann eigentlich doch noch irgendeinen Schlüssel gibt, dann muss man irgendwie dieses Ding, was vor dem Schloss sitzt, einfach irgendwie abschrauben und dahinter ist dann doch noch ein Schlüsselloch. Oder wie muss ich mir das vorstellen?
Em
Nee, also jetzt beim Rechenzentrum muss ich gestehen, da, ich meine letztendlich ist ja eine Karte auch ein bisschen wie ein Schlüssel. Und da wird es aber auch irgendjemand geben, der da einen Schlüssel hat. Wahrscheinlich, also vermute ich, muss ich gestehen, dass ich die Türen, also es gibt ja da so Bereiche, wo die Löschgase sind und die großen USV-Batterien und so weiter, da haben die auch Schlüssel, wenn sie einen da durchführen, aber für die Rechenzentrums-Bereiche ist es wirklich so, dass wenn ich da reingehe, brauche ich keinen Schlüssel, sondern diese drei Faktoren, die ich eben genannt habe und da habe ich jetzt noch nicht drauf geachtet, ob man aber ich glaube, die könnte man jetzt nicht mit Einschlüsselung gehen. Das wäre ein bisschen komisch.
Luke
Das wäre ein bisschen komisch, aber interessant wäre ja, ob irgendwo noch ein Schlüsselloch ist, was man einfach irgendwie bedienen könnte, falls dann irgendwie...
Em
Oder so ein BH-Bügel einfach...
Luke
Naja, also da geht es mir gar nicht darum, das Floss zu hacken, in Anführungsstrichen, also sich sozusagen da rein zu Dietrichen oder wie, sondern vielmehr um diese Redundanz, falls dann doch mal irgendwie die USV, also die unterbrechungsfreie ... Stromversorgung ausfällt, dass man doch noch da reinkommt in diesen Raum irgendwie und nicht da drin irgendwie, weiß ich nicht was, irgendwas anderes passiert, was man vielleicht nicht will oder da ganz wichtige Sachen sind, die man irgendwie rausholen muss, irgendeine Festplatte da rausreißen muss oder was. Und das fände ich irgendwie spannend, aber vielleicht, keine Ahnung, kannst du ja nochmal, wenn du das nächste Mal da reingehst, schreibst du mal nochmal eine WhatsApp-Nachricht und machst Fotos und fliegst dann gleich raus mit Handschellen und so, weil, darf man ja bestimmt nicht. Nee, aber kannst du ja einen Nachklapp nochmal schicken und dann können wir es irgendwann mal in Zukunft nochmal nachreichen.
Lutz
Wir sprechen in fünf Jahren nochmal darüber, würde ich sagen.
Luke
Genau, ist gut. Ja, ich mache gleich hier eine Erinnerung in den Kalender.
Lutz
Lutz ist ehrengast in fünf Jahren.
Luke
Ja, dann lasst uns mal weitergehen zu dem anderen Punkt, wo wir schon vorhin kurz angeeckt sind und ich euch kurz gebremst habe, zu den DVD-Fernbedienungen, DVD-Player-Fernbedienungen und natürlich alle anderen Fernbedienungen dieser Welt, die man da so braucht. Und da war ja mein Punkt, wo ich so dachte, das hat doch der Lutz bestimmt alles auf seinem Handy und drückt dann auf, keine Ahnung, Abspielen und Leinwand runter und dies und das und jenes.
Em
Doch, also tatsächlich kann ich alles vom Handy aus machen, klar. Und auch schon seit sehr langer Zeit, weil ich auch schon lange dieses Fernbedienung-Wust-Light bin. Aber mittlerweile ist es eigentlich auf eine, in dem Fall Apple TV-Fernbedienung, die sich in etwa so bedient wie so eine Samsung-Fernbedienung, die auch so ein Joystick- und Lauterleiser-Programm plus minus hat. Home zurück und vielleicht noch zwei Tasten oder so. Ja. Weil nämlich die Zapperei auf einem Smartphone ist einfach kacke. Also man kann nicht, finde ich, ohne hinzugucken, trifft man nicht gut. Und die Haptik zum Knopf zu drücken, plus minus, lauter leiser auch und so. Lauter leiser kann ich tatsächlich auch immer dann über alles, da passiert es manchmal, dass es an der Uhr, dass ich es aus Versehen lauter oder leiser stelle. Aber nein, tatsächlich die Evolution der Farbenbedienung, also ich weiß nicht, ob das Modell kriege ich jetzt gar nicht mehr aus dem Kopf hin, aber gib mal ein Sony Touch Display Fernbedienung 90er Jahre.
Lutz
Ach, ganz dunkel. Die hatte doch eine LCD-Firma.
Em
Ja, yes, das ist ja schon gleich die erste, links oben. Das war halt noch Touchscreen und zwar nicht kapazitiv. Das kennen ja Leute vielleicht früher noch so von Kopierern. Das wurde wirklich die am besten mit einem Stift oder so raufgetickt hast. Das war so schlecht. Hat er den Hintergrund beleuchtet? Na, Moment mal. Und du konntest halt alle anderen Fernbedienungen einlernen. Aber hat es denn so einen Riesenklotz? Und dann gab es ja, glaube ich, wenn es nicht sogar immer noch Logitech, Harmony oder so, glaube ich, ist für viele so eine Universalfärmung. Habe ich allerdings nie gemacht, muss ich gestehen. Ich habe mich lange Zeit damit abgefunden, dass man zum Beispiel die Lautstärke vom Verstärker mit was anderem geregelt hat als jetzt Programm oder irgendwie sowas. Aber gibt es die immer noch? Ist das auch schon alt hier? Bei Amazon gibt es die noch. Guck mal, ganz schlimm.
Lutz
Wer weiß, vielleicht gibt es da auch eine aktuelle Version von.
Em
Aber natürlich, wenn man mal überlegt, für was es alles Fernbedienungen gäbe. Also ich ärgere mich eigentlich, wenn ich für irgendwas heutzutage noch eine Fernbedienung bekomme, wo ich auch eine App für haben könnte. Aber für das Essentielle, ich weiß gar nicht, ob das noch so viele machen, lineare Fernsehgucken, finde ich, ist eine tastenbasierte Fernbedienung, die man blind bedienen kann. Aber das mag auch daran liegen, dass es, also ich hatte schon noch eine, ich bin aufgewachsen in einer Zeit, in der, schon mit Fernseher, aber nicht mit Fernbedienung. Und um aus den vier Programmen wählen zu können, musste man schon aufstehen und dann gab es irgendwann ein Upgrade, das war die kabelgebundene Fernbedienung. Ach, geil. Da hatte man so eine 5 Meter Strippe.
Lutz
Ich hatte ferngesteuerte Autos mit Kabel, ich fand mir ein Lohn.
Luke
Sind die dann wirklich ferngesteuert?
Em
Naja, weiß ich nicht. 1,5 Meter. Also die Kabel bestimmt die Ferne, ne?
Lutz
Richtig. Distanz durch Nähe. Nähe durch Distanz. Ja. Ich bin jetzt irgendwie zweigeteilt. Einerseits habe ich das Gefühl, du bist voll auf meiner Seite, weil bei mir ist das Thema Haptik auch ganz vorne. Es muss einfach praktisch sein, sich gut anfühlen. Auf der Glasscheibe ist es nicht so cool, würde ich sagen. Auf dem Corning Gorilla Glass Stufe 4 oder 5. Aber auf der anderen Seite mit den Apps, also haben und können, kann ich auch. Ich habe Die Apps aber benutzen tue ich sie nicht wirklich. Wie sieht's bei dir aus, Luke?
Luke
Ja, also ich hatte ja letztes Mal schon gesagt, also lineares Fernsehen, weil ich finde, das ist ein sehr guter Punkt, Lutz, wo braucht man überhaupt noch eine richtige Fernbedienung? Also wo ist der Use Case für eine Fernbedienung? Und der ist eigentlich aktuell ja nur in dem Moment, wo du genau, wie du gesagt hast, irgendwie Fernsehen konsumierst. Und ich finde, da müsste man jetzt nochmal genau unterscheiden, hast du ja auch schon gesagt, zwischen linearem Fernsehen und so Kram, den ich halt mir irgendwie zusammenklicke, in Anführungszeichen. Und fürs lineare Fernsehen, ja, da brauchte man eigentlich immer diese Fernbedienung, weil der Fernseher so, ne. Und jetzt haben wir aber alle diese Fernseher, die gleichzeitig auch ein Smart-Fernseher sind, also Smart-TV. und dann hast du ja eigentlich gar kein weiteres Gerät mehr. Dann hast du keinen DVD-Player, keinen Blu-Ray-Player und so weiter und so fort. Und für viele Leute gehöre ich auch nicht dazu, aber das ist wahrscheinlich da draußen, habe ich das Gefühl, der größere Case in einem Privathaushalt. Haben halt irgendeine Spielekonsole da stehen, die eigentlich diese Funktion übernimmt. Und dann hast du eigentlich auch eine Fernbedienung, nämlich den Controller, mit dem du irgendwie da mehr oder weniger alles machst. Oder hast du vielleicht doch noch irgendeine Fernbedienung, die hier per HDMI quasi die Signale weiterleiten kann mit diesem CEC-Standard. Ich weiß nicht, ob irgendjemandem das bewusst ist, dass man auf, ich habe auf meiner Fernbedienung von unserem Fernseher gibt es einen CEC-Knopf und mit dem Knopf kann ich umschalten, was ich jetzt quasi mit der Fernbedienung bediene. Ob ich den Fernseher bediene oder irgendein anderes über HDMI angeschlossenes Gerät. Und das gleiche ist ja quasi mit einer Spielekonsole, theoretisch. Also ich habe einen Fernseher da stehen und ich habe meine Spielekonsole und habe eigentlich zwei Fernbedienungsgeräte, nämlich einmal den Controller und einmal die echte Fernbedienung vom Fernseher. Und dann könnte ich auch mit der Fernbedienung vom Fernseher wahrscheinlich umschalten und sagen, ich bediene jetzt mit hoch, runter, links, rechts und enter und zurück und so bediene ich jetzt einfach die Playstation oder was auch immer ich da habe.
Lutz
Das ist eine Schätzung, ne? Blasphemie. Geht das?
Luke
Was? Ob das geht, was ich gerade erzählt habe? Ja, auf jeden Fall geht das. Also mit CEC geht das definitiv. Das weiß ich, weil ich an meinen Fernseher, an unseren Fernseher zu Hause hier, habe ich ein Raspberry Pi angeschlossen, wo ich ein Media Center drauflaufen habe, mit dem ich dann irgendwelche Sachen mir angucken kann. Und da kann ich dann mit dem, sobald der Fernseher auf dem HDMI-Kanal in Anführungsstrichen steht, wo der Raspberry Pi angeschlossen ist, bediene ich mit hoch, runter, links und rechts und so, bediene ich dann das Media Center. Gehe also sozusagen da rein und raus und so weiter und so fort. Also es ist keine Blasphemie hier, unterstelle mir jetzt hier nicht sowas, sondern das ist tatsächlich, in my real life, this is happening to me. Und genau, also, aber wie komme ich jetzt wieder zurück? Ich bin hier voll weit weg gerannt, keine Ahnung, ich weiß nicht mehr, wo ich abgebogen bin. Helft mir mal, Leute, wo bin ich abgebogen?
Em
Na, du meinst, dass es darauf ankommt, was man denn überhaupt fernsteuern will. Und das lineare Fernsehen. Und ich glaube, darauf kann man sich vielleicht verständigen, dass es sozusagen für das lineare Fernsehen ist trotz des App-Angebots eine klassische Fernsehung, die man blind irgendwie neben sich ohne raufzugucken bedienen kann, das Beste, was es gibt, oder?
Luke
Würde ich auch sofort unterschreiben, ja. Vielleicht braucht es einfach in Zukunft mehr sowas wie dieses Logitech-Harmony-Geschichte, Also, dass man da irgendein, gutes, haptisches Gerät hat, mit dem du einfach mehr, deutlich mehr Geräte gemeinsam bedienen kannst.
Lutz
Das brauchst du nicht mehr, Bro. Neuralink wird das für dich regeln.
Luke
Ja, ich wollte gerade sagen, vielleicht möchte ich das aber gar nicht. Emra, vielleicht möchte ich das gar nicht.
Lutz
Ihr Hinterwäldler, ihr ewig Rückständigen.
Luke
Ja, na gut, okay. Dann schauen wir mal, was wir in fünf Jahren dazu sagen. Da bin ich sehr gespannt, wie sich das verändern wird.
Luke
Für die Fernbedienung.
Lutz
Für den Chip. Nächstes Thema. Papierverträge.
Em
Ja, da habe ich echt gedacht, Lukas, du Greenhorn. Und dass du ihn überhaupt so lange hast fasern lassen, Emu, ja.
Lutz
Ich finde es aber schön, ich höre Luke gerne zu. Und außerdem ist unser Gentleman's Agreement, dass es zwei Perspektiven auf eine Sache gibt. Und ich glaube, es gibt auch noch eine Welt da draußen, die genauso funktioniert. Mit Papier. Papier. Oder wie siehst du das, Lutz?
Luke
Aber jetzt, mein Punkt war ja, ob das ein rechtlich bindender Vertrag ist in Deutschland.
Em
Also am Ende unterzeichne ich auch Jahresabschlüsse oder auch Kaufverträge oder also alles. Außer notarielle Verträge.
Luke
Aber nur weil du es unterzeichnest, ist es ja nicht vielleicht tatsächlich dieser rechtlich bindende Aspekt. Nur weil vielleicht, also wie das klassische Ding, wo kein Anwalt, wo kein Kläger, da kein Richter und so. Also nur weil das vielleicht noch nie zu irgendeinem Streitfall gekommen ist, wiegst du dich in Sicherheit. Ich weiß es ja nicht, keine Ahnung.
Em
Also... Zum einen muss man sagen, wenn das Finanzamt sich darauf einlässt. Und ich glaube, die wollen schon eine Unterschrift haben, damit sie jemanden...
Luke
Aber lässt das Finanzamt sich tatsächlich darauf ein, dass du was genau unterschreibst?
Luke
Die Steuererklärung. Und die unterschreibst du wie? Erklär mal nochmal genau, wie du die unterschreibst, dann digital?
Em
Also in meinem Fall mache ich es mit Adobe Sign. Okay. Was aber daran liegt, dass das Steuerberodest mit Adobe Sign.
Luke
Okay. Spannend. Unser Steuerbüro schickt uns jedes Mal diesen Papiersteuerabschluss quer durch Deutschland, um uns das unterschreiben zu lassen. Also das heißt, das war ja auch so ein bisschen meine Vermutung, dass wenn man sich auf Adobe Sign verlässt, dass es dann doch eine Art ist, was quasi rechtlich bindend okay ist für viele, viele, viele Parteien.
Em
Es ist auch konfrontabel aus User-Sicht, muss ich sagen. Nicht nur, dass nicht irgendwas hinterher geschickt werden muss, sondern ich habe auch überall, wo ich mich mit meinem Dobe-Account anmelde, alle meine Verträge irgendwie parat. Also ich muss sagen, jetzt, wenn man mal ein bisschen spitzfindig ist, eine digitale Unterschrift für elektronischen Zahlungsverkehr, das haben wir auch schon seit 20 Jahren. Also das ist jetzt ja, nur weil das jetzt Vertragsform und letztendlich ist ja so ein Überweisungsauftrag auch eine Art Vertrag, ja. Also sagt der Bank hier, ich möchte, dass du das dahin überweist. Und früher hast du den Überweisungsträger unterschrieben und in den Briefumstark gesteckt und seit Online-Banking, also bestimmt schon 20 Jahre, hast du eine digitale Unterschrift. Und jetzt hast du es dann halt auch in so einer Art visuellen Unterschrift. Und ob das nun deines oder nicht, da muss dein E-Mail-Account gehackt worden sein, damit überhaupt eine Chance besteht und wahrscheinlich noch ein bisschen mehr als nur dein E-Mail-Account, um sowas dann wirklich ordentlich durchzuziehen. Weil in deinem E-Mail-Account kriegst du auch nur die Aufforderung, irgendwas zu unterschreiben. Und wenn du das da abfangen kannst und so weiter. Aber unterm Strich, weißt du, so eine Unterschrift hat schon immer den Makel, dass es von jemand anders sein kann. Rein hypothetisch, man stelle sich vor, Kinder im Alter zwischen 10 und 16 hätten diese Potenzial jemals erkannt.
Lutz
Auf dem Schülerausweis.
Em
Und jetzt ist die Frage, wie oft wird denn in irgendeinem Rechtsstreit eine forensische Analyse gemacht, ob jetzt die Unterschrift wirklich von jemandem ist oder nicht. Vielleicht in irgendeinem fetten Erbschaftsrechtsstreit, wo sich denn noch diese Gutachter kosten im Grunde oder so. Aber ansonsten musst du doch sagen, wisst ihr, wenn beide Seiten einen Vertrag unterzeichnen, der Vertrag wird dann auch gelebt, und jetzt kommt nach, irgendwann kommt einer von Beden an und sagt, ach übrigens, das habe ich ja nicht unterschrieben. Na dann ist ja auch die erste Frage, wie aber jetzt, ihr zahlt hast du die ganze Zeit oder auch das Geld angenommen hast, auch die ganze Zeit, eins von beiden, je nachdem, welche Vertragspartei man nun ist, so, wisst ihr? Also, wird dann schwer so, ne? Also, ja,
Lutz
Ja, stimme ich voll zu, voller Knowledge. Erstmal, ich finde deinen Akzent cool. Du hast den richtig original Berliner Akzent, Loth. Das ist mir jetzt gerade nochmal aufgefallen. Ich finde dich richtig geil.
Em
Das ist immer cool. You're welcome.
Lutz
Das zweite ist tatsächlich,
Em
Ich sehe es genauso wie du,
Lutz
Sehe aber auch, dass es tatsächlich noch Instanzen gibt, wie der vorgenannte Notar
Em
Mit der Telefon- und der
Lutz
Portopauschale und dem Faxgerät. Und das nach wie vor so ist, wie Luke es gesagt hat. Und das Papier ist sozusagen die härteste Instanz in dem Fall. Aber es ist aus der Gesellschaft raus.
Em
Aber wenn man jetzt mal so die Speerspitze der Rechtssicherheit nimmt, also jetzt auch die Kommunikation zwischen den Anwälten und den Gerichten findet heutzutage vorzugsweise über die digitale Akte statt. Also wenn bei Gericht Papierakten eingehen, dann wird echt mit den Augen gerollt. Was soll das hier? True, ja. Und auch Fax und so, das ist zwar immer noch rechtssicher, aber es ist echt oldschool und sorgt für Stirnrunzeln.
Luke
Naja, ob Fax rechtssicher ist, gibt es ja sowieso viele, auch noch viele Aspekte dabei, ne? Weil irgendwie Fax kannst du doch auch irgendwie recht eintragen.
Em
Ja, fristwahrend, ne? Fristwahrend. Also bei Gericht ist ja immer so, dass irgendwas bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eingegangen sein muss noch und das kann man heutzutage per digitalem Anwaltspostfach ins Gerichtspostfach einbringen oder man kann nur noch einen Fax schicken.
Lutz
Hört, hört. Lutz kennt sich aus mit Rechtsstreitigkeiten, nehm ich daraus. Okay, es bleibt unkommentiert.
Em
Gerne kommentiert, vornehmlich resultierend aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Handelsrichter. An der Kammer für Handelssachen. Ich glaube seit 15 Jahren. Und schon ein paar ganz interessante Rechtsstreit.
Lutz
Sehr cool. Hast du auch so einen Hammer, mit dem du dann auf den Tisch kloppen kannst?
Em
Nee, einen Hammer gibt es nicht. Schade. Aber wir sind drei und alle gleich stimmberechtigt und das ist schon auch gutes und wichtiges Konzept, dass du Es ist ja ein hauptamtlicher Richter oder Richterin und zwei Unternehmer. Also das ist auch jetzt nicht so schaffenmäßig, dass du dich da bewerben kannst, sondern du wirst da vorgeschlagen auch aufgrund deiner Erfahrung in der Geschäftswelt sozusagen, B2B. Und dann bringt man halt hin und wieder schon beide Unternehmer oder Unternehmerinnen neben dem Richter und bringen oft schon Input, den der so aus seiner reinen formal-juristischen Sicht nicht berücksichtigt hätte oder nicht gesehen hätte. Und wir lernen natürlich viel, wie gewisse Dinge gehandhabt werden oder wie gewisse Dinge laufen sozusagen. Und interessant, bei der Kammer verhandelt Sachen werden aber auch Dinge verbraucherzentralen klar gegen große Händler oder so und tatsächlich kann ich da wenn dieser kleine Ausflug gestattet ist die könnt ihr ja rausschneiden, macht er hoffentlich auch Nö.
Lutz
Erst recht. Also Leute, wenn euch Wirtschaftskriminalität interessiert, dann seid ihr jetzt an der richtigen Adresse.
Em
Thematisch verbunden. Ich habe tatsächlich an zwei Urteilen mitgewirkt und auch an den Verhandlungen dahin. Einmal gegen Amazon. Da ging es um Bevorratung von Artikeln zum Black Friday. Die haben so Stundenfenster, in denen sie die Dinger bereit halten. Und wenn du dann irgendwie eine Minute später einkaufst, dann ist der Preis wieder normal und so. Und dass das nicht mehr ganz so dirty geht. Und das andere war gegen Ryanair. Und zwar hatten die die Preise immer in Pfund auf ihrer Webseite. Und du konntest erst recht spät zu so einem Buchungszeitpunkt dann sagen in Euro. Und dann haben sie immer eine Umrechnungsgebühr draufgeschlagen, die das wirklich nochmal richtig teurer gemacht hat.
Em
Müssen sie seitdem deutlich, seit unserem Urteil deutlich transparenter machen. Und du musst von Anfang an sehen, was der Euro preis ist.
Em
Also solche Sachen werden auch gemacht. Nein, aber da kommt diese spannend, dieses etwas mehr über Leidenwissen her.
Luke
Aber das ist ja total passend hier zu dieser Technikwelt. Also Amazon und Ryanair, alles Online-Sachen, wo irgendwas online passiert, in Computers drin, wie ich professionell immer sage. Also das passt ja voll gut dazu. Ist gleich eine wunderbar neue, schöne neue Podcast-Idee entstanden. Wir drei unterhalten uns über so eine Sachen. Sehr gut.
Em
Machen wir einen ganz anderen eigenen Podcast auf.
Luke
Ja, also okay, Papierverträge finde ich nochmal einen spannenden Punkt. Ich würde mir, also ich habe das ja immer, also ich finde einen spannenden Punkt, was du ausgeführt hast, weil ich würde mir das ja unfassbar gerne wünschen, dass ich alles nur noch digital machen kann. Dass ich immer mit Adobe Sign Sachen unterschreiben kann, dass ich überall meine Unterschrift hochladen kann oder in irgendeinem Fensterchen in dem Browser mit meiner Maus das zeichnen kann. Oder ich irgendwie, habe ich letztens gesehen, fand ich total, war richtig toll, war richtig begeistert. Berlin.de, habe ich irgendeinen Antrag gemacht und musste irgendwie Dokumente anhängen. Und dann gab es so einen QR-Code, den ich scannen konnte mit dem Handy. Dann habe ich so mit dem Handy gescannt, konnte dann mit dem Handy quasi in, dieses Formular in Anführungsstrichen reingehen mit und konnte dann mit der Handykamera über die Webseite, ich musste keine App installieren, sondern einfach nur eine Webseite, konnte ich direkt ein Foto machen von dem Dokument, was ich noch anhängen musste, da habe ich das fertig gemacht, fertig gedrückt und weiter am Computer und dann war auf einmal die Datei da, in diesem Formular, in das ich mit dem Computer gerade mich sozusagen, ausgefüllt hatte.
Luke
Ich fände es, ich als Privatmensch und ich auch als Unternehmensmensch, der viel in der B2B-Welt unterwegs ist, fände es total toll, wenn ich eigentlich 95 Prozent der Sachen komplett online machen kann. Hört sich jetzt so an, als könnte ich nur irgendwie 20 Prozent machen, stimmt natürlich auch nicht. Ich mache sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel alles irgendwie online, aber gerade jetzt hier zum Beispiel diese Geschichte mit unserem Steuerberater, Steuerberatung, die uns irgendwie diese Dokumente quer durch Deutschland schicken. Und dann sitzen wir auch nicht ständig zusammen in einem Büro. Das heißt also, es landet bei meiner Geschäftspartnerin und dann muss meine Geschäftspartnerin das unterschreiben und das dann an mich per Post schicken, weil wir uns recht selten sehen und so, damit der Jahresabschluss dann unterzeichnet und da muss ich das wieder abschicken zum Steuerberater per Post und so. Und das würde ich gerne, dass all dieser, ich schmunzle auch manchmal, weil ich denke, das kann doch nicht sein. Naja, wurscht, aber ich würde mir auch wünschen, dass ich deutlich weniger Papierverträge machen müsste. Aber ich habe hier zum Beispiel eine andere Sache liegen, das ist vielleicht noch das letzte Gedanke dazu. Unser Kind geht zum Parcours Training und das Kind, und das braucht natürlich hier so einen Mitgliedsvertrag dabei und das habe ich hier in Papierform hier neben mir liegen und das musste das Kind eigentlich mitbringen dorthin. Dann hat sie es irgendwie vergessen, dass es in der Schultasche war und so weiter und so fort. Und jetzt können wir es auch per Scan hinschicken. Yes, ist okay. Aber eigentlich wollen sie es natürlich lieber in Papierform da haben.
Em
Aber das ist jetzt wieder eine Sache und ich glaube, da kann man auch noch jetzt nochmal einen Bogen schließen zu der Ausgangsthese, dass es verschwunden sein wird. Also, dass ich jetzt so ein kleiner Parcoursverein keine digitale Infrastruktur für so ein komplettes digitales Vertragsmenschnitt leisten kann, würde ich Ihnen nachsehen, weißt du. Also, oder ich weiß jetzt nicht, was da für ein Mitgliedsbeitrag drinsteht. Aber wenn man jetzt mal die Anzahl von Unterschriften, die tagtäglich geleistet werden, sieht, dann wird es vermutlich stimmen, die These, dass die Papierunterschrift der geringere Anteil ist. Also ob es denn das Päckchen quittierst du irgendwie auf so einem digitalen Ding. Also die Empfänger, die großen Empfänger von Unterschriften, haben natürlich ein massives Interesse daran, die Prozesse zu entpapyrisieren, wie sagt man das?
Em
Ab heute schon. Habt ihr das mitgekriegt mit dieser Waffe, die Donald Trump, über die er nicht reden darf, die sie dann in Venezuela eingesetzt haben? Irgendwie der Lumberizator oder so. Habt ihr das mitgekriegt? Er hätte auch diesen Namen gefunden. Das ist völlig crazy. Ich hab jetzt leider Gottes den irgendwie so Lumberizator. It lumberates everything. Er meinte irgendeine Technik, die ein Zeit dafür sorgt, dass deren gesamte Infrastruktur nicht funktioniert.
Lutz
Reichen wir nach, Leute. Lumberizator.
Em
Also zu digitalisieren. Kurierstab, ja. Und das ist einfach die Zahl, wenn du zahlst musst du dir, wann musst du dir nochmal eine Unterschrift leisten so,
Luke
Ja. Ja, ich bin voll bei dir.
Em
Auf dem und schon auf dem Stück Papier, noch seltener, also mhm, scho
Luke
Genau, jetzt schließen wir das Thema Papierverträge ab und widmen uns dem letzten Meilenstein hier, die letzte Bastion der analogen Dinge in Deutschland, dem Bargeld.
Lutz
Ich starte mit einer offenen Frage an euch alle, an die zahlreichen Zuhörer nicht, aber an euch beide. Wie viele 500er habt ihr im Portemonnaie gerade?
Luke
Aber gut, wir haben ja letztes Mal schon festgestellt, die 500er sind verboten, in Anführungsstrichen, also werden nicht mehr ausgegeben.
Lutz
Nicht mehr so beliebt.
Luke
Naja, beliebt wären sie vielleicht schon, aber sie sind einfach mittlerweile rar und deswegen vielleicht noch beliebter als vorher, Angebot und Nachfrage und so, aber egal, darum geht es jetzt nicht.
Lutz
Ich meinte die EZB, die EZB findet ihr nicht
Em
Mehr so cool. Ich habe dieses Thema mit meiner Frau angesprochen, dass das eins dieser fünf Themen in eurem Podcast waren. Und dann meinte sie so, was, es gibt einen 500er, oder? Und dann meinte ich so, ja, na klar. Und dann kamen wir natürlich auf D-Mark, weil wir beides Kinder der D-Mark sind. Und da meinte ich, es gab ja auch einen 1000-Mark-Schein. Und sie, was, es gab einen 1000-Mark-Schein? Der war braun. Es gab ein Tausend, ein Fünfhundert, es gab kein Zweihundert.
Lutz
Du kannst aber bitte nachgucken, welche Farbe der Tausendmark-Schein hatte.
Em
Ja, der war braun, richtig.
Luke
Da ist er, der bärtige Mann.
Lutz
Wer war der bärtige Mann?
Luke
Der sieht echt sehr bärtig aus. Okay, warte, wir scrollen schnell.
Lutz
Das sind wirklich schöne Scheine, muss man sagen.
Luke
Wir scrollen schnell mal dahin. Es ist lang vorbeigescrollt. Also, der braune Riese ist ein Kopfbild von Lukas Kranach, dem Älteren, nachempfunden. Das Original zeigt vermutlich den Astronomen Johann Schöner.
Lutz
Mhm, super spannend. Ich muss sagen, die DM waren richtig schöne Geldnoten.
Luke
Ja, ist das vielleicht Reminiszenz und so Nostalgie und so, wo man so denkt, ja, das war früher und so und das war alles toll und viel besser und so und jetzt doof, Euro, keine Ahnung.
Em
Aber jetzt wie war denn eine Frage immer? Ja.
Lutz
Meine Frage war, ob du einen 500-Euro-Schein im Portemonnaie hast.
Lutz
Du hattest dann gesagt, dass du nur einen 1000-Mark-Schein hast.
Em
Aber ich kenne jemanden, dessen Namen ich jetzt auch mit der keinen Umständen sage, der immer ein 500-er im Portemonnaie hat. Und immer, wenn es dann so an Zahlen geht, sagt er, ach Mann, scheiße, ich habe jetzt nur 500-er-Zahlen. Sagst du mal?
Luke
Kann doch nicht wahr sein.
Lutz
Die mit den Zehnern vorschieben. finde ich schlau. Ich werde mir auch mal einen zulegen, wenn ich irgendwo noch einen kriegen kann.
Lutz
Vielleicht drücke ich mir einen.
Luke
So immer beim Späti so, ich habe jetzt nur den 500er. Das ist kein Problem, ich kann dir jetzt bar bezahlen, aber ich habe nur den 500er. Was macht der denn dann? Das ist eine voll die gute Idee. Drückt man sich einfach so einen 500-Euro-Schein aus, tut den ins Portemonnaie und sagt immer, ich habe nur den, dann wird es natürlich schwierig, wenn dann irgendjemand mal sagt, ja, kein Problem. Voll in den Fuß geschossen. Aber damit man immer mit Karte zahlen kann. Oder mit Handy.
Em
Und das Ganze wurde bei uns am Abendbrotisch diskutiert. Und dann hat sich mein 8-jähriger Sohn, fast 9-jähriger Sohn, eingeschaltet. Und meinte so von wegen, ja, Falschgeld wäre ja eigentlich auch ein ganz guter Job, so Falschgeld machen.
Em
Und dann meinte ich so, naja, was ist denn du meinst? Das war aber nicht so einfach und so. Und dann meinte er, wieso? er könnte sich doch immer genau so den Schein machen, wie er ihn gerade braucht. Also wenn jetzt was 1,50 so wäre, naja, dann mach mal. Dann habe ich mir auch keine Sorgen.
Luke
So ein 75-Euro-Schein. Große Klasse.
Em
Was kostet 75,50? Moment, zack. Zack. Probier mal.
Lutz
Wie sieht es denn aus bei euch jetzt? Zahlt ihr denn noch bar gerne oder seid ihr wirklich nur noch auf Karte fixiert? An der Kasse, Supermarktkasse, Mediamarkt oder dann wenn was Großes bestellt wird, sowieso wahrscheinlich. Wie sieht es bei dir aus, Lutz? Ich würde sagen,
Em
90 Prozent zahle ich digital. Mhm. Ja, bei mir auch. Aber das Thema mit dem Bargeld verschwinden oder nicht, ist ja für mich so ein bisschen also das ist ja schon da geht es ja für viele ans Eingemachte und ich glaube, dass es ein guter, eine gute Parallel ist zu einem anderen Thema, wo ich mich schon mal auf eine Wette in dem Volumen von einer fantastischen Jahre, ich weiß nicht, ob euch das was sagt, eingelassen habe.
Lutz
Hat sich deutlich auf den Tisch.
Em
Hoffentlich in 1000 Mark Schein das dauert jetzt ja und zwar allerdings hier ganz wichtig die These war dass es dass wir es noch erleben dass sozusagen autonomes Fahren das normale Fahren ist und ich sage nein und ich habe schon noch vor echt viele Jahre zu leben aber das ist so das Normale. Das ist also, guck mal, da fährt noch einer selber so, dass wir das erleben. Und da wird sich einfach die Technik nicht gegen gewisse Sturköpfe reminiscent durchsetzen können und ich finde es mit dem Bargeld genau das gleiche und ich würde auch die These sagen, dass wir alle das nicht erleben werden, dass Bargeld nicht mehr gilt. Das glaube ich nicht.
Lutz
Finde ich jetzt nicht mal eine steile These. Finde ich beides vollkommen plausibel. Dass die Menschen die Kontrolle nicht abgeben wollen und zum Teil auch noch. Ich finde beim Bargeld ist es auch viel mehr Ideologie. Wie viel Kontrolle das wirklich ist,
Em
Genau. Das ist halt so, glaube ich, so ein bisschen Feelgood-Freiheit. Du hast da einen Papierschnitt für. Ja, aber die Gegenseite ist ja ganz häufig dieses, ich will nicht transparent um Gläsern sein und so. Und jetzt kann ich, habe ich ja hier und da schon durchklingen lassen, dass ich irgendwie aus diesem Genre komme beruflich und wenn du dann immer siehst, wie schwer es ist tatsächlich, selbst wenn die Informationen da sind, sie so richtig zu verknüpfen innerhalb einer Organisation, also als Herr über all die Daten, dann ist sozusagen die Angst, dass wenn ich jetzt meine Kippen im Späti mit der EC-Karte zahle, dass dann die Krankenkasse auf meinem Konto aussucht, sieht, ah, guck mal, EC-Karte im Späti in Kreuzberg, was ist das denn gewesen sein? Und dann drücken sie da ruf und dann nehmen sie, ah, hier, ja, Wannse, ja, und noch ein Pfifferling oder ne, wie halt so, ja, so. Bis es da, bis es so weit ist, ja.
Lutz
Lutz, eine Schachtel kippen und ein kleiner feiglich noch so aus.
Em
Ja, genau. Bis das soweit ist, ich glaube nicht, dass wir das erleben werden. Es sei denn, wir haben einen Systemwechsel. Aber ich bin mir nicht mal sicher, ob die das in China können.
Luke
Tja, vielleicht irgendwann je mehr irgendwelche LLM-Systeme und generative KI und Deep Learning Systeme über so Daten drüberlaufen und so. Aber ja, also ich bin da auch sehr bei dir und ich finde quasi den Vergleich mit dem das normale Fahren und das nicht normale Fahren im Auto, in Anführungsstrichen, finde ich sehr, sehr spannend. Da habe ich letztens irgendwie so einen, verlinke ich auch nochmal in den Shownotes. Einen Podcast gehört, Podcast-Episode von dem KI-Podcast in der ARD Audiothek, wo einer von den Korrespondenten in den USA ist, in San Francisco und quasi da irgendwie seit ein paar Tagen nur ist. Und für ihn, also für uns ist es ja hier in Deutschland noch sehr utopisch, dass irgendwie Autos durch die Gegend fahren, im öffentlichen Straßenbild, wo kein Fahrer oder Fahrerin drin sitzt. Und dort, meinte er, ist das halt ganz normal. Also es ist einfach komplett normal, dass ständig irgendwelche Autos an ihm vorbeifahren. Für ihn war es natürlich am Anfang total ungewohnt, ja, voll ungewohnt, dass da Autos durch die Gegend fahren. Aber auch selbst für ihn war das nach ein paar Tagen recht normal, dass da halt diese selbstfahrenden Autos vorbeifahren. Und das finde ich, fand ich, weil ich hatte auch so den Moment so, ja, das ist ja voll crazy und so. Und obwohl das alles geht schon, ja, ist total abgefahren. Ich glaube, das ist so ein bisschen so eine, deswegen finde ich das voll spannend, den Punkt, den du gemacht hast. Ich glaube, es ist auch so eine Perspektivfrage. Also wie hier in Europa, tun uns damit sicherlich deutlich schwerer als da in den USA. Und im Zweifel das Gleiche passiert eben mit dem Geld und mit dem Bezahlen auch noch. Könnt ihr mir vorstellen, dass es in den USA oder vielleicht gar nicht USA, vielleicht ein ganz anderer Teil der Welt, weiß ich nicht was, irgendwo, wo es viel mehr convenient ist, einfach alles mit dem Handy machen zu wollen und wo du gar nicht dieses, ja, ich will aber gar nicht, dass irgendjemand weiß, hier welchen Tabak ich gekauft habe und so, um bei dem Beispiel zu bleiben, dass wir hier irgendwie diese andere Ansicht haben und in anderen Teilen der Welt ist es halt Gang und Gelbe und es wird ganz normal werden. Und ich glaube auch, ich habe so das Gefühl, dass wir in Deutschland irgendwie, ich weiß auch nicht warum, was dieser, also abgesehen von diesem, ja, ich will nicht, dass die wissen, dass ich den und den Tabak in Kreuzberg an dem und dem Tag und zu der und der Stelle da gekauft habe. Ich weiß nicht, was das ist, was uns hier daran so krass festklammern und festhalten lässt. Ich kann es dir sagen. Schwarzgeld.
Lutz
Schwarzgeld ist auch eine Argumentation, die man bringen kann, die sicherlich auch eine Rolle spielt. Aber ich glaube, ich bin der festen Überzeugung, ich glaube das nicht, dass eine digitale Identität
Em
Wo du auch nur mit digitalem Geld zahlst,
Lutz
Irgendwann voll in die Hose gehen kannst. Weil du einfach die Kontrolle komplett verlierst, auf Knopfdruck komplett abgeschlossen werden kannst vom Zahlsystem. Was machst du, wenn du das Land kurzfristig verlassen möchtest und kein Bargeld mitnehmen kannst und nur digitales Geld, aber das nicht benutzen darfst, weil du Finanzamtsschulden hast? Solche Gedanken treiben die Menschen um. Das ist so mein Argument. Ich finde es immer schön, wenn man das System nicht so baut, dass es, wenn es mal ausgenutzt werden sollte, den Menschen halt der Bevölkerung die volle Breitseite an Negativität gibt. Es muss immer noch ein Fallback geben, wo du quasi dich selbst so ein bisschen aus dem Schlamassel ziehen kannst. Und momentan ist die Regierung vielleicht nicht so, dass man keine Befürchtungen haben muss, meine ich damit. Also man kann ganz entspannt sein, aber keiner weiß, was in 20 Jahren sein wird oder in 50 Jahren. Das wäre so mein Argument.
Luke
Ja, oder auch in zehn Jahren vielleicht.
Em
Nicht zuletzt hat der Gold am Ende des Tages als Wertanlage zu Hause bis heute bestanden.
Lutz
Auch an Bedeutung zugenommen.
Em
Weil du das in die Hand nehmen kannst und mitnehmen kannst.
Luke
Ja, wie sinnvoll oder leicht das dann irgendwie umzusetzen ist in irgendwas anderes. Das ist ja immer noch die andere Frage, aber ja, ja.
Em
Und tatsächlich muss ich sagen, dass es so ein paar Geschichten gibt, die aus den 80er-Jahren, aus meiner Kindheit, die mir so hängen geblieben sind. Das eine ist, dass Mercedes zu der Zeit schon autonom fahrende LKWs hatte, die erfolgreich Fahrten über mehrere hundert Kilometer auf Autobahnen absolviert haben. Und dann fragt man sich, warum ist es fast 50 Jahre später? Noch nicht State of the Art, warum gibt es eine LKW-Fahrerknappheit? Warum müssen da arme Menschen auf überfüllten Rastplätzen schräg, ohne Hygiene und so weiter und wir wollen alle just in time geliefert bekommen und so? Also das ist ja irgendwie, ja, und dann, was auch eine Sache schon in den 80er Jahren auf der Funkausstellung war, war der Kühlschrank, der einem sagt, wann die Milch alle ist und der einem Rezeptvorstelle gemacht mit dem, was noch drin ist und so. Und das gibt es ja heute auch. Und ich glaube einfach, die Leute wollen es nicht. Also nicht alles, was technisch geht, macht auch Sinn, ne? Und deshalb dauert es halt, klar, wenn man irgendwann, gewisse Dinge werden durchgesetzt, also wahrscheinlich wirst du an bestimmten Stellen, also zum Beispiel, der Staat, der ja in vielen Stellen als so rückständig ist, ich weiß nicht, ob ihr es wusstet, aber früher konnte man seine, ja, früher konnte man seine Steuern beim Finanzamt in Bar einzahlen gehen. Das haben die aber, glaube ich, auch vor bestimmt 20 Jahren abgeschafft. Also, beim Finanzamt kannst du keine Bargeschäfte mehr machen. Und genauso gibt es ja andere Player, wo du heute, also ich weiß nicht, was du bei der Autovermietung, was die da sagen, wenn du sagst, okay, hier ist irgendwie 500 Euro Automiete und hier sind die dreieinhalbtausend Kautionen im 500er, die werden wahrscheinlich nicht gucken, weiß ich nicht, ob die ja sagen, kein Ding, egal, wie du ja wieder, wenn du zurückkommst und die Karte tuttig, die sagen, ich kann mal eine Kredit hat, Alter.
Luke
Mit so einem alten, mit so einem Ding, wo man so die Karte so reinlegt und so, ne, wo das dann so, mit so einer Blau, wie heißt das denn?
Em
Selbst ist auch herrlich, wo du gehofft hast. Man, hoffentlich schickt der das nicht gleich ab. Und dann hat es doch mal so ein Schein. Da hat irgendjemand das anscheinend wochenlang nicht abgeschickt. Irgendwann kam es doch.
Luke
Wie heißt denn dieses Rückteil, was ich gerade meinte, wo man so drüber gefahren ist? Kreditkarten-Dings mit drüberziehen.
Em
Manuelles Kreditkarten-Gerät.
Luke
Naja, gut. Okay, ich suche das mal. weil vielleicht gibt es ja ein paar Leute, die nicht genau wissen, was ich meine mit und so. Also ich habe das jetzt eingegeben, Ritsch, denkst du uns, und hier steht früher Imprinter, in Klammern Ritsch-Ratsch-Gerät um 1916.
Em
Hast du uns keinen plenobiert hier?
Luke
Also, okay, nur damit wir uns klar sind, also ich verlinke das natürlich, also es heißt Imprinter, Kreditkarten Imprinter scheinbar, okay, aber ich verlinke natürlich das hier auf jeden Fall den Show Notes.
Lutz
Kannst du mir so ein Ding besorgen?
Luke
Ich weiß nicht, wofür du es noch brauchst. Meine Kreditkarte hat gar nicht mehr so hochstehende Zahlen, meine neueste, die ich bekommen habe. Ich weiß nicht, ob es bei euch.
Em
Überhaupt so ist. Stimmt, haben sie seit einer gewissen Zeit, glaube ich, nicht mehr.
Luke
Okay, aber nichtsdestotrotz, also noch mal kurz rekapituliert. Also Lutz, da gehst du mit uns einher, dass wir alle ziemlich viel nur noch digital bezahlen, mit Handy und Uhr und irgendwie...
Luke
Und auch die ganzen Sachen, also das ist ja jetzt hier unsere Privatpersonenperspektive und dann noch die Businessperspektive dazu. Auch da habe ich jetzt von keinem einzigen unserer KundInnen in den letzten, sag ich mal, sieben Jahren Bargeld bekommen oder überhaupt nehmen wollen, weil das ist ja auch nochmal aus so einer Buchhaltungsperspektive total nervig, weil wenn du irgendwie Bargeld bekommst, da musst du irgendwie ein Kassenbuch führen und all so einen Scheiß.
Lutz
Offiziell oder inoffiziell? Was du gerade gesagt hast. Bei dir zahlt keiner mehr mit Bargeld. Ja, inoffiziell.
Luke
Nee, also ich will auch gar kein Bargeld haben. Was soll ich denn damit? Das nervt ja voll. Also klar, gut, wenn man irgendwelche krummen Geschäfte machen will, also krummen Geschäfte im Sinne von einfach hier so Hand auf, Hand zu quasi am Finanzamt vorbei, ja dann macht das natürlich, wie wir vorhin auch schon gesagt haben, ist ja Schwarzgeld und dann macht das natürlich Vollsinn, dass man halt irgendwie Bargeld haben will. Aber ich will in meinem Unternehmenskontext kein Bargeld haben, weil ich, da muss ich irgendwie zur Bank gehen, das einzahlen und das ist alles viel zu kompliziert.
Lutz
Apropos, du hast kaum recht, ich wollte noch eine Sache, die mir gerade eingefallen ist, wegen deiner Frau. Wusstet ihr, dass eBay Kleinanzeigen inzwischen auch die Verkäufe ans Finanzamt weiterleiten muss?
Lutz
Ja, also die Verkaufseinnahmen deiner gebrauchten Socken, die du reinhaust, was deine Frau manchmal reinhaut, ab einer bestimmten Summe müssen die dem Finanzamt Bescheid sagen. Und das ist, glaube ich, pro Jahr, ich will jetzt nicht lügen, müssen wir mal recherchieren, 2.000 bis 3.000 Euro.
Luke
Das wusste ich nicht. So viel machen wir da, glaube ich nicht. Es ist eher Zeug verramschen und verschenken. Meistens.
Em
Aber ich meine, was sind schon 2.000 Euro heutzutage?
Lutz
So muss man es auch mal sehen.
Em
Peanuts. Na gut, aber danach bist du ja auch nicht strafbar, oder? Ich meine, ab irgendwann zahlst du da wahrscheinlich ein gewisser Anteil auf dein zuversteuerndes Einkommen aufgeschlagen, oder was? Also ich meine, klar ist doch, dass es, auch da muss man noch denken, da wird sich der Gesetzgeber schon was dabei gedacht haben, ne? Also da sind halt Gewerbetreibende, die das nicht versteuern.
Lutz
Richtig. Ja, Leute, jetzt haben wir über alles Mögliche gesprochen. Ich höre ja, Luke tippt im Hintergrund gerade noch schlaue Sachen für die Shownotes.
Luke
Genau, ich habe das mit dem Kleinanzeigen bei hilfe.kleinanzeigen.de gefunden. Könnt ihr alle mal reingucken. Ab 30 Transaktionen oder 2000 Euro, wie ihr schon gesagt habt.
Lutz
Ach, crazy. Ich muss sagen, das ist eine der gehaltvollsten Folgen bis jetzt, mit ganz vielen wertvollen Links und lustigen Links vor allem auch.
Luke
Ja, sehr, sehr spannend. Dann danke Lutz für diesen Ritt hier durch die fünf Sachen oder sechs Sachen, die wir uns letztes Mal ausgesucht haben. Und dann schreiten wir weiter zum nächsten Punkt. So, ich fange heute an. Mal ausnahmsweise fange ich an mit den Turbolinks. Ich weiß nicht, ob ich das jedes Mal sage, aber ich glaube, ich fange jedes Einzelne mal an. Das ist aber eine Ausnahme. Könnt ihr ja mal, die ZuhörerInnen da draußen, könnt ihr ja mal eine Analyse darüber machen, wer hier immer anfängt. Ich fange an. Und zwar, was habe ich mitgebracht? Ich habe was von Chip.de mitgebracht. Handy als PC nutzen. Android erhält neuen Desktop-Modus. Da gab es schon vor einiger Zeit mal Vorstöße, wo auch Ubuntu, glaube ich, so einen Modus hatte, dass du Ubuntu auf einem Android-Telefon installieren kannst. Und dann war das eigentlich so ein Smartphone-Betriebssystem. Und sobald du es irgendwie mit USB-C angeschlossen hast an irgendeinen Bildschirm, ist es umgeswitcht. Und das macht jetzt Android auch. Wobei, wie gesagt, Ubuntu ist ein ganz schön außergewöhnliches Betriebssystem für ein Handy. Und ich glaube, das gibt es eigentlich auch gar nicht mehr. Achtung, gefährliches Halbwissen. Aber auf jeden Fall will Android das jetzt starten mit einem neuen Desktop-Modus. Sodass man, geht aber auch nur bei Pixel-Telefonen, ich glaube ab Pixel 8 oder so, einfach HDMI bzw. USB-C anschließen und zack, angeblich direkt Taskleiste und Multitasking und Fenstersnapping und so weiter und so fort, wie man das wohl von dem Windows-Desktop kennt. Und genau, könnt ihr euch mal angucken. Sehr spannend, aber wie gesagt, nur auf neueren Pixelgeräten. Das waren meine fünf Cent. Also vielleicht geht es ja auf deinem Handy sogar, M, ne?
Lutz
Musst du mal auschecken. Ich lese mir den Artikel auf jeden Fall durch. Normalerweise hätten wir den Gast jetzt machen lassen müssen, aber du hast dich natürlich wie immer vorgedrängelt.
Luke
Ja, ich wollte jetzt aber Lutz so ein bisschen, dass er den Kontext weiß, wie viel er erzählen muss oder wie wenig er erzählen darf.
Lutz
Also sehr schlau, schlau.
Em
Ja, erstens habe ich, vielleicht muss ich nicht, zweites, Ja, tatsächlich, die Turbolinks als grünen Abschluss hier waren mir nicht so geläufig und deshalb haben mich Elmo und Lukas so ein bisschen überrascht. Und dann kam der gute Tipp, ich soll doch einfach mal in den Chat gucken hier von einem Kollegen und mir, was denn so der letzte technisch bezogene Link war. Und naja, dann war es halt... Auch ganz gut passend, nämlich von dem Anbieter, von dem ich schon sprach, Loxone, die machen so Gebäudehausautomation und die bieten jetzt halt auch ein Schloss an, was sich innerhalb ihres Ökosystems über so einen speziellen Funkstandard recht komfortabel ohne komplexe Verkabelung anschließen lässt und da haben wir
Lutz
Mal den Ding reingestellt.
Luke
Das heißt, wenn ich da nachfragen kann, weil ich da ja nicht so in der Thematik drin stecke, das heißt, ich habe ein altes Schloss an meiner Eingangstür zum Beispiel. Und dann baue ich da?
Em
Die geht jetzt ganz speziell nicht um Eingangstüren, sondern um Zimmertüren. Also so in Hotels und in Firmengebäuden, wo du halt wenn du jetzt verschiedene Arten von Türen hast, auch gerade Glastüren oder gibt ja Türen und Schlösser sind ja eine Wissenschaft für sich. Also da begibt sich ja eigentlich auch all diese Hersteller, die man jetzt, wo man für keines Geld ein irgendwie elektrifiziertes Schloss bekommt, die nutzen ja klassische Schließtechnik und so. Und hier ist das Ganze halt mit der Gebäudeautomation direkt verknüpft und lässt sich halt sehr gut in Logiken einprogrammieren und nutzen.
Luke
Und das heißt, also wenn ich das richtig verstehe, wenn ich jetzt hier so ein Hotel wäre, könnte ich da einfach so was mir zulegen und dann einfach auf das alte Schloss in Anführungsstrichen drauf tun? Oder muss ich schon das gesamte Türschloss in Anführungsstrichen austauschend von der.
Em
Genau, das sind ja so Standard, es gibt verschiedene Abmessungen, also wenn man dieses Produkt da sich bestellt, dann muss man sehr viele Maße eingeben und so, damit es passt, das ist halt aus dieser Schloss.
Em
Da ist schon eher für das Szenario, also man geht davon aus, dass man halt komplette Gebäudeautomation, Licht, Beschattung, Klima, Lüftung, Heizung, Präsenz, Musik, all sowas findet halt zentral gesteuert und lässt sich in TG miteinander verknüpfen und da gibt es jetzt neu halt auch tatsächlich den Mechanismus des Schlosses zu öffnen und zu schließen.
Lutz
Weißt du, was sowas kostet?
Em
Ja, schon so 500 pro Tür und wenn man das jetzt mal, ich hatte es eben gesagt, dass wir ja als Kontext auch ähm klassische elektronische Schließtechnik von etablierten sicherheitsanbietern anbieten, da kostet dann so eine Tür zweieinhalbtausend. Also nicht die Tür, sondern die Klinke und die Elektronik und dann hast du noch Lizenzen dahinter, um das alle zu managen und so.
Em
Also das ist halt, wenn man es halt in professionellem Umfeld hat, dann ist es zum einen, was es schon länger gibt und zum anderen aber auch was, was immer noch kostenintensiv ist.
Luke
Ja, ich meine, das macht man ja nicht für eine Tür. Also das macht ja dann auch keinen Sinn. Nein. Aber spannend, ich muss gar nicht die Tür austauschen, sondern ich muss dann in dem Fall nur das austauschendes Element und kann es in mein bestehendes Loxonen-System mit integrieren oder in mein Home-Automation-System Smart Office.
Em
Genau, aber man hat halt ganz wichtig trotzdem auch die Möglichkeit, ganz klassisch über Niederspannung auch oder über 32 Volt irgendwelche Dinge zu aktivieren. Also es gibt Aktoren, man kann also nach wie vor das Prinzip, was ich fürhin sagte, nämlich Schließtechnik und Steuerung voneinander getrennt haben und dann ist es auch nicht ganz so teuer.
Luke
Und weiterhin sehe ich hier auf dem Bildchen gerade, kann man trotzdem noch einen Schlüssel in die Tür stecken, wenn man denn wollen würde.
Lutz
Passt so wie zum heutigen Erfahrungshorizont. Auch preislich. Ist ja ganz schön teuer. Batzen gilt. Apo Batzen. Der nächste Link. Tatsächlich bringe ich mal ein bisschen was aus der humorigen Ecke noch vorbei. Falls es euch und den anderen und unseren Zuhörern bekannt ist, es gab jetzt gerade chinesisches Neujahr, die feiern ja immer so ein bisschen später und es gibt eine chinesische Firma, die Kräne herstellt tatsächlich, die sich für das jetzige Neujahrsfest etwas ganz Spezielles ausgedacht hat. Und die haben nämlich den größten Teil ihres Gewinnumsatzes, 70 Prozent davon, stattliche 70 Prozent, an ihre Mitarbeiter ausgeschüttet. Und einen großen Teil, einen nicht zu verachteten Teil davon, das kann man auf dem Bild dann sehen, wenn ihr den auf den Link klickt, an ihre Mitarbeiter verteilt auf Banketttischen wurden Batzen ausgestellt und die durften sich die Geldscheine mit nach Hause nehmen. Und das sieht richtig verrückt aus. Das sind einfach hunderte, wenn nicht gar tausende Mitarbeiter und in der Mitte ist so ein langer Tisch, der ist voll mit Geldschein und jeder durfte so viel mitnehmen, wie er tragen konnte.
Em
Das ist der Wahnsinn. Ist cool. Das ist halt Bargeld.
Lutz
Aber so viel kriegt man nicht transportiert tatsächlich. Das waren 180 Millionen Yuan, was umgerechnet 26 Millionen Dollar waren, die ausgeschüttet wurden. Und nur ein kleiner Teil davon wurde auf den Bankettischen verteilt. So viel dazu.
Luke
Aber toll Social Media wirksam. Es ist schon sehr smart in dem Sinne. Also wir reden darüber und da haben sicherlich hunderttausende Millionen andere Medien auch drüber geredet. Das ist natürlich auch ein tolles Bild. Also wie du so schön gesagt hast, man sieht es hier und denkt so, das ist einfach 50 Meter langer Tisch mit Geldscheinen drauf.
Em
Aber die Frage jetzt so ein bisschen, weil wir ja eben durch die alten Geldscheine gescrollt sind und auch die aktuellen gesehen haben, sind es jetzt so 5 Euro Scheine oder sind es 500 Euro Scheine?
Lutz
Die Frage ist berechtigt. Wahrscheinlich sind es irgendwie fünf Yuan-Scheine. Wer weiß.
Luke
Müsst ihr mal den ganzen Artikel lesen, vielleicht wird es ja da aufgeklärt oder ein bisschen in Social Media rumsuchen. Wobei ich das Gefühl habe, in Social Media hat man mittlerweile immer deutlich weniger Informationen, als man eigentlich in so einem Newsartikel hat, der eh schon heutzutage recht knapp eigentlich ist.
Lutz
Apropos recht knapp. Die Zeit wird langsam knapp.
Luke
Die Zeit wird knapp. Ja, genau. Wir sind auch schon... Genau. Ich will noch einmal kurz nochmal den Hinweis geben auf unseren Newsletter. Also wir schicken uns ja hier immer diese Links im Turbo-Gang hin und her. Und Lutz, du darfst gerne auch in Zukunft beitragen, wenn dir irgendwas einfällt, was man hier in die Turbo-Links packen könnte, dann erwähnen wir dich natürlich herzlich gerne dazu, dass der von dir kam. Und da wir uns diese Artikel immer regelmäßig hin und her schicken, da wollen wir euch alle da draußen einladen, wer will, der kann einfach mitlesen, ständig mitlesen, dafür gibt es zwei Möglichkeiten, einmal langsam und konzentriert, und einmal in der Woche per E-Mail Newsletter, das kommt immer Dienstagvormittag, in euer E-Mail-Postfach oder sekundenschnell und zwischendrin, zweite Variante, nämlich im Telegram-Kanal. Telegram war bisher das Einfachste, mit dem man das schnell aufsetzen konnte. Vielleicht machen wir es irgendwann nochmal in die WhatsApp-Welt oder Signal. Wenn da Interesse besteht, schreibt es uns gerne auf den ganzen Plattformen da draußen oder in die Kommentare auf unserer Webseite. Das ist das Allereinfachste. Da muss man nur eine E-Mail-Adresse angeben. Kann man auch eine Wegwerfe-E-Mail-Adresse angeben, wenn ihr gerne WhatsApp haben oder Signal haben wollt. Und einsteigen in unseren Newsletter. Auf diese zwei Wege könnt ihr einfach auf www.letzends.de slash Newsletter. Und natürlich ist der Link auch in den Shownotes, wo ihr immer reingucken könnt. Und da sind auch die ganzen anderen tollen Links drin, die wir uns heute alle angeschaut haben. Ebenso wie die Links im Turbogang. Liebe Leute da draußen, es war sehr schön, es hat sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank, Lutz. Ich hoffe, du hast nicht nur eine nervige Stunde mit uns hier verbracht, sondern auch noch ein bisschen Spaß gehabt.
Em
Danke gar nicht, danke euch.
Luke
Wenn du nochmal wieder Lust hast, dabei zu sein, herzlich gerne. Und ich sage tschüss, schönen Abend, guten Morgen, gute Nacht oder was auch immer, wann auch immer ihr uns hört, da draußen an den Empfangsgeräten.
Lutz
Ja, vielen Dank. Ich habe auch viel gelernt und freue mich aufs nächste Mal in fünf Jahren.
Luke
Richard, der Termin ist vorgemerkt.
Em
Danke euch, Jungs. Alles klar. Adieu.
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