Luke
Hi, du hörst Letztes mitbekommen, den Podcast, in dem wir Technik-News kritisch beleuchten und uns überlegen, was bedeuten diese Innovationen für dich, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft. Ich bin der Luke und heute dabei, wie immer, ist der M. Hi, M.
Em
Hi, hi. Los geht's. Ich freue mich.
Luke
Ja, wir haben nämlich heute ein Thema vorbereitet, was wir uns schon irgendwie lange mal vorgenommen haben, immer mal wieder verschoben haben, weshalb eigentlich sogar, kann man fast sagen, der letztens Podcast entstanden ist, weil wir uns irgendwie mal gefragt haben, wir haben irgendeinen Newsartikel entdeckt und über den sprechen wir heute. Und dann haben wir irgendwann gesagt, eigentlich müsste man diesen Newsartikel mal in fünf Jahren besprechen oder in zehn Jahren oder so. Dann haben wir es in fünf Jahren nicht geschafft und haben es auch nicht in sechs Jahren geschafft und sieben Jahren auch nicht.
Luke
Oder doch, gerade so in sieben Jahren. Naja, acht knapp jetzt. Also der Newsartikel ist von 2018 und jetzt haben wir das Jahr 2026. Also, naja. Und vielleicht das kurz noch vorab. Wir haben hier heute so eine kleine Premiere. Ein Versuch. Keine Ahnung, ob sich das einlöst. Aber wir versuchen hier eine Videopodcast-Episode daraus zu machen. Wir nehmen das hier auf. Keine Ahnung, mal schauen, ob es klappt oder nicht. sieht es so ein bisschen, wenn ihr das jetzt irgendwo, wo auch immer ihr es sehen könnt, wenn ihr einen Podcast Player habt, der auch Videos, Videopodcasts kann, dann werdet ihr das jetzt sehen, hoffentlich. Ansonsten packen wir einen direkten YouTube-Link zu dem Video hier auch nochmal rein. In die Show-Beschreibung, in die Episode-Beschreibung könnt ihr nochmal nachgucken, weil damit haben wir noch nie gearbeitet und wollten es einfach mal ausprobieren, euch das ein bisschen einfach zu gucken, ob es Aresen macht. So, und der Newsartikel mit dem wir uns heute beschäftigen, ist ein Artikel aus einem Blog, was auch eine ganz schöne, ganz lustige, spannende Idee, also Variante war oder Geschichte eigentlich war. Wir haben den ja im Jahr 2018 gefunden. Der ist geschrieben am 21. März 2018. Und wir Wir haben damals uns, tja, eigentlich haben wir uns den gespeichert und den Link gemerkt und dann haben wir uns im Jahr 2024, als wir uns dann das gesagt haben, komm, jetzt machen wir das mal, wollten wir den Newsartikel uns anschauen und Pustekuchen, der Newsartikel war verschwunden. Also der Link, den sieht man jetzt hier auch hier oben, also wenn ich den jetzt aufrufe, gibt es die Webseite Antje Neubauer gar nicht mehr oder zumindest den Artikel. Dann habe ich gedacht, ich bin schlau, wie ich bin, mache ich einfach hier einfach alles hinten dran weg an der Adressleiste. Aber selbst das geht nicht mehr und auch www.davor funktioniert nicht. Also die Webseite Antje Neubauer ist einfach weg.
Luke
Und dann haben wir ihn in der Wayback Machine gefunden, falls ihr die nicht kennt. Das ist die Wayback Machine von archive.org. Da kann man einfach Webdomains eingeben und hoffentlich hat die Wayback Machine, wenn man die googelt, Wayback Machine, da unten kam sie schon, falls ihr jetzt hier guckt. Und die ist nämlich search.archive.org und da klickt man einfach drauf und gibt die Adresse ein, die man finden will. Und vielleicht, wie gesagt, hat die Seite ein Snapshot davon. Kann man sich zum Beispiel mal angucken, wie bmw.de vor zehn Jahren ausgesehen hat. Naja, mache ich jetzt nicht. Wir lenken ab. Auf jeden Fall fand ich es ganz lustig, weil da haben wir den dann wieder hervorgezaubert, den Artikel. Und da sind eben, der Artikel ist überschrieben mit Digitalisierung Doppelpunkt. Fünf Dinge, die in fünf Jahren verschwinden werden. Wie gesagt, 2018.
Em
Das Internet vergisst nie.
Luke
Ja, interessant. Offensichtlich kann das Internet doch vergessen, es sei denn, man bemüht die Wayback Machine.
Em
Richtig. Ja, was haben wir da gemacht? Wir haben uns tatsächlich ganz, ganz zum Anfang natürlich diesen Artikel durchgelesen und waren so ein bisschen erstaunt über die, über dieses Orakel letztendlich, was ja voraussehen wollte, was passieren wird. Dann dachten wir, eigentlich war es deine Idee, Luke. Du meintest ja, das wäre doch hervorragend, um sich mal einen Kalender-Eintrag zu setzen und dann mal zu gucken, was wirklich in fünf Jahren verschwunden sein wird oder nicht.
Em
Und das war so der grundsätzliche Ausgangspunkt. Ja, da stehen jetzt so die einzelnen Punkte, um die es geht und die können wir mal zusammen durchgehen.
Luke
Genau, und wir machen das vielleicht mal so, dass wir für die Leute, die jetzt nur zuhören, jetzt nicht der Reihe nach vorlesen, was alles da ist, sondern dass wir die einfach einzeln durchgehen, damit die Spannung einfach hoch genug ist, bis zum Ende der Episode dabei zu bleiben. Die Leute, die jetzt hier zusehen, die sehen natürlich direkt, durch was für eine Bullet-Point-Liste von fünf Elementen wir uns hier durcharbeiten. Bei dem Speichern mit der Wayback-Machine ist hier auch irgendwie so ein kleiner Fehler passiert. Irgendwie ist hier so ein Bullet-Point verrutscht und so. Und ich finde ja, einer von den Bullet-Points sind eigentlich zwei Bullet-Points, aber da kommen wir gleich dazu. Steigen wir mal ein mit der ersten Beobachtung, die hier steht. Vielleicht noch ganz kurz vorab geschickt. Die Antje Neubauer hat damals auch geschrieben, dass TechCrunch das irgendwie publiziert hat. Ich habe versucht, das herauszufinden, da den Originalartikel, den TechCrunch-Originalartikel... Ja, zu finden, aber selbst mit Perplexity-AI heutzutage und irgendwie die Aufzählung von allen Sachen und Digitalisierung dazu und Five Years und so weiter und so fort, Five Things, Five Years und so, habe ich nichts finden können dazu. Vielleicht habe ich mich auch zu doof angestellt, das irgendwie sinnvoll und schlau einzugeben.
Em
Spannend. Tool, dass du es probiert hast zumindest. ist.
Luke
Also wir wollen ja hier auch niemanden irgendwie an den Pranger stellen oder sonst was oder so, dass das jetzt hier alles nicht stimmt und fünf Jahre später ist das alles gar nicht und so. Ich wollte das nur sagen, dass das jetzt nicht unbedingt vielleicht auf dem, sozusagen direkt von der Antje war, über die man leider auch gar nichts mehr so richtig findet. Müsste man vielleicht mal gucken. Antje Neubauer ist jetzt auch nicht so ein spezialgelagter Sondername, sodass man da vielleicht sehr lange suchen müsste, bis man die richtige Antje Neubauer bei LinkedIn findet. Aber gut, darum geht es jetzt auch nicht. Es geht ja um die fünf Sachen, die in fünf Jahren verschwunden sind. Also das ist vom Jahr 2018 aus, heutzutage gesehen, in minus drei Jahren müsste das verschwunden sein, also eigentlich schon vor drei Jahren. So, und jetzt die Spannung steigt ins Unermessliche und wir starten mit der ersten Sache, die orakelt wurde, die verschwunden ist.
Luke
Hast du alle verbrannt bei dir?
Em
Tatsächlich, ich habe sehr, sehr viele. Aber, jetzt kommt es, nicht mehr in Benutzung. Es ist super selten geworden, dass man tatsächlich noch einen USB-Stick braucht. Warum? Warum würdest du sagen, braucht man den nicht mehr? Meiner Meinung nach, das meiste kann man jetzt einfach in der Cloud speichern und dann wieder abrufen. Das ist so das Hauptargument. Den USB-Stick und den USB-Port gibt es natürlich noch. Die haben bei mir alle unterschiedliche Kapazitäten.
Luke
Ich habe die tatsächlich.
Em
Sogar mal geschafft, alle in eine Ledertasche zu packen. In so eine kleine, in so eine V-Lancer-Rolle mit Reißverschluss quasi. Damit ich sie nicht verliere. Weil die früher ein Vermögen gekostet haben. Wenn man ganz ehrlich ist. Ein größerer USB-Stick war eigentlich schon ein cooles Spielzeug. Um diese Sachen zu transportieren. Ja, und jetzt? Ich bin ganz ehrlich. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einen gebraucht habe. Wie sieht es bei dir aus?
Luke
Regelmäßig in Benutzung bei mir weiterhin.
Luke
Aber nicht unbedingt zum Datentransfer, um irgendwie mal jemanden eine MP3-Datei oder was auch immer mitzubringen.
Luke
Die ja für eins meiner Hobbys, Musik machen. Und da ist einfach weiterhin der USB-Stick bzw. Ja, doch, der USB-Stick eigentlich so eine, das benutze ich schon sehr, sehr häufig dafür, weil diese ganzen Musikplayer, die dann in Clubs und sowas rumstehen und Bars, die haben einfach diesen USB-Stick-Eingang.
Em
Ja, mega. Das heißt, du kannst da einfach deine Bibliothek mitbringen, deine Musiksammlung.
Em
Den Pioneer-Geräten direkt weitermachen.
Luke
Genau und das hat natürlich einen großen Vorteil, muss man nicht immer einen Laptop mitschleppen und so weiter und so fort und den dann anstecken und ankabeln und sowas. Dafür benutze ich die tatsächlich recht regelmäßig und ich habe auch noch einen USB-Stick an meinem Schlüsselbund. Also falls ich mal bei irgendjemandem bin und mir irgendjemand hat gesagt, guck mal, das habe ich, das kann ich dir gerade mal geben, aber das ist tatsächlich bestimmt auch schon fünf Jahre jetzt nicht mehr vorgekommen, kann ich ehrlich sein. Und wir wollen das ja jetzt hier auch heute nicht nur aus deiner und meiner Warte, finde ich, beurteilen oder so ein bisschen resümieren, sondern dass wir uns ja immer der Frage stellen, was diese Sachen auch für die Gesellschaft an sich bedeuten. Und auch für die Wirtschaft, finde ich das auch immer mal ganz interessant, das zu betrachten. Also wenn man mal so jetzt, ohne dass wir eine perfekte journalistische und auch statistische Erhebung gemacht haben, aber wenn man so um sich herum mal schaut, wüsste ich jetzt nicht, fällt mir auch niemand ein, jetzt im privaten Kontext, der auch irgendwie mit einem USB-Stick durch die Gegend läuft oder mir einen USB-Stick mitgebracht hat oder so. Letztens habe ich von einem bekannten Nachbarn einen USB-Stick bekommen. Da war ein Video drauf, was er mir zeigen wollte. Das war der einzige Fall, wo ich so jetzt wirklich im Kopf habe, dass in den letzten drei Jahren oder so jetzt im privaten Kontext ich einen USB-Stick bekommen habe.
Em
Ich muss sagen, du hast schon einen sehr speziellen Use Case beschrieben mit dem Musik auflegen und die Musiksammlung quasi auf dem Stick mitbringen. Erinnerst du dich noch an die Zeit, wo USB-Sticks quasi das Lieblingswerbegeschenk waren? Also wo man die hinterhergeschmissen bekommen hat?
Luke
Ja, erinnere ich mich nicht.
Em
Teilweise mal auch bei unseren Neubauprojekten, wo dann die 3D-Visualisierung, das Vorstellungsvideo oder so drauf gespeichert waren für die Kunden. War sie ein digitales Exposé? Das war vor zehn Jahren so ziemlich so So tolles Geschenk, Gimmick, so was man gerne mitgegeben hat. Gerade da oben das Bild, was du da, wir schauen uns gerade in Videos so Standard-USB-Sticks an. Ich fand dieser blaue hier mit dem Logo, der zweite von oben.
Luke
Jetzt mit dem Logo, wo ihr Logo draufsteht, meinst du, im Verhältnis zu allen anderen, wo nicht ihr Logo draufsteht? Den mit dem ihr Logo, wo ihr Logo draufsteht, das meinst du, ne?
Em
Ja, genau. Der blaue mit dem Logo, den meine ich.
Luke
Ja, den habe ich auch bekommen. Das habe ich.
Em
Bestimmt schon dreimal bekommen. Ja, ich auch.
Luke
Wo ich den jetzt hier sehe, mit dem USB-C-Anschluss und auf der anderen Seite den normalen USB-A-Anschluss, ist der Knaller. Das ist einfach super smart. Ja.
Em
Die letzten, die Virenverwendungen hatten, hatten so eine Form eines Schlüssels. Also die sahen aus wie Schlüsse.
Luke
Ich weiß. Ich weiß, ich weiß, ich weiß. Das ist der hier.
Luke
Genau, also wir packen den Link hier natürlich in die Shownotes, auch zu der Seite, mit dem wir uns jetzt gerade angucken. Es ist keine Werbung für Flash Bay, aber den gucken wir uns gerade an und die habe ich im Kopf, weil wir tatsächlich mal für einen unserer Kunden die angefragt hatten und deswegen weiß ich, deswegen ist mir der Name Flash Bay eingefallen. Es gibt natürlich noch ganz viele andere Hersteller da draußen, die sowas anbieten. mit bedruckten USB-Sticks. Und die haben den Schlüssel, den bedruckbaren USB-Schlüssel. Auch den verlinken wir direkt, könnt ihr euch angucken. Sehr cool. Jetzt interessiert mich doch mal, wie viel Gigabyte der haben kann. Okay, bis zu 128 Gigabyte in USB 2.0 und USB 3.0 geht sogar bis 256.
Luke
Der Musikstick ist 256 GB. Und da passt meine gesamte Musiksammlung drauf. Ich habe die gerade heute hin und her kopiert. Das sind 93 GB. Beziehungsweise irgendwie ein bisschen mehr. Also auf der Festplatte sind es 93 GB, aber irgendwie macht dieses Pioneer-Ding da draus irgendwie mehr GB. Ist mir ein Rätsel. Vielleicht kopiert er die Dateien mehrmals da irgendwie hin oder so. Weiß ich auch nicht.
Em
Verstehe ich nicht. Gibt es einen Chart, den wir abchecken können? Verkaufszahlen, USB-Sticks?
Luke
Ja, wir könnten mal gucken.
Em
Das würde mich mal interessieren. Ich glaube, dass es da so einen abhaupten Niedergang gibt.
Luke
Ja, mal gucken, ob jemand das mal... Ja, unsere Lieblingsseite für Statistiken, also eine sehr beliebte ist statista.de.com, kennt ihr sicherlich auch alle. Und ja, man sieht hier so ein bisschen so einen Knick, würde ich sagen.
Em
Aber der ist sehr leicht.
Luke
Also auch das kommt natürlich in die Shownotes hier, der Link zu der Statistik, die wir uns gerade anschauen, falls ihr eben nicht jetzt hier zuguckt. Der Knick ist sehr leicht, genau. Beschreib doch mal ganz kurz, hier machen wir eine Kurvendiskussion hier schnell.
Em
Ja, true. Also 2014 geht's los, also die Statistik beginnt 2004, sorry. Und damals war der Absatz, kannst du das besser erkennen als ich? Es sind Millionen, glaube ich, ne?
Luke
Absatz in Millionen Stück, genau.
Em
Absatz in Millionen Stück in Deutschland. 2004 waren es 2 Millionen ungefähr. Und dann ging es in den folgenden Jahren sehr schnell hoch auf über 10 Millionen, 13 Millionen in 2008 und pendelte sich dann irgendwo da ein, mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Der Peak war dann 2012 und so in den 2010er Jahren bis 2016 und ab da ging es dann immer mal wieder ein bisschen weiter runter, bis wir jetzt nur noch 10 Millionen Sticks im Jahr verkaufen.
Luke
In 2024, also ist jetzt auch schon fast zwei Jahre her, naja, also je nachdem wie man es sieht.
Em
Aber das hätte ich nicht gedacht. Also Luke, ich bin erstaunt.
Luke
Du bist erstaunt, dass es weiterhin so viele verkauft werden? Oder bist du erstaunt, dass...
Em
Ja, ich finde das ungewöhnlich viel, weil das zeigt ja, dass es tatsächlich einen Bedarf noch dafür gibt. Ja, ist interessant. Das ist auf einem stabilen Level seit mehr oder weniger zehn Jahren. Irgendwo plus minus, natürlich sind es ein paar Millionen mehr oder ein paar Millionen weniger. Aber 2020 In 2010 waren es zum Beispiel 11 Millionen. Und da bewegen wir uns jetzt gerade wieder. Auf dem Niveau von vor 16 Jahren.
Luke
Aber man sieht, wie du schon gesagt hast, auf jeden Fall sieht man die letzten Jahre seit 2020, da ist ein ganz starker Einbruch, muss man ganz klar mal sagen. So unser klassischer Covid-Knick wahrscheinlich an der Stelle auch, dass viele Leute festgestellt haben, okay, wir brauchen nicht irgendwie das Gefahr durch die Republik immer zu fahren oder so. Würde mich mal interessieren, was die Leute denn dann machen weiterhin mit den Sticks. Also ich muss auch sagen, ich habe jetzt gerade auch vor drei Monaten oder so, habe ich auch nochmal einen neuen Stick gekauft, aber das war jetzt halt auch für die Musikwelt sozusagen. Also ich könnte mir vorstellen, dass es wahrscheinlich im Privaten irgendwie im Gebrauch ist. Und ich weiß auch so um mich herum von Leuten, wo ich dann immer mal wieder so höre, ja, jetzt ist mein Stick schon wieder irgendwie kaputt gegangen oder so. Auf der anderen Seite muss man natürlich dazu auch sagen, wenn wir jetzt an diese ganze Cloud-Speicher denken, ist es ja schon so, dass Cloud-Speicher weiterhin nicht komplett kostenlos ist. Also klar, die ganzen Anbieter wie Google und Dropbox und was es da draußen alles gibt, die bieten natürlich alle so einen kostenlosen Tarif an mit ein paar Gigabyte. Aber diese paar Gigabyte, bei Google sind es glaube ich 15 oder waren es lange Zeit mal 15, ist glaube ich immer noch so. Diese Zahl ist auch schon lange so, dass man so denkt, 15 Gigabyte, da bringe ich jetzt meine ganzen wichtigen Daten auch nicht unter. Und dann bist du natürlich schnell dabei, dann stehst du schnell vor der Wahl, kaufe ich mir irgendwie eine externe Festplatte oder einen USB-Stick oder mache ich irgendwie so ein Abo, was irgendwie so 5, 10, 20 Euro im Monat kostet bei was auch immer, Apple, Google, Microsoft, Dropbox oder so?
Em
Wenn ich jetzt große Daten von A nach B schieben möchte, dann nehme ich meistens, also wenn ich jetzt eine Person möchte, eine andere Person einen größeren Datensatz zur Verfügung stellen, gerne auch mal einen Gigabyte. Was nimmt man da?
Luke
Ja, da kannst du heutzutage gerade bis zu 2 Gigabyte, funktioniert es ja gut mit diesem WeTransfer.com. Auch ohne Werbung dafür zu machen.
Em
Ja, aber das ist so das, was bei uns üblich ist. Von meinen Kollegen in der Firma nutzt aktuell keiner ein USB-Stick, obwohl ich mir sicher bin, dass wir einige im Büro haben, für alle Fälle. Und wenn man es genau betrachtet, ist es eigentlich eine sehr schöne, analoge Variante, um Daten zu transportieren und zu sichern. Die USB-Sticks auch nichts kosten, könnte man zum Beispiel private Dokumente, die man gescannt hat oder irgendwelche anderen Unterlagen, die man auf keinen Fall in so einer Dropbox oder irgendwie in einem anderen Cloud-Speicher liegen lassen möchte, super aufheben und auch in den Tresor packen zum Beispiel. Ja, da ist der Chip immer noch gut.
Luke
Immer vor dem Hintergrund, dass diese ganzen Sachen natürlich doch irgendwann mal unbrauchbar werden. Aber das ist jetzt nichts, was innerhalb von drei, vier, fünf Jahren unbrauchbar wird. Aber irgendwann funktioniert auch ein USB-Stick nicht mehr.
Em
Verliert ihr die Spannung? Oder woran liegt das?
Luke
Ich glaube, das, decayt, also es verfällt einfach irgendwann. Also es ist jetzt, wie gesagt, es ist eher eine Sache, die irgendwie 10, 15, 20 Jahre vielleicht ist oder so und dann ist einfach der, ist es einfach nicht mehr da. Ich habe irgendwann mal was darüber gehört, aber ich kriege es nicht mehr zusammen, wieso, wieso das kaputt geht quasi. Also die Spannung brauchst du ja nicht, weil es ist ja der Vorteil an diesen USB-Stick- Technologie, das ist diese...
Luke
Ja, genau, also es ist ja kein Solid State, also es ist ja nicht eine SSD-Festplatte, Aber es ist, glaube ich, das Flash-Speicher ist, glaube ich, das Ding, weshalb das irgendwie funktioniert. Aber dazu weiß ich, kenne ich mich zu wenig mit Speichertechnologie aus und haben wir jetzt nicht vorher recherchiert. Okay. Genau, aber auf jeden Fall, ja. Also die Vermutung liegt nahe, dass es daran liegt, dass die Leute das dann doch vielleicht doch noch im privaten Gebrauch benutzen. Und also die Grafik ist jetzt hier auch speziell USB-Sticks. Es ist nicht einfach insgesamt Speicher, Weil da würde jetzt zum Beispiel die Festplatten, wenn man so eine kleine handliche SSD-Festplatte, die man schnell anstecken kann, wäre mal interessant, das können wir auch nochmal schnell gucken, ob die SSD-Festplatten, portable SSD-Festplattenverkauf vielleicht in gleichem Maß gestiegen ist, wie der USB-Stick-Verkauf gefallen ist.
Em
Ich glaube, dass der SSD-Plattenmarkt grundsätzlich gewachsen ist immer noch. Kann ich mir vorstellen, dass die Anteile gewachsen sind.
Luke
Ich guck mal hier schnell.
Em
Auf jeden Fall die Anteile an Gigabytes, die im Umlauf sind, um es dann noch ein bisschen geschickter auszudrücken.
Luke
Ja, das natürlich sowieso. Und unsere Daten, die wir haben, die werden auch immer.
Luke
Die Menge an Daten, die man hat, die wird natürlich auch immer größer. Mit größeren Fotos, besseren hochauflösenden Kameras, bla bla bla bla bla. Größere Bilder, die man sich irgendwie hin und her schickt und so. Jetzt gucken wir mal.
Luke
Schnell was finden. Ja, Festplattenkonsumentenmarkt, das ist jetzt hier eine Statistik, die man nicht einsehen kann.
Em
Es ist die klassische disruptive Technologie. Mechanische Also mit Leseköpfen, Festplatten, also der alte Hut quasi, dass die von den Solid-State-Festplatten abgelöst wurden. Ja, das ist halt eins der besten Beispiele für disruptive Technologien überhaupt.
Luke
Das stimmt, das stimmt. Ich finde jetzt hier auch gerade leider nichts, wo SSD, also wir finden hier SSDs, aber SSDs sind ja nun mal auch Dinge, die du fest in einen Computer verbauen kannst, weshalb einfach nur nach SSD zu suchen leider kein valider Vergleich ist, um zu gucken, ob die Leute ihren USB-Stick einfach mit einer SSD-portablen SSD-Festplatte substituieren. Das war ja meine Vermutung. Aber dafür finden wir jetzt irgendwie gerade auf die Schnelle nichts.
Em
Ja, kenne ich noch weniger Leute, um ehrlich zu sein, die mit einer mobilen Festplatte noch rumrennen. Auch wenn es eine kleine SSD ist. Ich glaube, der Cloud-Speicher hat den größten, die größte Flexibilität letztendlich.
Luke
Das Spannende ist natürlich dabei, um da vielleicht auch zum Abschluss zu kommen, ist. Wahrscheinlich ist auch die Notwendigkeit für einen USB-Stick heutzutage auch einfach deswegen nicht mehr so groß, weil.
Luke
Mehr irgendwelche großen Daten haben, würde ich vermuten. Also abgesehen jetzt von irgendwie Leuten wie uns, die bestimmte Sachen irgendwie sammeln, ich eben hier Musik und irgendwie meine Fotos vielleicht ein bisschen besser sortieren will, aber auch die Fotos wandern bei mir in eine Google Fotos klaut und, dafür bezahle ich irgendwie auch ein bisschen Geld. Dafür bin ich bereit, ein bisschen Geld zu bezahlen. Und andere Leute machen das mit der Apple-iCloud-Synchronisierung oder weiß ich nicht was. Leute, die mit Digitalkameras, Spiegelreflex-Digitalkameras durch die Gegend laufen und sehr, sehr viele Fotos machen und die dann auch sortieren wollen und schönen Alben packen wollen und so. Davon gibt es, glaube ich, auch nicht immer weniger, aber die Leute haben dann ihre eigenen Lösungen. Da braucht man dann auch kein USB-Stick mehr, sondern da brauchst du dann eigentlich irgendwie, irgendeinen großen Speicher und das willst du, glaube ich, auch nicht in irgendeinem Cloud-Speicher machen, weil das wahrscheinlich auf die Dauer auch langsam ist, weshalb ich glaube, dass die dann da irgendwie die ihren kleinen Server irgendwo im Schrank stehen haben, wie auch immer der ist.
Em
Ich muss dich was fragen. Und zwar, erinnerst du dich noch an diese Plattform, die war glaube ich von Yahoo, wo man Bilder hochladen konnte?
Luke
Genau, gibt es immer noch. Habe ich gerade letztens gesehen, gerade letztens deswegen, ich weiß, dass es Flickr noch gibt, weil die Republika immer noch weiterhin ihre Fotos bei Flickr hochlädt. Seit Jahr und Tag.
Em
Ich dachte, Flickr wäre tot.
Luke
Nee, Flickr ist nicht tot. Flickr ist weiterhin irgendwie da, aber ist natürlich kein großes Ding mehr. Auf jeden Fall nicht in Deutschland. Ich finde jetzt gerade nicht schnell von der Republika, aber ich gucke mal gerade hier nebenbei noch. Republika, Flickr.
Em
Ja, Flickr hatten wir damals, Luke, ich, auf jeden Fall in Benutzung. Müsste dann wohl auch noch einen Account haben, gehe ich mal von aus.
Em
Wo man unbegrenzt Bilder hochladen konnte. Ich glaube, dann, die Restriktion war eine bestimmte Auflösung, die man nicht überschreiten durfte. Aber es war eine schöne Möglichkeit, um die Bilder zu sortieren und für die Nachwelt und online offen zu behalten. im Prinzip eine Social Media Plattform in ihrer Einfachheit.
Luke
Ja, und Flickr hat mich irgendwie gelehrt, dass man mit Tags Sachen super gut sortieren kann und verschlagen kann irgendwie. Das war so der erste Punkt, wo ich damit in Verbindung gekommen bin. Und ich habe den Republika-Account gefunden, den habe ich jetzt auch mal in die Show Notes gepackt, kann man reingucken. Da sind wirklich, wirklich, wirklich viele Fotos drin. Also die haben da echt, wie gesagt, seit Jahr.
Em
Genau. Ja, was unser Fazit, USB-Sticks scheinen noch eine Rolle zu spielen. Sonst würde sich der Verkauf nicht in etwa 10 Millionen pro Jahr bis 2024 fortsetzen. Aber die Tendenz ist trotzdem leicht rückgängig.
Luke
Tendenz ist auf jeden Fall leicht rückgängig, ja.
Luke
Nächstes Thema wird hier aufgeführt als Passwörter. Dass Passwörter verschwinden. Und da vielleicht lese ich mal kurz das vor, was dazu gesagt wird. Das ist eigentlich alles recht kurz. Warte mal, ich gehe noch mal minimal zurück und sage mal.
Em
Was bei den USB-Six steht.
Luke
Das ist auch ganz spannend. Also im Jahr 2018 hat die Antje eben dargeschrieben, in Zeiten von Clouds und günstigen Web-Tools ist der kleine physische Speicher nicht mehr zwingend notwendig. Dateien können inzwischen ganz simpel im Netz ausgetauscht werden. Da würde ich jetzt tatsächlich einen fetten Haken dahinter machen und sagen, da hat sie absolut recht gehabt. Sie und oder TechCrunch, wer auch immer das da sozusagen gesagt hat. Und bei den Passwörtern hat sie geschrieben, neue Möglichkeiten wie Gesichtserkennung oder Fingerabdrücke machen Passwörter überflüssig.
Em
Was sagst du dazu? Ganz klar nein. Also in der Realität ist es so, dass wir aktuell, gerade was Banking angeht, ja eigentlich der komplette Finanzbereich, Fintech und so, die Angebote für Endkunden, also das, was ich auch nutze oder du nutzt, Banken, sind nach wie vor mit Pins und Passwörtern verschlüsselt. Aber man kann jetzt die Passworteingabe am Desktop-PC, am Mobiltelefon Telefon ein bisschen erleichtern und umgehen, indem man zum Beispiel einen Fingerabdruck nutzt. Also biometrische Eckdaten, die dafür sorgen, dass man weniger Aufwand hat beim Einloggen, weil man es ja relativ häufig tun muss für ganz viele Dinge. Also Sicherheit ist jetzt eigentlich selbstverständlich geworden. Alles ist mit mehreren Mechanismen gesichert. Passgörter gehören immer noch dazu, sind sogar ein wirklich fundamentales Sicherheitstool, aber es liegen ganz viele andere Layer drüber, die den Zugang erleichtern und damit zusammenhängen, wie zum Beispiel der Fingerabdruck. Ja.
Luke
Der ja aber weiterhin doch noch recht unsicher ist, weshalb diese ganzen wirklich sicheren Sachen sich nicht mit einem Fingerabdruck machen lassen. Also zum Beispiel, wenn du das Handy ausschaltest und wieder anschaltest, musst du weiterhin deinen PIN eingeben. Also nein, stimmt nicht ganz. Du kannst es ja auch alles ausstellen und so. Aber wenn du einen Fingerabdruck verwendest, kannst du das Handy nicht entsperren nach dem Neustart nur mit dem Fingerabdruck.
Luke
Auch Gesichtserkennung. Genau, auch Gesichtserkennung funktioniert nicht nach dem Neustart, was ich, was so ganz spannender Beobachtung ist im Sinne von, da scheinen sich unsere Sicherheitsexperten und Expertinnen noch nicht so wohl damit zu fühlen, das tatsächlich auch wirklich als ganz sicheres Element mit anzugeben oder verfügbar zu haben für die Leute.
Luke
Auch zu Recht, weil klar, also natürlich, so ja, wenn man jetzt so ganz hart das mal sagt, kann einfach irgendjemand den Finger abhacken und das Handy neu starten. Wenn der vielleicht noch halbwegs warm ist, dann funktioniert das noch, keine Ahnung. Ja. Und dass genau das gleiche ist, weiß nicht, wie es mit Retina, also Retina ist ja nochmal was anderes, aber mit Gesichtserkennung, da ist glaube ich auch noch nicht sicher genug quasi, also da gibt es zu viele Unsicherheiten, zu viele Unwägbarkeiten, dass man sich da wirklich sicher sein kann. Was ich aber spannend darin finde, ist, dass gerade in den letzten Jahren und vermehrt, so würde ich jetzt sagen, in den letzten anderthalb Jahren ja etwas neu hinzugekommen ist, was die Sicherheit, was Passwörter ablösen will, nämlich die Passkeys. Die werden mir jetzt auch, habe ich das Gefühl, versucht mir jetzt hier auch irgendwie jeder zweite Service irgendwie unterzujubeln. Bisher habe ich das immer abgelehnt in Anführungsstrichen, also habe ich immer das nicht gemacht, sondern weiterhin mit Passwort, weil ich irgendwie, ja, habe ich da letztens auch ein bisschen weiter damit beschäftigt. Das können wir vielleicht auch mal irgendwie gucken, ob man mal eine Episode dazu macht, aber... Und letztendlich ist, wenn man mit Passkeys arbeitet und dann irgend so einen großen Anbieter benutzt, wie irgendwie Google oder weiß ich nicht was, dann synchronisiert der auch diese ganzen Passkeys zwischen deinen Geräten hin und her. Und dann fragt sich natürlich auch schon wieder so, wie sicher ist denn das eigentlich und was hat das für einen Vorteil, außer dass es halt convenient ist, also super leicht zugänglich ist. Also leicht zugänglich im Sinne von, dass man sich nicht überall unterschiedliche Passwörter merken sollte, was man nämlich eigentlich tun sollte, was kaum jemand macht, glaube ich, im privaten Umfeld.
Em
Ja, haarsträumend, wenn man daran denkt, dass die ursprünglichen Empfehlungen waren, für jede Plattform ein eigenes Passwort und dann das Passwort alle vier Wochen oder sechs Wochen einmal austauschen. Ich kenne niemanden. Also, nee, also das ist vor allem, dass man nicht davon redet. Ja, vor allem das
Luke
Austauschen macht sowieso kaum jemand überhaupt. Es sei denn, du bist im beruflichen Kontext vielleicht automatisiert dazu gezwungen, weil dein Systemadministrator die IT-Abteilung da irgendwie sowas einbaut, dass du das irgendwie alle drei Monate oder was ändern musst. Und da steigen die Leute, glaube ich, auch schnell auf die Barrikaden. Das weiß ich noch, als ich damals irgendwie so, finde ich auch nervig. Aber tatsächlich wäre das die allersicherste Variante. Und natürlich nie ein Passwort zweimal verwenden und eigentlich nie ein Passwort, was man sich irgendwie, was ein normales Wort ist. Aber gut, das ist auch wieder ein anderes Thema.
Em
Was wollen wir jetzt festhalten? Was ist dein Fazit?
Luke
Mein Fazit ist, dass das nicht stimmt. Und meinfalls ist das hier nicht stimmt, dass wir rein mit Gesichtserkennung und Fingerabdrücken solche Sachen machen. Was man natürlich sagen kann, das kann man jetzt wahrscheinlich bei allen Sachen sagen, wo wir in Zukunft sagen werden, das stimmt so nicht, aber ist das einfach Gesichtserkennung, Fingerabdrücke und andere Möglichkeiten zum Authentifizieren weiter auf dem Vormarsch sind?
Luke
Was ich ganz spannend finde, und das schließt sich jetzt natürlich so ein bisschen damit an, ist Fingerabdrücke zum Beispiel, was man mit denen da noch machen kann. Also kommen wir mal zum dritten Punkt, der da eigentlich so mit dazugehört. Deswegen finde ich es eigentlich auch ganz schlau, dass man das da zusammengefasst hat. Aber trotzdem sind es, wenn man jetzt Dinge anfassen können will, gut, Passwörter kann man nicht anfassen, aber wenn man jetzt mal wirklich so gedanklich durchgehen will, ist das dritte nämlich Schlüssel. Also physische Schlüssel sind genauso wenig notwendig, egal ob beim Zugang zur Wohnung oder zum Auto.
Em
Und da ich jetzt, also ich rolle es mal von hinten auf, ich habe ein altes Auto,
Luke
Was noch einen Schlüssel hat, das kann ich jetzt bei mir selber nicht bestätigen, aber ich merke das so auch um mich herum, dass manche Leute wirklich einfach mit der App ihr Auto öffnen können und wollen. Letztens waren wir bei Freunden und die haben gerade ihr Haus saniert und renoviert und die haben an ihrer Haustür, also die haben so ein Reihenhaus und die haben die Haustür, können die beiden mit ihrem Fingerabdruck öffnen. Es gibt natürlich auch noch einen Schlüssel, mit Schlüsselloch sozusagen, aber die können einfach die Tür mit dem Fingerabdruck öffnen.
Em
Das ist ein Riesenmarkt. Da gibt es ja diese Firma Ring, heißt die, glaube ich.
Luke
Ja, und noch ganz viele andere gibt es ja auch. Diese ganzen Sachen mit dem Home Assistant und da diese ganzen anderen Technologien. Meta, glaube ich, gibt es auch noch, die so diese ganzen Heimautomatisierung machen und die haben bestimmt auch sowas.
Em
True. Ja, ich würde sagen, das hat auf jeden Fall Hand und Fuß, dass man da in der Richtung den Schlüssel als Fallback-Lösung behält, falls mal Energie ausfällt oder irgendein technischer Defekt irgendwie vorliegt. Und ansonsten Ja, du hast es ja gerade freundlicherweise recherchiert. Smart Locks, finde ich, der Begriff sagt eigentlich alles. Also intelligente Schlösser, die man mit Zeitfenstern programmieren kann, wo man bestimmten Leuten Zugang gewähren kann und anderen wiederum nicht. Und ja, je nachdem, was man vorhat für den Use Case, den Zugang generieren kann, ist natürlich viel besser, als irgendwie zwei Schlüssel zu haben, weil der dritte gerade irgendwie bei der Mutter liegt oder bei den Geschwistern und dann wenig Flexibilität zu besitzen Ja, der Übergang vom Analog zu Digital ist hier auf jeden Fall zu spüren. Es ist auch ein Riesenmarkt, der expandiert.
Luke
Bist du bei dir da konfrontiert in deiner Welt, sag ich mal, in deiner privaten Welt irgendwie mit smarten Türschlüsseln bisher gewesen so?
Em
Ja, ich sag Jein vielleicht, weil ich bewege mich noch in dieser Zwischenwelt von tatsächlich analogen Schlüsseln, die dann aber im Extremfall gechippt sind. Die gibt es ja auch noch, also programmierbare Schlüssel.
Luke
Also mit NFC-Karte, oder was meinst du?
Em
Nee, es ist kein NFC, sondern der Schlüssel wird, der ist kodiert. Ja. Für einen jeweiligen, für einen Zylinder. Also so ganz, so analoge Firmen wie Zeiss Econ, so ganz bekannter Schlüsselhersteller in Deutschland. Haben so Geräte, wo du quasi den Schlüssel, der so aussieht wie ein ganz normaler Schlüssel, aber der noch einen Chip hat, ins Schlüsselloch steckst. Dann dauert es kurz eine Sekunde, der Schlüssel wird erkannt und dann kannst du erst den Zylinder drehen und die Tür öffnen.
Luke
Ah, okay. Siehst du, sowas ist an mir vorbeigegangen. Spannend habe ich noch. Das hatte ich.
Em
Tatsächlich in beiden Firmen, in denen ich jetzt gearbeitet habe in den letzten Jahren, hatte ich diesen Schlüssel. Also in zwei unterschiedlichen Firmen.
Luke
Interessant. Also ich, wo ich mal damit konfrontiert war, war jetzt eben bei Freunden da mit dem Fingerabdruck, aber auch bekannter von uns, die können auch sozusagen die Türe öffnen mit einer App tatsächlich, also auch, ich weiß jetzt nicht, welches Firma das sozusagen macht, aber das theoretisch kann halt, wenn der Postbote vor der Tür steht und du dem so viel vertraust, dass du sagst, mach die Tür auf, dann kannst du dem entweder vielleicht so ein Code sagen, so einen temporären Code und so, oder der kann halt einfach direkt mit der App die Tür öffnen zu Hause und dann kann der das da auf die Türschwelle legen und die Tür wieder zumachen.
Em
Spannend, ja. Ganz ehrlich, für mich wäre das nichts.
Luke
Für mich wäre das auch nichts. Ich bin da, keine Ahnung, vielleicht bin ich altmodisch, aber irgendwie weiß ich, ich.
Em
Ich meine, ich musste jetzt,
Luke
Wir hatten ja jetzt hier gerade in Berlin den Stromausfall irgendwie sehr lange Zeit und wenn ich mir jetzt vorstelle, also mehrere Tage lang und da waren ja auch einige Sachen, die dann da irgendwie nicht gingen. Dass Leute zum Beispiel, weil die ganzen Rolloanlagen, also Gardinen und elektronische Vorhänge unten waren, als der Sturmausfall war, konnten die Leute diese sechs Tage oder fünf Tage oder wie lange auch immer, hatten kein Tageslicht, weil sie ihre Rollos nicht hoch machen konnten, weil es nicht funktioniert hat.
Em
Weil die Mobilfunkmasten nicht mehr funktioniert haben, konntest du auch von der Warn-App keine Nachricht empfangen und konntest nicht auf die Webseite gehen, um das Problem zu lösen.
Luke
Und wenn ich an sowas denke, weiß ich gar nicht, ob ich das wollen würde, dass ich meine Tür gar nicht mehr mit dem Schlüssel aufmachen kann. Also klar, natürlich, es ist sicherlich immer noch so, hier auch in den Bildchen, die wir jetzt hier sehen, für die Smart-Logs, das sieht immer so schön alles super digital aus, so ohne Schlüsselloch. Aber auch da bei den Freunden von uns, bei denen wir jetzt waren, wo die mit dem Fingerabdruck das geöffnet haben, Da war ja auch noch ein normales Schlüsselloch. Also das kann ich mir ganz ehrlich gesagt in Deutschland, im Land, das irgendwie der Sicherheitsgefühle sozusagen gar nicht vorstellen, dass wir irgendwann mal in den nächsten 20 Jahren gar keine Schlüssellöcher mal irgendwo sehen werden. Ich kann mir schon vorstellen, dass es weiter zurückgeht und vor allen Dingen kann ich mir auch vorstellen, dass es gerade in Büro-Welten sicherlich da doch durchaus auch auf jeden Fall deutlich mehr Sinn macht, das vielleicht einfach weiter zu digitalisieren, in Anführungsstrichen, wenn man von Digitalisierung reden will, wenn da einfach irgendein Gerät vor dem Schlüsselloch gebaut wird oder der Schlüssel ausgezauscht wird, weil das natürlich viel einfacher ist für Leute mit Fluktuation oder du kannst irgendwie bestimmten Leuten zu bestimmten Uhrzeiten Zugang geben. Das Reinigungspersonal kommt halt erst ab 18 Uhr rein oder weiß ich nicht was. Das wird wahrscheinlich schon noch mal deutlich mehr Einfluss nehmen. Aber gut, jetzt steht ja, physische Schlüssel sind genauso wenig notwendig. Das würde ich jetzt auch sagen, stimmt nicht unbedingt.
Em
Physische Schlüssel sind extrem stark am Markt. Also die sind extrem zäh, nicht wegzukriegen. Bei E-Autos sieht man immer mehr, dass man da auf jeden Fall die Türen elektronisch öffnen kann.
Luke
Und auch teilweise ohne echten Schlüssel, in Anführungsstrichen, das Auto starten kann. Also in vielen Fällen hast du ja nur noch irgendwie wie so eine Mini-Fernbedienung, die du irgendwie dann mit ins Auto nehmen musst. Und solange das in dem Auto liegt, kannst du dann halt auch losfahren quasi.
Em
Genau. Ja, dann lass uns den Punkt vielleicht einfach so festhalten.
Luke
Und schauen auf den nächsten Punkt. Der nächste Punkt sind Fernbedienungen. Und dazu hat sie damals geschrieben, jedes Gerät will aus der Ferne gesteuert werden. Musikanlage, Fernseher, DVD-Player und vieles mehr. Dafür braucht es keine zig Fernbedienungen mehr, sondern nur noch ein Smartphone mit der entsprechenden App.
Em
Gut gedacht, schlecht gemacht. Hat nicht funktioniert, würde ich sagen.
Luke
Ja, würde ich auch sagen. Also es gibt natürlich einige Stellen, wo man das mit der App direkt machen kann. Dann haben wir jetzt auch gerade schon gesagt, ja, keine Ahnung, theoretisch Tür aufmachen oder das Licht an- und ausschalten oder sowas. Das geht ja schon auch alles mit Apps, aber Fernbedienung für Musikanlage, Fernseher und DVD-Player ist weiterhin einfach nicht so richtig wegzudenken, wenn du denn eine Musikanlage, einen Fernseher und einen DVD-Player noch sozusagen überhaupt hast. Das wäre eh spannend. Aber was man sagen kann, finde ich, ist, dass wenn man jetzt an Fernseher und ich gucke mir irgendwelche Sachen an denkt, dann kann man schon sagen, dass man eigentlich keine eigenen Fernbedienungen mehr für die einzelnen Tools braucht, sozusagen, die du dann auf deinem Smart-TV nämlich starten kannst. Da brauchst du nur die eine Fernbedingung für dein Smart-TV und mit der kannst du dein Netflix steuern und dann, keine Ahnung, deinen anderen Streaming-Dienst so und so.
Em
Guck mal, das ist das Stichwort, weil du es gerade erwähnt hast. Ich habe auf meinem Smartphone zum Beispiel eine wir können ja hier ruhig Werbung machen, ich habe einen Philips Ambilight Fernseher schon seit Ewigkeiten und ich habe die App dafür damals runtergeladen, ich habe die App wahrscheinlich innerhalb der letzten drei Telefone, die ich mir gekauft habe, immer wieder übertragen, aber ich benutze sie 0,0, die App. Ich dachte, das ist eine coole Backup-Lösung, falls der Fairmedium mal was passiert, falls ich sie verlege oder sie kaputt geht, aber tatsächlich kann die Haptik des Smartphones, also auf dem Glas quasi rumzudrücken, mit der eigens dafür gebauten Fernbedienung, die haptisch sehr gut funktioniert, nicht mithalten. Es hat sich bei mir nie durchgesetzt. Der Fernseher hat für mich eine Fernbedienung. Genauso wie du es gesagt hast, kann ich mit dieser Smart-Fernbedienung meinetwegen auf YouTube irgendwelche Videos mir raussuchen oder auf Amazon irgendwas gucken. Aber im Endeffekt ist es die Fernbedienung des Fernsehers, die ich benutze und nicht die App auf den Händen.
Luke
Vielleicht sind wir auch zu undigital an der einen oder anderen Stelle.
Em
Kennst du jemanden, der es macht?
Luke
Ich weiß nicht. Ich könnte mir jetzt vorstellen, hier ein paar von unseren gemeinsamen Bekannten, Wenn ich jetzt zum Beispiel so an Lutz denke oder so, der immer schon super digital unterwegs war und auch so neue Technologien immer richtig cool findet, könnte ich mir vorstellen, dass er das vielleicht einfach gesagt hat, hier mit meinem Apple-TV und das mache ich alles damit. Und voll geil, da kann ich einfach mit meinem iPhone alles die ganze Zeit super bedienen und so. Und muss mir nie merken, wo die Vermedienung ist. Weiß ich eh nicht. Und mein Handy habe ich eh immer in der Tasche. Zack, hole ich raus. Und dann, wenn ich sowieso alles mit dem Handy mache, ich bediene meine Rollos und ich bediene die Heizung und ich bediene, wann mein Pool gewärmt wird und nicht und so weiter und so fort. Und geil, kann ich auch noch mit meinem Handy den Fernseher ein- und aus- und einschalten.
Em
Ich mache mal noch eine Dimension auf, weil das gerade passt. Ja, warum nicht? Also es wird sicherlich auch Leute geben, die das machen. Ich glaube, es wird nicht die Vielzahl der Leute sein. Einfach aus praktischen Gründen. Auch so ein bisschen ich glaube, so funktionieren Menschen nicht, sondern tatsächlich spielt Haptik eine große Rolle, aber es gibt eine Sache, die sich bei mir zwar wirklich verändert hat, wo ich dann aber neugierig bin, was du dazu sagst, und zwar das herkömmliche Radio existiert bei mir nicht mehr. Ich bin tatsächlich der Typ, der morgens aufsteht und dann seinen Musikkonsum mit Sprachsteuerung regelt. Also, wir sind jetzt weg von der Fernbedienung, sondern wir sind jetzt bei Sprachsteuerung. War jetzt nie ein Thema dieses Blogs von vor so und so vielen Jahren. Das war ja 2018. Allerdings hat sich das relativ durchgesetzt in meinem Bekanntenkreis. Sprachsteuerung.
Luke
Sprachsteuerung für einfach irgendwie ins Telefon reinsprechen oder in irgendein Tool reinsprechen und sagen, spiel mir jetzt rbb-Inforadio ab oder wie genau meinst du Spruchstörungen?
Em
Ja, aber dann diese stationären Siris und Alexas und wie die alle heißen. Mhm. Also in meinem Bekanntenkreis steht in jedem Haushalt so ein Gerät, mindestens eins.
Luke
Das ist ja interessant, ja. Okay, spannend.
Em
Die Kinder spielen damit, Kinder, die es bedienen müssen.
Luke
Würde ich mal gerne eine eigene Folge auch mal darüber machen, über die Pros und Cons davon, weil ich finde, wir haben auch sowas hier rumstehen und ich habe das Erste, was ich gemacht habe, ist das Mikrofon auszuscheiden bei all diesen Geräten, weil ich irgendwie nicht will, dass das die ganze Zeit zuhört, weil ständig, wenn es zuhört, macht es Fehler und sagt, Entschuldigung, das habe ich leider nicht verstanden, obwohl ich gar nicht damit geredet habe oder sorry, dazu finde ich leider keine Informationen und sonst was und, diese ganze Anwendung an diese ganzen Services haben wir gar nicht gemacht bei uns. Also gar nicht im Sinne von, weil ich dem nicht traue, also an die Anbindung wie, keine Ahnung, Musik hören mit Spotify, Apple Music oder was auch immer, you name it. Und wir hatten es eine Zeit lang mal und es hat nie richtig gut funktioniert. Es war immer gesagt, irgendwie spiel mir das und das bei Spotify ab und dann hat es halt einfach irgendwas komplett anderes abgespielt und nicht die Playlist, die ich genau so genannt habe, wie ich weiß, dass sie heißt und so. Und dann habe ich einfach gesagt, das war mir einfach zu bescheuert, dass es die ganze Zeit zuhört und mir rumnervt. Und super interessant, deswegen würde ich da gerne mal eine eigene Folge dazu machen.
Em
Ja, machen wir, auf jeden Fall. Wo wir schon beim Machen sind, können wir ja direkt mal weitermachen.
Luke
Dann machen wir mal weiter. Gehen wir zum nächsten Punkt, zum nächsten Kapitel, zum nächsten Abschnitt, was hier gesagt wird. Und das sind die Papierverträge. Und zwar die Zeiten, in denen Verträge ausgedruckt, hin und her geschickt und auf dem Papier unterschrieben werden mussten, sind vielleicht bald vorbei. Vielleicht steht hier schön dabei. Vereinbarungen können inzwischen schließlich digital signiert und rechtskräftig sein. Da würde ich jetzt auch ein ganz klares Nein in Deutschland auf jeden Fall dahinter schreiben. Ich meine, wir haben hier diese Färbung, dass das irgendwie von TechCrunch vielleicht ursprünglich kam. Und in den USA kann ich mir vorstellen, dass das doch deutlich, deutlich, deutlich weiter fortgeschritten ist. Ich glaube, es gibt weiterhin keine einzige rechtsverbindliche digitale Unterschrift, die du an deinem eigenen Computer machst, ohne dass du irgendwelche wirklichen Sicherheitssachen hast. Ich würde vermuten, selbst wenn du mit Adobe DocuSign irgendwelche Unterschriften an deinem Computer ausfüllst, dass die deutlich anfechtbar sind und da eine große Unsicherheit besteht für Firmen. Was ich glaube, was ich jetzt auch schon häufiger gesehen habe und mitbekommen habe, kennt wahrscheinlich auch jeder von euch da draußen, jeder und jede von euch da draußen, wenn man bei Ikea oder irgendwie sowas, ein SEPA, also wenn man mit Karte bezahlt, muss man doch manchmal unterschreiben. Und dann ist da so ein kleines Vacom-Tablet, so ein mini kleines Tablet mit einem schwarzen Stift da dran, den man nicht abreißen kann, der ist mit einer Stahlseil da dran, damit dir niemand dieses Stiftchen mitnehmen kann und dann unterschreibt man auf so einem Display, was aussieht, als wäre es wie so ein alter Gameboy-Optik so und unterschreibt da drauf und dann wird diese Unterschrift irgendwie sozusagen mit deiner Transaktion mit abgespeichert. Aber das, also das ist eine digitale Unterschrift in Anführungsstrichen, aber wenn ich jetzt hier einen Vertrag mit Darlehensvertrag oder einen Vertrag für, keine Ahnung, wie einen Mietvertrag mache, glaube ich nicht, dass ich. Also vielleicht, wahrscheinlich könnte ich das auch so digital unterschreiben, wenn da jemand quasi mir so ein kleines Tabletchen hinhält, extra dafür, aber wirklich rechtskräftig verbindliche Aufträge und so so richtig, so richtige Geschäfte machen. Das ist einfach in Deutschland, glaube ich, weiterhin nicht richtig, richtig, richtig tief angekommen, wo man es natürlich, wie ich es ja schon gesagt habe, ständig macht, ist irgendwie im Supermarkt, wenn man mal so unterschreibt, also im Supermarkt, also im Supermarkt muss man auch nicht unterschreiben, aber bei Ikea oder so, bei anderen Sachen, wo man, und wo ich das regelmäßig mache, ist, wenn der DHL oder DPD oder Hermes-Paketbote, Botin bei mir vorbeikommt und ich die Sendung entgegennehme, möchten die auch immer eine Unterschrift haben. Und das mache ich dann auch auf dem Smartphone. Aber das ist ja auch kein Vertrag, sondern das ist nur eine Bestätigung, dass ich das erhalten habe. Und am Ende wird es, keine Ahnung, was damit dann wirklich passiert ist, wird abgelegt und nach zwei Jahren wird es wahrscheinlich gelöscht, damit man sagen kann, gut, bis dahin haben wir es aufgehoben.
Em
Jetzt pass auf und halt dich fest, mein lieber Luke. Da ein Teil meines Berufes auch die Finanzierungsberatung ist und wir genau das tun, Darlehensverträge, wo es wirklich um große Summen geht mit Banken, die, und jetzt kommt's, inzwischen digital unterschrieben werden und es wird von den Banken akzeptiert.
Luke
Und jetzt schuldere mir mal das Prozedere bei genau diesen Sachen, wie das abläuft, wie digital unterschrieben wird.
Em
Also tatsächlich gibt es eine Riesenbandbreite. Ich würde auch nicht sagen, es gibt tatsächlich noch sehr analoge Banken, die verlangen eine handschriftliche Originalunterschrift, die dann aber nicht postalisch versendet werden muss, sondern gescannt werden kann. Es muss nur klar sichtlich sein, dass per Hand unterschrieben wurde, wo manchmal sich die Geister scheiden, was was ist. Ist es eine originale Unterschrift? Ist es eine gescannte originale Unterschrift? Was passiert da eigentlich gerade?
Luke
Gut, aber ganz kurz da rein. Das Dokument wird ja sicherlich nicht geschreddert und verbrannt danach. Das echte Papierdokument, wo jemand unterschrieben hat, was gescannt wurde. Das wird auch nicht danach gefragt. Das heißt also, ihr schmeißt es danach weg?
Em
Also was wir tun, ist ja erstmal den gesamten Prozess vorbereiten, dann werden die Antragspapiere unterschrieben und über diese Unterschriften rede ich dann. Und dann passiert aber genau das, was du gesagt hast, die Bank druckt einen Vertrag aus, schickt den Vertrag nach Hause, in vielen Fällen, das ist ja sozusagen, um deinen Teil nochmal abzudecken, genau das, was passiert. Nachdem der Antrag gestellt wurde, der digital unterschrieben wurde, geht dann der eigentliche Vertrag zu deinem Haushalt. Und dort musst du dann deine Version, den Durchdruck quasi, den du an die Bank zurückschickst, händisch unterschreiben.
Luke
Aha, siehst du? Also, ist genau weiterhin wie immer. Du musst ein echtes Dokument, also in dem Fall musst du ein echtes Dokument mit deinem Stift unterschreiben und das in Briefumschlag tun und irgendwo hinschicken oder zu irgendjemandem hinbringen. und dann ist es da in so einem Fall. Ja. Okay, jetzt die nächste Bandbreite.
Em
Also das ist tatsächlich nach wie vor immer noch ein großes Thema, aber inzwischen ist es so, dass viele Banken sich auf Digitalisierung spezialisiert haben und das auch akzeptieren, wenn man es online macht. Also man unterschreibt den Vertrag quasi mit einer digitalen Signatur. Das kann so eine Adobe Signatur sein, kann aber auch einfach deine Signatur sein, die du scanst oder die du einfügst und dann schickst du es rüber. geht auch.
Luke
Und dann kommt in solchen Fällen auch kommt kein weiteres Dokument zu mir nach Hause, was ich dann nochmal in echt unterschreiben muss.
Em
Nee, es gibt Fälle tatsächlich, wo es alles digital geht inzwischen.
Luke
Okay, interessant. Ist noch nicht das Gros.
Luke
Und das, wo es dann komplett digital ist, ist es dann immer mit Adobe Sign oder ist es auch irgendein anderes Tool?
Em
Ich werde mal morgen, weil es jetzt aus gegebenen Anlass echt spannend ist, im nächsten Meeting mal mit meinen anderen beiden Kollegen ein Brainstorm machen, wo es komplett digital ist und wo es dann nur zum Teil digital ist. Die Informationen liefere ich gerne mal nach bei uns.
Luke
Das fände ich echt sehr interessant.
Em
Es gibt über 400 Banken, mit denen man Geschäfte machen kann und die sind halt alle unterschiedlich.
Luke
Klar. Was ich mir immer denke dabei ist halt so, die Banken müssen ja auch irgendwie sich sicher sein können, dass nicht irgendwie in vier Jahren jemand sagt, nee, Moment, das habe ich gar nicht unterschrieben. Wenn du ein echtes Dokument hast, was du anfassen kannst, wo du die Unterschrift, also wo du es irgendeinem Dokumentenüberprüfungsmenschen geben kannst und der sagt, ja, da hat wirklich ein Kugelschreiber auf dem Papier entlang gekratzt, dann haben die wahrscheinlich deutlich, deutlich bessere Chancen als bei irgendjemandem, bei was anderem zu sagen, ja, das hier wurde mit DocuSign gemacht und wie weißt du denn nach, dass nicht irgendjemand anders, das unterschrieben hat und diesen Link, das zufällig dein E-Mail-Programm geöffnet hat und so weiter und so fort. Dann ist wahrscheinlich, das ist die Frage, wer ist dann in der Beweispflicht zu sagen, war ich das jetzt oder ist jemand in der Beweispflicht zu sagen, nein, ich war es nicht und ist die Bank irgendwie in der Beweispflicht, dir nachzuweisen, dass du es warst und wahrscheinlich ist es dir nachzuweisen, dass du das wirklich in echt unterschrieben hast, deutlich einfacher, wenn du in Papier auf Papier mit Kugelschreiber gekratzt hast, als wenn, einfach nur digital du deinen Willi da drunter gesetzt hast, weil die könnte ich ja auch einfach fälschen.
Em
Ja, nur mit welchem Sinn. Also wenn du jetzt zum Beispiel einen Immobilienkredit aufnimmst, warst du beim Notar und hast einen Kaufvertrag unterschrieben und so, dann ist es relativ klar, wo die Mittelverwendung hinfließt. Also es ist ja auch aneinander gebunden alles. Da gibt es sicherlich so einen kausalen Zusammenhang, der dann einige Unterschriften überflüssig macht, weil die schon woanders abgedeckt sind. Ich rede jetzt
Luke
Hier an solchen Stellen auch davon, du kaufst halt irgendwie, oder vielleicht einen Mietvertrag oder sowas zum Beispiel auch. Du könntest ja auch sagen, nee, habe ich nie unterschrieben, war ich nicht, keine Ahnung. Ich habe zwar in der Wohnung gewohnt, aber den Mietvertrag habe ich nie unterschrieben, keine Ahnung, wer diese Unterschrift geleistet hat. Wird wahrscheinlich einfacher sein, das zu sagen, wenn du irgendwie digital machst. Aber gut, ohne dass wir jetzt beide rechtlich ständig solche Fälle vor uns haben, wo sowas angefochten wird, könnte ich mir weiterhin vorstellen, dass viele Leute, also in vielen Fällen, das einfach immer noch Papier, Unterschrift richtig zählt. Weil ich könnte mir vorstellen, dass es einfach leichter anfechtbar ist, dann zu sagen, ja Moment, digital, meine Frau war an meinem Rechner und hat da meine Unterschrift eingefügt oder weiß nicht was. Das war ich nicht und das wollte ich nicht. Müssen Sie mir erst mal nachweisen, dass ich das nicht war oder so.
Em
Ich habe ein ganz konkretes Beispiel von tatsächlich vorgestern. Vom Wochenende, da saß ich zu Hause und habe zwei Treuhand-Erklärungen für Treuhand-Konten ausgefüllt, die unterschrieben werden mussten. Wo ich meine Unterschrift digital draufgesetzt habe auf die PDF und dann einfach zurückgeschickt habe und es hat alles wunderbar geklappt. Als Beispiel, da geht es, es sind jetzt keine Riesensummen, aber so ein Treuhandkonto ist halt, es ist so ein Miet-Treuhandkonto für eine Kaution, da liegen dann halt mal vielleicht ein paar Tausend Euro drauf. Sowas. Und die Bank war eine relativ bekannte, renommierte Bank, die es dann akzeptiert hat. Und ich hätte auch den Weg gehen können, dass ich das ganze Dokument einmal mit einem Farblaserdrucker ausdrucke, händisch unterschreibe und dann nochmal einscanne oder Postale schicke. Aber der kostengünstigste Weg war einfach, die Signatur, die ich mir selbst digitalisiert habe von meiner Handschrift, dort einzusetzen.
Luke
Und dort einzusetzen musst du jetzt mal genau ausführen. Wo ist dort einzusetzen? Hast du diese einzelne JPEG-PNG-Datei, die durchsichtig ist? Oder ist als PDF-Datei irgendwo hochgeladen und dann schön irgendwo auf so einem Dokument da in so einem Online-Tool platziert. Hast du es in eine Word-Datei eingefügt? Hast du diese durchsichtige PNG-Datei in eine PDF-Datei eingefügt, dann die PDF-Datei gespeichert, wieder als neue PDF-Datei? Okay, und hast du die dann auch als PDF XA, heißt es glaube ich, gespeichert oder hast du die einfach nur so gespeichert?
Em
Als PDF einfach nur so gespeichert.
Luke
Okay, weil eine PDF, die einfach nur so gespeichert ist, die kann ich jetzt einfach öffnen und deine Unterschrift wieder rauswerfen und nur eine PDF-Datei, die mit PDF-XA in dem PDF-XA-Format gespeichert ist, ist nachweisbar dann unverändert, wenn sie weiterhin PDF-XA ist. Also wenn ich die Datei dann nehme, die PDF-XA-Datei, die kann ich auch nachträglich bearbeiten, aber ich kann dann nicht mehr, das ist dann nicht mehr unverändert, die Datei.
Em
Ja, das ist gut zu wissen. Also Tatsächlich, ich glaube, ich habe einfach nur, ich habe mit Adobe signiert. Also es gibt ja diese Signatur,
Luke
Diese Unterschrift. Ja, wenn du das so gemacht hast, dann wird er das automatisch als XA gespeichert haben, wenn du diese Signierfunktion verwendest sozusagen.
Em
Ja, und dann habe ich es rüber geschickt.
Luke
Ja, naja, okay. Also was halten wir also als Fazit für die Papierverträge fest?
Em
Nach wie vor sehr wichtig. Aber auf dem absteigenden Ast.
Luke
Aber deutlich weniger auf dem absteigenden Ast als jetzt zum Beispiel USB-Sticks. Würde ich jetzt behaupten wollen.
Em
Ja, wir haben kein verlässliches Zahlenwerk dafür bisher, aber ich würde es auch so sagen. Es fühlt sich so an für mich. Das ist nach wie vor. Verträge sind einfach in diesem Land noch auf Papierbasis. Oder je papieriger, desto schwerwiegender.
Luke
Je papieriger, desto schwieriger zu fashion. Ja, oder sozusagen desto schwerwiegender in der Echtheit zu attestieren oder sowas, wenn man so sagen will. Ich habe eine lustige, interessante Geschichte, die ich da jetzt gerade, wo wir mit Papier und Unterschriften zugange sind, noch zu Protokoll geben möchte hier an der Stelle. Ich habe was für meine Frau abgeholt bei TK Maxx. Die hatte was bestellt und hat das in den Laden bestellt und ich bin hingegangen. Hatte ihren Ausweis dabei und meinen Ausweis natürlich. Ich gehe also dahin, sage hallo, ich möchte gerne die und die Bestellung abholen, zeige den Ausweis meiner Frau und dann sagt die freundliche Person dann, wirklich sehr freundlich, sagt zu mir, tut mir leid, das ist jetzt für wen nochmal, für sie? Und ich so, nee, nee, es ist für meine Frau. Und sie so, ja, dann brauche ich bitte eine Vollmacht ihrer Frau. Ich sage, aber ich habe ihren Ausweis doch dabei und ich weiß den Hilft dir nicht. Ich kann ihr die E-Mail zeigen, die sie mir geschickt hatte und so. Das reicht nicht. Und sagte mir die Frau, nein, das tut mir leid, da brauche ich schon eine Willenserklärung der Person, dass es auch in Ordnung ist, dass sie das abholen.
Em
Die DHL macht es genauso.
Luke
Das verstehe ich, absolut. Aber also da komme ich gleich nochmal dazu. Dann gehe ich also wieder nach Hause und gehe irgendwie fünf Tage später wieder hin, habe die Vollmacht dabei, meiner Frau, die es unterschrieben hatte, wo sie geschrieben hat, wo ich extra gesagt habe, wir schreiben jetzt da meinen Namen und deinen Namen hin und so weiter und so fort und unterschreiben mir das. Dann hat sie das also unterschrieben. Ich gehe also dann damit hin, halte diesen Zettel dann, klingel da wieder, halte der Person den Zettel hin und die nimmt den, guckt sich den an und gibt mir den wieder, ohne meinen Ausweis anzugucken, ohne den Ausweis meiner Frau anzugucken.
Em
Und gibt mir dann die Ware.
Luke
Und ich denke so, Moment, aber ich könnte das doch jetzt auch einfach gefälscht haben. Ich könnte doch jetzt einfach nach Hause gegangen sein, es einfach ausgedruckt haben, einfach random irgendeine Unterschrift darunter gesetzt haben und dir jetzt nur diesen Zettel hinhalten, ohne dass du, sozusagen den Ausweis von mir und den Ausweis von meiner Frau sehen willst? Interessant. Dann habe ich ihr das so gesagt, als ich das erste Mal da war, habe ich ihr auch gesagt, ich finde es eigentlich total gut, dass sie da so genau sind, weil es kann ja jeder vorbeikommen und irgendwie an den Ausweis gekommen sein, keine Ahnung.
Em
War es ja dieselbe Frau? Ja, es war dieselbe Frau.
Luke
Es war derselbe Mensch. Und die meinte dann noch, naja, ich habe mir ihr Gesicht gemerkt, ich wusste es noch, weil sie waren ja so nett und sie fanden das letztes Mal so toll, dass wir hier da so genau sind. Also war das schon, aber ich meine, ich hätte trotzdem, also, Ich könnte dir hier Geschichten erzählen.
Em
Die sind nicht legal, mein Lieber. Der Faktor Mensch ist halt unberechenbar. Wenn du zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Menschen gerätst, schaffst du es auch ohne Vollmacht wetten?
Luke
Absolut, hundertprozentig. Definitiv bin ich tausendprozentig bei dir, weil letztens war ich bei DHL in irgendeinem Paketshop, habe was abgeholt, es wurde nach nichts gefragt. Das Einzige, was ich zeigen musste, war die E-Mail.
Em
Die ich hatte. Liebe DHL-Führungsetage, das habt ihr jetzt nicht gehört.
Luke
Also das ist nie passiert. Doch, das ist auf jeden Fall passiert, aber ich sage nicht, wo. Deswegen kann die DHL-Führungsetage jetzt hier nicht irgendjemanden ankreiden. Aber genau, also genau. Das Einzige, was ich vorzeigen musste, war die E-Mail von dem abholen. So jetzt könnte ich, wenn ich irgendwie den Zugriff auf irgendeine E-Mail-Post von irgendwelchen Leuten hätte, theoretisch könnte ich da immer gucken, ist da eine DHL-Benachrichtigung drin und zack, schnell da hingehen und das abholen. Interessant, ne? Also, und dann wiederum gehe ich das nächste Mal zu DHL und hole was für mich ab und habe sozusagen nur diese E-Mail und der sagt mir, ja, schön, dass du hier diese E-Mail hast, aber zeig mal deinen Ausweis. Also, es gibt alles, so wie du meinst, der Faktor Mensch halt.
Luke
Okay, also das war das Fazit und mein kleiner Ausflug zu den Papierverträgen und Unterschriften und so weiter und so fort. Dann kommen wir zum letzten, nämlich Bargeld. Letztes Thema, Bargeld.
Em
Mobile Payment ist auf dem Vormarsch.
Luke
Gut möglich, dass wir bei kleinen wie großen Beträgen nur noch mit dem Smartphone bezahlen. Technisch sind wir soweit. 2018, wie gesagt. Ich lasse dir mal den Vortritt.
Em
Mein Freund, ich bin gar nicht auf der Seite, dass man auf Bargeld verzichten sollte. Ich sehe es aber auch immer mehr so, dass mobiles Bezahlen dem Bargeld den Rang abläuft, wie man so schön sagt. Also Deutschland ist noch eins der rückständigsten Länder.
Em
Ja, wo gerade so Leute wie wir, die ab und zu mal gerne verreisen und woanders auch bezahlen natürlich in anderen Ländern. Einfach ganz leicht feststellen können, dass digitales Bezahlen woanders stärker ist als hier. Also vor allem im gastronomischen Bereich so. Aber die Tendenz ist ganz klar. Also ich habe so ein paar Lieblingsvietnamesen und Restaurants, die jetzt über den Zeitablauf auch digitales Bezahlen annehmen oder sich verändert haben. Wo früher nur Bargeld ging und jetzt gehen auch andere Dinge. Also ein anderes Indiz dafür, dass digitales Bezahlen, Mobile Payment irgendwie auf dem Vormarsch ist oder sein könnte, die EZB steuert das aktiv mit, indem sie um Geldwäsche und Steuerhinterziehung und so zu verhindern, also vordergründig, Bargeld auch immer mehr abschafft. Wo ist zum Beispiel der 500-Euro-Schein abgeschafft worden. Und demnächst werden wahrscheinlich weitere Geldnoten eingeschränkt verfügbar sein, sodass die Geldbeträge, die man transportieren kann, immer kleiner werden. Macht ja Sinn, wenn man sich das logisch überlegt. Früher konnte man mit einem Batzen 500-Euro-Scheine relativ viel Geld bewegen, aber jetzt ist es vorbei. Jetzt wird der nicht mehr ausgegeben und die, die noch im Umlauf sind, die werden halt angenommen und akzeptiert, bis sie dann von den Banken eingezogen werden und so sukzessive verschwinden.
Luke
Spannend. Das ist zum Beispiel komplett an mir vorbeigegangen hier mit dem 500-Euro-Schein. Aber ja, das macht halt voll Sinn. Ich kann von mir sagen, dass ich das extrem gerne benutze, digital zu bezahlen. Also digital bezahlen, mit Smartphone zu bezahlen. Das mache ich mega häufig. Jetzt muss man dazu aber, wenn man das mal ganz genau nimmt, sagen ... Also Mobile Payment, kann man jetzt hier sehr spitzfindig werden. Mobile Payment ging eigentlich schon seit, ich weiß nicht, keine Ahnung, seit die EC-Karte eingeführt wurde, geht Mobile Payment, weil du irgendwas hast, was nicht physisch echtes Geld ist, sondern du zeigst halt eine Karte hin. Und das ging also theoretisch sozusagen früher immer schon. Was natürlich hier damit gemeint ist, ist ja das auch, was da dann ausgeführt steht, ist, dass es halt mit dem Smartphone, also du hast im Zweifel gar keine Karte, nicht nur im Zweifel, sondern hast keine Karte mehr dabei. Keine echte physische EC-Visa, EC-Karten gibt es sowieso nicht mehr, aber Kreditkarte dabei. Doch, EC-Karten gibt es noch, aber werden kaum mehr verwendet heutzutage. Nein, werden kaum mehr ausgegeben, weil die viele Banken dafür extra Gebühren nehmen und so weiter und so fort. Das meine ich. Aber es geht darum, dass du eben mit einem Gerät bezahlst, was nicht quasi initial dafür gemacht ist, dass du damit bezahlst. Also Handy oder zum Beispiel auch Smartwatch geht ja auch, gibt es ja auch irgendwie, kannst du ja auch mit der Smartwatch sozusagen bezahlen. Und da würde ich doch schon, also da kann ich auf jeden Fall sagen, dass das. Wenn ich das auch so beobachte, außerhalb von mir, dir und so um mich herum, wenn ich dann, also um mich herum, da meine ich Freunde und Bekannte und so. Wenn ich an der, da merke ich auch, wenn ich an der Kasse stehe und so mal gucke, wie die anderen Leute so bezahlen, sehe ich auch sehr häufig, dass die Leute mit dem Smartphone bezahlen. Ich würde sagen, es ist nicht 50-50, noch nicht. In meiner Beobachtung ist es, in meiner unrepräsentiven Stichprobe ist es nicht 50-50. Aber ich sehe kaum noch Leute, die mit Bargeld bezahlen. Also wenn ich sagen würde, wer sozusagen mit Bargeld bezahlt, sind es vielleicht 5 bis 10 Prozent der Leute, um mich herum zumindest, ja. Und es kommt natürlich auch immer auf die Stelle drauf an, wo du bezahlst. Also beim Späti kannst du gar nicht mit der Karte bezahlen, häufig. Da musst du bar bezahlen. Ganz anders als im Supermarkt.
Em
Das wäre jetzt auch mein Vorzeige, mein Paradebeispiel gewesen, Supermarkt. Da sind die Personen, die erwarten sie mal, ich muss hier noch den Groschen irgendwie raussuchen aus dem Portemonnaie. Zählen sie mal ab, wie viel ist denn das hier? Sind inzwischen super unbeliebt geworden und sind auch nicht das Gros der Einkäufer. Also ich würde auch sagen, fast alle zahlen mit Karte.
Luke
Da will ich jetzt eine Uhrzeittheorie aufstellen. Das kommt auf die Uhrzeit an, wann man im Supermarkt ist. Wann nämlich die Rentner und Rentnerinnen unterwegs sind, muss man ganz einfach ganz plakativ so sagen, die bezahlen gerne weiterhin mit Bargeld. Und das passiert tendenziell wahrscheinlich eher vormittags bis frühnachmittags. Und ab 16, 17 Uhr wirst du wahrscheinlich kaum jemanden finden, der noch, Moment, ich zähle hier mal die Groschen ab und schauen sie doch mal hier rein, ich kann es irgendwie so schlecht sehen. Das fällt mir nur vormittags und morgens auf, wenn ich irgendwo mal in einem Supermarkt bin. dann sehe ich das.
Em
Wie stehst du dazu, dass, also bevor ich die Frage stelle, was jetzt so das ganze Thema oben wabert, was wir aber nicht angesprochen haben, ist ja physisches Geld, es ist ja auch nichts weiter als Papierschnipsel, wenn man es genau nennt. Und Der Wert liegt ja woanders. Jetzt meine Frage wäre, ein wesentlicher Aspekt, um beides unterscheiden zu können, ist, das eine ist anonym, das andere nicht. Also wenn ich mit Bargeld zahle, ist meine Zahlung eigentlich für die große Datenerhebung mehr oder weniger verloren. Ja.
Luke
Also zumindest, wer das bezahlt hat. Ja. Ja.
Em
Genau. Und ich finde, das ist so ein Rest von Anonymität, so ein Rest von Freiheit, den man hat, wenn man einfach mit einer bestimmten Menge Bargeld Dinge tun kann, ohne dass man sich dem System noch weiter unterordnen muss. Also es ist eigentlich auch ein Gefühl von Freiheit.
Em
Ich habe jetzt hier ein bisschen Geld irgendwie. Es hat einen Gegenwert. Also ich kann es in Güter und Dienstleistungen umwandeln. Die Leute akzeptieren diese Papierschnitzel. Die liegen bei mir zu Hause unter der Matratze. Und wenn mein Handy kaputt geht oder wie der Strom ausfällt oder so, dann stehe ich da nicht mit meinem Handy und kann nichts machen, sondern dann habe ich halt die Papierschnipsel und kann die halt geben und dafür einen Kaffee bekommen. Und es ist ja irgendwie auch schön, dass diese Systeme parallel zueinander existieren und sich gegenseitig so ein bisschen unterstützen oder so Bereiche abdecken, die jeweils andere Technologie nicht abdecken kann. Und ich finde diese Tendenz, das Bargeld noch weiter zurückzudrängen, freiwillig oder unfreiwillig und dafür zu sorgen, dass alles digital läuft, also auch Stichwort digitaler Euro. Mhm. Eigentlich kontraproduktiv und es ist eigentlich der falsche Weg, meiner Meinung nach. Also ist es für dich überhaupt ein Thema, dass du immer mehr auf Bargeld verzichten musst? Weil du hast die Antwort ja schon gegeben, indem du gesagt hast, ich zahle ganz gerne digital, ich tue es ja auch. Also auch wenn ich Sachen irgendwie verkaufe, möchte ich gar kein Bargeld haben, weil was soll ich mit irgendwie zehn ekligen Zehn-Euro-Scheinen oder fünf oder so? Dann habe ich es lieber auf PayPal und kann es von da wieder fürs Nächste Keine Ahnung, für den nächsten Burger ausgeben oder so. Alles klar. Aber trotzdem, finde ich, sollte Bargeld seine Funktion nach wie vor behalten und auch verfügbar sein. Also ich finde die Abschaffung des 500ers jetzt nicht unbedingt so cool und ehrlich zu sein.
Luke
Hast du so viele 500-Euro-Scheine irgendwie bekommen? Ich glaube, ich hatte in meinem ganzen Leben vielleicht einmal einen 500-Euro-Schein in der Hand, vielleicht noch nie nur welche gesehen.
Em
Ja, ich finde ehrlich gesagt, das sollte zur Freiheit des Menschen gehören, dass er mehr Geld mit sich herumschleppen kann, wenn er möchte. Also man sollte auch in der Lage sein können, das Auto bar zu bezahlen, finde ich. Ohne, dass man eine Sporttasche mit 50-Euro-Scheinen irgendwie rumschleppen muss, was unmöglich ist im Prinzip. Oder 100-Euro-Scheinen, dann irgendwas zu bezahlen, was ein bisschen mehr kostet.
Em
Die Leute quasi in diesen Niedrigkonsumbereich, wo man Dinge halt mit so kleinen Scheinen bezahlen kann. Aber was, wenn ich irgendwas Großes mit Bargeld bezahlen möchte? Was mache ich dann?
Luke
Ja, es wird alles immer schwieriger, das zu machen, weil es ist nachvollziehbarerweise auch aufgrund von Schwarzgeldverhinderung, finde ich, komplett nachvollziehbar, dass du das versuchst, möglichst wenig zu machen.
Em
Ja, also ich glaube 98% aller Schwarzgeldtransfers werden immer noch über Dollar und Euro durchgeführt. Das ist die Kehrseite der Medaille.
Luke
Ich habe für mich kein Problem damit. Ich finde es völlig okay. Ich mache auch selten irgendwelche shady Sachen, dass ich denke, ich möchte das nicht verfolgbar sein mit den Dingen, die ich so bezahle.
Em
Lass mal kurz da reingrätschen, weil ich würde sagen, 99% der Bevölkerung sehen es genauso wie du.
Em
Die machen damit keine shady Sachen, aber die würden trotzdem gerne die Hoheit, über welches Zahlungssystem sie nutzen, im Sinne von Bargeld oder digital, gerne noch behalten. Aber es sieht danach aus, dass Bargeld tatsächlich seine Rolle jetzt schon eingebüßt hat oder immer mehr einbüßen wird. Also die Frage, die ich stellen würde, wenn ich es dich jetzt fragen würde, ist, Welche Rolle spielt für dich Bargeld noch heutzutage? Und ist es wichtig für dich, dass es in Zukunft für dich aktiv nutzbar bleibt?
Luke
Ja, also das kann man auch aus zwei Perspektiven wieder betrachten. Aus so einer Convenience-Perspektive finde ich es sehr praktisch, wenn ich einfach überall mit dem Handy zahlen kann, weil dann muss ich mich nicht immer daran erinnern, dass ich mein Portemonnaie mitnehme.
Luke
Dass ich kann, dass ich mit dem Bargeld zahlen kann.
Em
Ja, und bald wird es aber so...
Luke
Quatsch, andersherum, andersherum. Ich finde es sehr praktisch, eigentlich fände ich es mega geil, wenn ich überall eine Karte zahlen kann.
Em
Kannst. Aber bald ist es so, dass du es musst. Weil die Restaurants einfach kein Bargeld mehr akzeptieren werden.
Luke
Das fände ich interessant, ob das wirklich so ist.
Em
Ja, es gibt eine Tendenz dazu tatsächlich.
Luke
Ich weiß, dass es eine Tendenz dazu gibt, aber ich glaube nicht, dass... Also, kein Restaurant wird sich wahrscheinlich dagegen sträuben, dass sie auch Bargeld annehmen. Weiß ich nicht, keine Ahnung. Also ich glaube, in einem Restaurant ist es immer lieber, mit Bargeld zu bezahlen, als dass du mit Karte zahlst. Weiß ich nicht, dazu lehne ich mich zu weit aus dem Fenster. Ich rede jetzt nur aus meiner Perspektive aus, jemand, der das Geld ausgeben muss, als jemand, der das bezahlen muss. Da finde ich es mega praktisch, wenn ich überall bitte mit Karte zahlen kann. Also ich fände es geil, wenn es eine Pflicht gäbe, dass ich überall mit Karte zahlen kann. Das fände ich persönlich richtig gut. Und, Wenn ich dann auch noch mit Bargeld zahlen kann, praktisch, wenn ich Bargeld dabei habe. Das ist meine persönliche Sicht auf diese Sache.
Em
Also sowohl als auch, aber digital hat den Vorzug. Genau.
Luke
Also du hattest es ja vorhin gesagt mit dem Verreisen und so. Wenn wir immer so am Atlantik unsere Sommertour da langfahren, ist es einfach so krass praktisch, dass man einfach überall alles mit dem Handy zahlen konnte. An jeder kleinen Strandbar und so konnte ich einfach mit dem Handy zahlen. Das wäre ja in Deutschland komplett utopisch. Und das ist einfach krass praktisch, weil man das Ding immer dabei hat, so ein bisschen wie diese Fernbedienungsthematik, die ich vorhin meinte, so das Handy, wenn ich das mit dem Handy machen kann, mega, mega praktisch.
Em
Ja, da stehen noch einige Revolutionen ins Haus. Es gibt ja auch ganz andere Kontinente, Asien, China, wo du zum Beispiel WeChat hast, also diese Everything-App, wo du auch alles mitbezahlen kannst. Vor zwei Wochen im Radio, glaube ich, von einem Artikel gehört, also es gab irgendwie eine journalistische Erhebung, irgendwelche Statistiken, die darauf abzielten, dass der deutsche Einzelhandel immer mehr auf digital geht und immer weniger Bargeld akzeptiert tatsächlich. Also mit Einzelhandel ist dann wahrscheinlich halt ja,
Luke
Alles gemeint. Ja, da macht das auch voll Sinn und das ist auch, finde ich, komplett nachvollziehbar, weil der Einzelhandel, der kauft Sachen ein und verkaufe die dann weiter. Das heißt, es ist jetzt nicht so wie bei der Gastro, der man das nachsagt und wo es auch so ist, dass es halt cool ist, wenn du nicht so viel mit Kartenzahlung hast, weil dann kannst du leichter mit Trinkgeld und weiß ich nicht was irgendwelche Sachen hantieren und hast da im Zweifel einen deutlich höheren, was am Ende rauskommt sozusagen bei dir, was am Ende bei dir landet, was du nicht versteuern musst. Deswegen ist es, glaube ich, für die Gastroleute, nicht nur glaube ich, sondern ist für die Gastro-Leute natürlich komplett nachvollziehbar, dass das eigentlich richtig scheiße ist, wenn man wenn es eine Pflicht gäbe, dass du quasi, auch nur noch mit Karte zahst, wobei ich mir das eben für den Einzelhandel, dem Einzelhandel ist es egal. Der leidet wahrscheinlich unter den Gebühren, natürlich, genauso wie die Gastro auch leiden wird, unter den Gebühren von den ganzen Payment-Anbietern. Aber dann machen die halt alle Preise irgendwie 2% teurer wegen den Transaktionsgebühren. Fertig, aus ist die Kiste.
Em
Ja, so ist es. Damit sie halt dann quasi
Luke
Diese Kosten einfach direkt an die Leute, die einkaufen, weiterreichen, fertig, aus.
Em
Ich wäre für Traveller-Checks. Die waren früher am besten.
Luke
Ich hatte mal welche und war auf Travels und habe versucht, einen Traveller-Check einzulösen. Das hat auch funktioniert. Aber die 50 Euro, die ich eingelöst habe, waren keine 50 Euro, sondern 45 Euro, nur weil die natürlich Gebühren genommen haben und Frechheit sondergleichen. Obwohl ich bei irgendeiner offiziellen Traveller-Checks Stelle war, die ich mir vorher rausgesucht hatte und so.
Em
Ja, ich glaube, das war der größte. Der hat es ja auch nicht wirklich lange geschafft. Das war so ein Ding in den 80er, 90ern und dann ist es verschwunden. Wurde abgelöst von besseren Zahlungsquellen. Aber daran merkt man mal, das Thema ist noch lange nicht gegessen und jetzt gibt es ganz neue Entwicklungen. Wahrscheinlich wird es in Europa bald auch eine Everything-App geben.
Luke
Ich finde es ganz spannend, um das vielleicht noch jetzt da abzuschließen, finde ich cool, was jetzt hier in Europa passiert oder zumindest in Deutschland und jetzt ja, langsam quasi die anderen Länder mit da reingenommen werden oder die sich sozusagen alle zusammentun, ist dieses, was wir in Deutschland haben, Vero, quasi die Paypal-Alternative. Fände ich ganz toll, wenn das sich irgendwie besser etabliert und wenn es alles leichter zu bedienen ist als bisher, weil bei unserer Bank, bei der wir beide sind, bei der ING, zumindest ich mit meinem, ich weiß, dass du auch dein Konto hast, aber mit einem Everyday-Konto bei der ING, finde ich es ein Unding. Stand heute Februar 2022, 2026 ist es so, dass du die Vero-Funktion nicht benutzen kannst, wenn du nicht dein komplettes Adressbuch an die ING freigibst. Es wird zwar auf deinem Gerät in irgendeinen Hash umgewandelt, die Kontakte und dann.
Luke
Aber es ist einfach mal dein komplettes Adressbuch wird umgewandelt und deswegen habe ich das kein einziges Mal benutzt, weil ich nicht will, dass alle meine Kontakte ungefragt im Zweifel bei der ING landen.
Em
Superspannendes Thema. Ja. Ich nutze das gar nicht. Ich weiß, dass die Sparkasse das auch verstärkt jetzt anbietet, weil die auch natürlich in dem Zusammenschluss drinsteckt. Aber mir war auch nicht bekannt, dass PayPal zum Beispiel auf alle Kontakte zugreift.
Luke
Ja, PayPal macht das, glaube ich, nicht. Bei PayPal musst du ja die E-Mail-Adresse eingeben. Und so würde ich es mir auch bei der ENG wünschen, dass ich einfach, ich weiß deine Telefonnummer, die kann ich dann eingeben und dann kann ich es dir halt schicken, sozusagen, aber ich will nicht, dass mein gesamtes Telefonbuch erstmal an die ING geschickt wird. Ich habe das bei der Paypal-App, habe ich das auch nicht gemacht, da habe ich auch nicht gesagt, Zugriff auf meine Kontakte, da tippe ich dann einfach immer von Hand die E-Mail-Adresse ein und wenn ich die einmal eingetippt habe, dann weiß der natürlich das Paypal, dass ich das mit dem, ne, und dann kann ich wieder auswählen Leute, an die ich das schon mal geschickt habe.
Em
Also ihr merkt schon, Leute, wir verheddern uns hier in ganz vielen unterschiedlichen Bezahlmöglichkeiten und die haben alle ihre Spitzfindigkeiten, aber wir halten fest, Bargeld ist auf dem Rückzug, Und mobiles Bezahlen, was es eigentlich schon immer gab, wird immer bedeutender. Und überlegt euch selbst, was ihr macht, wenn es mal hart auf hart kommt und es einen Bankrun gibt oder wie es heißt und alle zum Geldautomaten rennen und Geld brauchen oder irgendwas passiert. Man sollte sich schon überlegen, dass man nicht alle Eier in einen Korb legt.
Luke
Ja, so sehe ich das auch. Also ich glaube, jeder braucht auch irgendwie Bargeld zu Hause, weil Bankautomaten fallen aus bei Stromausfall und, und, und, und, und, und. Und dann kann man halt nichts einkaufen, wenn auch das Handynetz nicht funktioniert. Man sein Handy nicht laden kann, selbst wenn man dann irgendwie vier Bezirke weiterfährt, um irgendwo da dann bezahlen zu können, um da dann einkaufen zu können. Aber wenn mein Handy leer ist, bringt mir das auch nichts. Genau. Also ja, der gute alte Sparstrumpf.
Em
Wir sollten alle Prepper werden und irgendwo im Wald, Plastikfässer vergraben, wo noch ein Rucksack drin ist, sozusagen.
Luke
Ja, was halten wir fest.
Em
Luki? Wie waren jetzt die letzten fünf, acht Jahre?
Luke
Es ist vorwärts gegangen. Wir sind weiter digitalisiert. Wir sind da schon bei vielen von den Punkten ein ganzes Stückchen weiter. Aber bei vielen Punkten sind wir definitiv nicht so weit, dass der Titel des Artikels Fünf Dinge, die in fünf Jahren verschwinden werden, wirklich eingelöst wird. Und auch, wie wir gesehen haben, die USB-Stick-Verkäufe, Selbst wenn wir beide gesagt haben, wir haben da kaum, also du hast kaum mehr welche gekauft und ich benutze es nur für so einen Special Interest Use Case, widerlegen uns die Verkaufszahlen zumindest bis 2024 deutlich diese These oder diese Annahme.
Em
Pass auf, wir machen jetzt einen Aufruf, weil wir haben ja Millionen von Zuhörern und sicherlich wird das eine oder andere Feedback zurückkommen. Oben seht ihr in der Navigationsbar steht Antje Neubauer und dann steht da ein vertikaler Strich, Expertin für Kommunikation und jemals CMO und Leiterin PR der Deutschen Bahn.
Luke
Habe ich gerade nebenbei noch mal gegoogelt. Ich kann auch gerade noch mal kurz das aufmachen. Das Link im Profil, das habe ich auch schon verlinkt. Also wenn jetzt hier jemand da reinguckt in die Shownotes, dann findet ihr die auch. Die war zehn Jahre bei der Bahn, habe ich hier gesehen. Wenn man hier in ihre Vergangenheit schaut. Aber lustigerweise steht auch in ihrem Profil hier unten noch der Link zu ihrer Webseite, der eben nicht mehr funktioniert. Oha. Es gibt hier eine andere Webseite. antje-neubauer-gmbh.de Die habe ich gerade mal aufgerufen. Keine Ahnung. Lädt jetzt ewig. Aber genau, also du wolltest einen Aufruf machen, nämlich.
Em
Der Aufruf wäre, liebe Frau Neubauer, wenn Sie uns sprechen gehört haben und über unsere Dummheiten nur mit einem zaghaften ja, lächeln, einfach sich Gedanken gemacht haben, ja, das haben die aber nicht ganz verstanden, was ich damals sagen wollte. Oder ich würde mich gerne nochmal dazu äußern, weil einige meiner Orakelungen sind doch anders, als ich es mir damals vorgestellt habe. Dann sind Sie herzlich eingeladen, zu uns in die Show zu kommen. Wir zwei würden Sie gerne hosten und Sie nochmal interviewen und uns Ihre Meinung für die nächsten fünf Jahre holen, damit wir mit unserem Publikum gemeinsam uns darauf freuen können, einen Wiederholungstermin zu machen, der dann im Jahre 2031 wäre.
Luke
Um dann zu gucken, was wir vielleicht alle drei damals falsch.
Em
Gesagt haben oder falsch
Luke
Gedacht haben oder wo wir vielleicht ganz nah dran waren oder auch nicht. Das wäre ganz schön, könnte man ja mal gucken, ob das klappt. Finde ich eine tolle Idee. So, also los geht's mit den Links im Turbogun. Ich fange mal wieder an.
Luke
Und zwar habe ich mitgebracht, dass OpenAI demnächst anfangen wird oder schon angefangen hat, in den USA Werbung zu testen, Werbeanzeigen zu testen, Werbeanzeigen auszuspielen in den Chats, die da passieren. Was da bisher announced wurde, ist, dass es nur in den kostenlosen und in dem Go-Abo sich abspielen wird. Das Go-Abo ist so ein mini, mini kleines Bezahlabo und das auch erstmal nur in den USA und man dann sehen wird, was passiert. Was ich spannender daran finde, ist, dass der Sam Altman, also der CEO von OpenAI, JetGPT, lange, lange Zeit immer wieder gesagt hat, nein, wir werden keine Werbung machen, wir werden keine Werbung, es wird ohne Werbung bleiben und so und jetzt changed his mind, zurückgerudert ist oder eben entsprechend geändert ist. Ich meine, ist klar anhand dessen, dass die extrem viel Geld ausgeben müssen für Rechenzentren und Training und sowas, dass sie irgendwann mal da wieder Geld machen müssen. 1,4 Trillion Dollars, also Billionen, weiß ich gar nicht, die Übersetzung von Trillionen und das macht mich also mal ganz fertig, weil Trillionen sind, Englisch Trillion sind nicht deutsche Trillionen, sondern ist glaube ich.
Em
Ich glaube, wir haben Million und dann Billion ist Milliarde und Trillion ist Billion,
Luke
Glaube ich. Genau, irgendwie so.
Luke
Ehe unvorstellbare Geldminken. Auf jeden Fall gibt es bald irgendwann Werbung oder es gibt es schon bei uns in Deutschland noch nicht.
Em
Finde ich auf jeden Fall spannend. Ja, damit hat er eigentlich alles, was die sich mal auf die Fahne geschrieben haben, ad absurdum geführt.
Em
Die sind weder, ja, die sind weder open, noch für die Öffentlichkeit.
Em
Kommerzialisiertes Unternehmen, was so schnell wächst, wie es nur geht und scheinbar auf Sicherheit nicht so viel Wert legt, wie es sollte und Geld verdient, wo es kann. Aber wer sind wir schon, es einschätzen zu können?
Luke
Ja, speziell zu diesem zweiten Punkt, den du gerade gesagt hast, habe ich letztens auch noch was gefunden, wo du es gerade angesprochen hast, kann das durchaus auch spannend sein, wie nämlich Anthropic, also der andere große US-Player, damit sozusagen losgeht und wie die das geschafft haben, dass sie teilweise besser und irgendwie anders unterwegs sind, ohne dass es irgendwie so eine große autokratische Führung in Anführungsstrichen gibt. Da packe ich hier nochmal schnell den anderen Link dazu. Ein recht ausführlicher Artikel, der bei ZEIT.de erschienen ist. Den packe ich auch noch da in die Show Notes.
Em
Können wir auch mal eine eigene Sendung drüber machen, was momentan passiert, wo die Tendenz hingeht und wie die unterschiedlichen Ansätze bei den LLMs sind.
Luke
Jo, genau. Was hast du mitgebracht?
Em
Ich bin auf Abwägen. Ich wollte vieles aus dem Tech-Bereich posten. Und dann habe ich mich für Tech entschieden, der tatsächlich analoger Tech ist. Und zwar gibt es einen sehr, sehr bekannten Influencer in der Autoschrauber-Szene. Sein Name ist Matt Armstrong aus England. Viele werden bei dem Namen hellhörig. Der hat wirklich Millionen von Followern auf YouTube und bringt wöchentlich Videos raus, wo er, ich glaube, erst Anfang der 90er Jahre geboren, noch ein relativ junger Dude, so im Zenit seiner Kraft jetzt gerade, seiner Karriere, angefangen hat als Straßenschrauber mit günstigen Unfallautos, die er irgendwo für ein paar Pfund aufgegabelt und dann repariert hat. Hat er sich zum bekanntesten Gesicht für das Reparieren von verunfallten Luxusautos gemausert. Das heißt, Matt Armstrong ist einer der wenigen, die jetzt damit beauftragt wurden, einen sogenannten Bugatti Veyron, so heißt der, glaube ich, vielleicht habe ich auch falsch ausgesprochen, ist aber auch egal, so ein Auto, was vielleicht irgendwie 300 Mal weltweit produziert wurde, vielleicht diese spezielle Variante nur 50 Mal. Ist ein verunfallter Wagen, der einem Amerikaner gehört, auch einem super jungen Dude, der Daytrader ist und damit Millionen von Dollar verdient hat, um sich überhaupt so ein Auto leisten zu können. Und Bugatti wollte den Wagen nicht reparieren. Das ist ein Closed Shop. Das heißt, sie geben keine Bauanleitungen raus und keine Ersatzteile und möchten die Fahrzeuge alle wieder zurückhaben, wenn sie sich reparieren lassen wollen. Also die Kunden. Und der Typ hat es jetzt probiert und hat das bisher Unmögliche geschafft, wovon Bugatti ausgegangen war. Da gibt es auch einen riesen Beef zwischen dem Autohersteller und den Leuten hier, die das auf eigene Faust reparieren wollen, mit gescannten Teilen und so weiter. Der hat es geschafft, den Wagen in zwei Teile zu teilen. Und das Getriebe wird jetzt repariert, was bei dem Unfall halt irgendwie gebrochen war. Und wir werden jetzt sehen, was passiert. Wer dieses Thema spannend findet und dabei sein möchte, wenn eines der teuersten Luxusautos der Welt von einem ganz normalen Straßendude repariert wird, der kann sich das gerne angucken. Die Geschichte ist jetzt gerade am Laufen.
Luke
Okay, interessant. Sehr spannend. Absurd. So ein bisschen wie Pimp My Ride, nur anders.
Luke
Also ganz anders herum. So ganz über Kopf.
Em
Auch gleichzeitig der biblische David gegen Goliath. Das ist ja auch. für technikaffine Underdogs.
Luke
Dann kommen wir noch zu meinem Letzten, den ich mitgemacht habe, das Geisterte auch in den letzten Wochen so durch die Presse, ist nämlich, dass ein ukrainischer Kampfroboter drei russische Soldaten gefangen genommen hat. Und da gibt es auch irgendwie so ein Bild davon, wie dann die wirklich mit erhobenen Händen, ich scroll hier gerade durch, aber ich finde das jetzt das Bildchen nicht, aber wie mit erhobenen Händen dann da rauskommen, gibt es hier auch irgendwie so ein Twitter-Video, kann man sich vielleicht mal anschauen. Alles heutzutage immer mit Vorsicht zu genießen und so, wobei ich, das ist bei der Standard-AT erschienen, denen doch schon durchaus zutraue, dass die das irgendwie gut gecheckt haben, und so absurd ist es ja auch gar nicht, also da finde ich interessant, dass es in Anführungsstrichen bis jetzt gedauert hat, dass es wirklich mal, öffentlich irgendwie was dazu gibt, weil das ist leider einfach echt einfach irgendwie nachvollziehbarerweise so voll der sinnvolle weitere Schritt, dass man halt nicht mehr Fleisch in den Krieg schickt, sondern irgendwie vielleicht nur noch Stahl und welche, Konstruktionen und so. Wenn man das jetzt weiterdenkt, ist es auch spannend zu sehen, wenn man das noch weiterdenkt, dieses Experiment oder dieses Ding ist, was passiert dann, wenn da nur noch solche Dinger gegeneinander kämpfen und so. Dann, ja, sehr, sehr, sehr, sehr interessant und irgendwie erschreckend zugleich, aber auch irgendwie natürlich nachvollziehbar, dass es der Nix, dass es ein logischer weiterer Schritt ist dafür.
Em
Ja, ganz klar, so kommen. Ich habe unabhängig davon, was du jetzt für einen schönen Link rausgesucht hast, schön in Anführungszeichen natürlich, gab es ein CNN-Interview mit einem Robotikhersteller, der tatsächlich die US-Armee jetzt ausstattet und vorher seine Lösung angeboten hatte in der Autoproduktion. Also das war ein Roboter, der bestimmt Arbeiten abgenommen hat. Und während der CEO berichtete, von der Interviewerin, von der Journalistin halt die Fragen beantwortete. Lief plötzlich einfach so ein Roboter im Hintergrund hin und her. Der lief einfach alle paar Minuten einmal kurz vorbei und so, als ob einfach nichts gewesen wäre. Das war einfach so ein normaler Bestandteil dieses Interviews. Bis dann die Journalistin kurz gefragt hat, ja, was passiert denn da gerade im Hintergrund? Können wir den Mitarbeiter auch interviewen? Dann haben sie den ins Kamerabild buxiert und dort stehen lassen, quasi in Pose. Also das heißt, das Abgefahrene daran ist eigentlich, dass so etwas normal geworden ist. Hm. Das ist einfach Wahnsinn. Und die haben genau über dieses Thema geredet, dass sie jetzt die US-Armee halt ausstatten wollen mit Robotern, die dann letztendlich immer noch den Bodenkampf übernehmen werden.
Luke
Vielleicht sollten wir auch einfach aufhören, alle immer zu kämpfen, aber das ist ein ganz anderes Thema. Und dann bräuchte man nämlich diesen ganzen Krimskrabs nicht. Aber gut, it is what it is.
Em
Schopenhauer hat gesagt, das ist eh alles für den Arsch.
Luke
Okay, was bleibt uns also jetzt am Ende noch zu sagen, bei dieser heute etwas längeren Folge als normalerweise? Ihr habt jetzt unsere drei Turbolinks mitbekommen, gehört und gesehen, wenn ihr hier zuschauen konntet. Mal schauen, wie wir das hier einbinden, das Video, mal gucken, ob das klappt und wie es klappt. Ansonsten wollen wir euch noch kurz den Hinweis geben zu unseren Turbolinks, also das, was wir euch heute hier immer so gezeigt haben. Wir haben das zusammengestellt als Newsletter, weil wir uns eh regelmäßig solche Newsartikel hier hin und her schicken, Emra und ich. Und wer will, da kann natürlich einfach sehr gerne mitlesen. Dafür gibt es eben diese zwei Möglichkeiten. Entweder wirklich als echter Newsletter per E-Mail in den E-Mail-Postgang, Posteingang einmal pro Woche, kommt immer Dienstag morgens, vormittags. Warum Dienstags? Ich weiß es immer noch nicht. Und einmal als Telegram-Kanal. Da ist es sekundenschnell und zwischendrin, wie ich immer so gerne sage, weil nämlich in dem Moment, wenn wir uns den Link hin und her schicken, kommt er wirklich in dieses Telegram, in diesen Telegram-Channel hier rein. Also wenn ihr da schauen wollt, wenn ihr super schnell aktuell unterwegs sein wollt, dann geht in den Telegram rein. Ansonsten genießt es wöchentlich einmal per E-Mail-Newsletter. Findet ihr alles unter letztens.de slash Newsletter. wie immer natürlich auch in den Shownotes die Verlinkung dazu. Würden wir uns freuen, wenn ihr einsteigt und ich würde nochmal gerne an den Aufruf von Emma erinnern, falls hier jemand zuhört, der irgendwie Kontakt und, Lust hat, vielleicht, dass wir mit Antje Neubauer darüber mal sprechen können noch. Vielleicht schreiben wir sie auch bei LinkedIn an, gucken wir mal und dann gibt es vielleicht eine weitere Folge in fünf Jahren oder vielleicht auch in ein paar Monaten oder so.
Em
Genau, man weiß es nicht.
Luke
Man weiß es einfach nicht. Alles klar, dann gehabt dich wohl, M, und bis bald, liebe Leute da draußen.
Em
Ich wünsche euch allen einen schönen Start
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